Archive | March 2018

Kirschblüte in Tokyo

An seinem letzten Wochenende in Japan, spazierte Flori heute am Sonntag noch einmal durch die Parks in der Nähe seiner Wohnung. Gerade jetzt lohnt es sich besonders, denn die Kirschblüte (“Sakura” genannt) ist in vollem Gange.

Diese Zeit ist wirklich besonders schön. Man trifft sich in den Parks, breitet unter den Bäumen eine Decke aus, isst ein mitgebrachtes Picknick und genießt ganz einfach die Blütenpracht um einen herum.

Überall feiern die Menschen “Hanami”, das Kirschblütenfest. Traditionell ist die Kirschblüte ein Symbol für die Schönheit und den Neuanfang, aber auch für die Vergangenheit und die Vergänglichkeit.

Eure Cindy

Japanische Ausstellung in Cluj

Am Samstag besuchte ich eine ganz wunderbare japanische Ausstellung hier in Cluj. Sie wurde von Cristina und Patricia, zwei Damen aus unserem Frauenverein, privat auf die Beine gestellt.

Beide Ladies stammen aus Rumänien, bzw. Moldawien, haben aber einen großen Bezug zu Japan. Patricia z.B. studierte und lebte dort jahrelang, war mit einem Japaner verheiratet und arbeitet u.a. als Japanisch-Übersetzerin. Sie war es auch, die Florian vor seiner Abreise nach Tokio so viele wertvolle Tipps geben konnte.

Die beiden öffneten also, auf der Suche nach geeigneten Exponaten, ihre eigenen Schränke und die ihrer vielen Freude. Am Ende kamen wunderhübsche, hochwertige und teilweise auch sehr betagte  Ausstellungsstücke in einer ganz beachtlichen Anzahl zusammen.

Kimonos für Frauen und Fräuleins für jede Jahreszeit und jeden Anlass, Kinderkleidung, Schuhe, Schirme, die ein wenig schlichtere Kleidung der Männer, Haushaltsgegenstände, Tee- und Sushiutensilien, Gegenstände für Feierlichkeiten, Kunst und so vieles mehr. Man kann alles anschauen und lernt die Bedeutung und Herkunft der Dinge.

Da Florian gerade in Japan ist, war der Bezug zu allem für mich gleich noch mal viel, viel größer. Jedes einzelne Exponat habe ich lange bestaunt, am allerbesten jedoch gefielen mir die großen Hochzeitskimonos 🙂

Schade natürlich, dass Florian nicht dabei sein konnte. Bis zu seiner Rückkehr ist die Ausstellung beendet. Aber da der Besucheransturm so enorm war, haben auch schon andere rumänische Städte angefragt, die Ausstellung ihren Bewohnern zeigen zu können. Nicht schlecht für eine privat organiserte Initiave, was?

Ich bin ganz stolz auf meine beiden Freundinnen und habe mich über meine ganz private Tour am Samstag mit Cristina riesig gefreut.

Eure Cindy

Ethnografisches Museum Cluj

Am Wochenende riskierte ich mal einen Blick in das ethnografische Museum hier in Cluj. Dort werden Dinge des ehemaligen, alltäglichen, rumänischen Lebens gezeigt – vor allem aus dem Leben der Landbevölkerung, die als Selbstversorger natürlich für alles die passende Gerätschaft zur Verfügung hatte.

Mir persönlich gefällt ja das Geschirr immer am besten. Könnte da stundenlang stehen und jeden Teller einzeln bestaunen. Flori ist ja noch in Japan und konnte leider nicht dabei sein. Ihn hätten sicher die Jadgutensilien und die Traubenpressen etwas mehr interessiert 😉

Eure Cindy

 

Der Zoo in Tokyo

Schaut euch mal diese Menschenmassen an! Na, wer hat da nicht Lust auf einen gemütlichen Zoobesuch am Samstagnachmittag?? 😉

Florian und sein Kollege gingen trotzdem rein – und leider ein wenig später etwas deprimiert wieder hinaus.

Der Zoo sei schön sagten sie, aber so einige Arten werden wohl eher nicht artgerecht gehalten. Viel zu kleine Gehege oder zu wenig Platz zum schwimmen, rennen, toben, verstecken… Als Katzenpapa fiel Flori auf, dass die Wildkatzen nur eine kleine Voliere haben. Das kann nicht genügen. Den Elefanten dagegen räumte man schon mehr Platz ein und alles in allem machten sie auch einen glücklicheren Eindruck. In Tokyo ist Platz halt Luxus, aber muss das auch für den Zoo gelten?

Der Zoo von Tokyo wurde schon 1882 gegründet und ist damit der älteste Tierpark in Japan. Es lebt dort auch eine Pandafamilie. Flori konnte allerdings nur den Pandapapa sehen, da die Tickets für die Pandamama und ihr Kind limitiert wurden und schon ausgebucht waren. Find ich gut, dass nicht alle Besucher vor allem auf das Pandakind losgelassen werden.

Nun ja, ich bin bei Zoos eh immer hin- und hergerissen. Zoos helfen sicher bei der Artenerhaltung, aber können diese wilden Tiere wirklich in so enger Gefangenschaft glücklich sein? Oder sind nicht Wildreservate besser, um den Fortbestand zu sichern?

Es ist auf jeden Fall schön, so viele Tiere aus der Nähe zu sehen. Vielleicht geht es den Zoos aber bald wie den Tieren im Zirkus, wo schon länger ein Umdenken stattfand. Viele Länder erlauben keine Zirkustierhaltung mehr oder nur sehr limitiert, weil die Tiere kaum artgerecht leben können. Oder denkt einmal an die betrunkenen Tanzbären in Russland. Es gibt hier in Rumänien übrigens eine Auffangstation für diese Bären. Würdet ihr euch über einen Tanzbären in der Fussgängerzone freuen? Ich glaube, da hat sich die Einstellung der Leute auch geändert. Aber warum freuen wir uns dann über einen Seehund, der Kunststücke machen muss und der in seinem kleinen Becken nicht weit schwimmen kann?

Schwieriges Thema. Gegen einen Besuch in einem Zoo, der alles versucht, seinen Tiere ein glückliches Leben zu bereiten, kann ich nichts sagen. Alles hat auch seine positiven Seiten. Aber wir sollten mit offenen Augen durch den Tierpark gehen und uns ab und an fragen, ob dieses oder jenes noch zeitgemäß ist.

Eure Cindy

Bücherecke – “Darm mit Charme”

Heute möchte euch mal ein etwas anderes Buch empfehlen. Es heißt “Darm mit Charme” von Guilia Enders und behandelt eben dieses interessante Körperteil in allen Einzelheiten.

Ich hab das Buch schon eine ganze Weile bei mir, bin aber erst jetzt in Stroh-Witwen-Zeiten dazu gekommen, es mir zu Gemüte zu führen. Man kann eigentlich nur staunen, wie wichtig der Darm für das körperliche Wohlbefinden, aber auch für ein intaktes Oberstübchen ist. Er sorgt eben nicht nur für die Verdauung. Ich habe gelernt, dass der Darm so viel mehr kann.

Guilia Enders erklärt zum Beispiel, warum wir eigentlich beim Entleeren hocken sollten, dass also ein gemütliches Sitzporzellan eher kontraproduktiv ist. Sie erklärt den hochkomplexen Mechanismus des Darms mit allen seinen Freunden wie dem Magen, der Leber, dem Herz etc. Sie erklärt was gute und was schlechte Bakterien sind und wie sie unser Körpergewicht beeinflussen. Nebenbei räumt sie auch mit vielen Irrtümern auf und geht ins Detail über Durchfall, Erbrechen, Verstopfung und noch so vieles mehr…

Das ganze Buch ist so unterhaltsam geschrieben, dass man in jedem Kapitel irgendwann laut loslachen muss. Und bei jedem Satz merkt man, dass sie ihren Darm sehr gerne hat, ihm nur Gutes tun möchte und auf ihn achtgibt. In einem Interview bezeichnete sie ihn als Schätzelchen, bei dem sie sich entschuldigt, wenn neben gesunder Nahrung auch einmal eine Pizza oder Pommes in ihm landet.

Lest unbedingt dieses Buch, Leute! Ihr werdet nicht nur super unterhalten, sondern lernt so viel über euch und euren Körper. Und natürlich über euren Darm.

Eure Cindy

Indra, Wer????

Na toll! Ich lieg hier mit ‘ner Lungenentzündung in meinem Katzenbettchen und Mama schmust woanders rum!

Hab sie dann zur Rede gestellt, als sie Heim kam. Also, das ist Indra, die 8-Monate alte Pflegehündin von Maria. Aha! Die soll ja soooo verschmust sein. Läuft allen hinterher, gibt Küsschen und lässt sich sogar umarmen (das mögen wir Tiere ja eigentlich nicht so sonderlich gerne).

Indra soll bald online vorgestellt werden, also drücken wir bald wieder alle die Daumen, dass sie – wie unsere vielen Plfegekatzen auch – bald in Deutschland ein neues Zuhause findet.

Die anderen beiden Hunde gehören übrigens der Maria und ihrer Familie. Die braun-weiße Hündin brachten sie aus Schweden mit und die schwarze Hündin ist ein ehemaliges Pflegekind hier aus Cluj, die Maria dann adoptierte. Reine Weiberwirtschaft, was?

Miau… Eure Emily

Schwedischer Morgen

Diese internationalen Events haben ja bei uns im Frauenverein schon Tradition. Wir treffen uns öfters bei einem Mitglied daheim und eine Gruppe Damen erzählt uns dann alles über ihr Land, inklusive ausgiebigen kulinarischen Ausflügen.

Letzten Donnerstag war also Schweden dran, sich und seine Traditionen vorzustellen. Allerdings haben wir nur eine Schwedin im Club, daher half ich ihr am Morgen bei den Vorbereitungen und schnibbelte Dieses und Jenes. Maria ist ebenfalls in derselben Tierschutzorganisation tätig (sie ist eine Pflegemama für Hunde), daher kennen wir uns gut.

Begrüßt wurden wir von ihrem Kätzchen, das artig vor dem Fenster auf die Gäste wartete – die schwedische Flagge zeigte allen, wo sie hin müssen.

Zu Anfang gibt es immer eine Präsentation. Wir lernen Neues über das jeweilige Land oder hören Altbekanntes. Und am Ende gab es diesmal ein Musikquiz – Schweden hat ja etliche weltbekannte Musiker hervorgebracht.

Dannn wurde geschlemmt. Traditionell gab es drei Gänge  – Fisch und Meeresfrüchte als Vorspeise, Fleischklößchen und Kartoffelgratin mit Hering als Hauptgericht und Applecrumple mit Vanillesauce als Dessert. Wer keinen Fisch mochte, sah leider etwas alt aus! Dazu den ein oder anderen Becher Absolut Vodka, auch ein Produkt aus Schweden, das war mir gar nicht bewusst. Boh, war das alles lecker. Und die Senfsauce war der Hammer 😉

Pappsatt und eine Ecke klüger machten wir uns später auf dem Weg nach Hause. Ich liebe diese internationalen Morgen 🙂

Eure Cindy

Mihai Eminescu (1850 – 1889)

rumänischer Nationaldichter, Lyriker, Erzähler und Essayist

 

Meinen Kritikern

Kritiker, ihr ohne Früchte,
mit den Blüten taub und matt,
leicht ist nur das Verseschreiben,
wenn man nichts zu sagen hat.

 

Grippewelle, Ahoi!

Zuerst hatte die Grippewelle Mama erwischt. Sie lag bestimmt zwei Wochen im Bett, machte nur das Nötigste und hustet noch immer etwas durch die Gegend.

Nun hat es auch mich erwischt. Mama dachte, ich hätte vielleicht eine Entzündung im Mund und bin evtl ein wenig erkältet, daher brachte sie mich heute früh zur Tierärztin. Und die stellte dann bei mir eine Lungenentzündung fest. Mama fiel aus allen Wolken, da ich ja kein Fieber habe oder niese oder huste. Aber die Ärztin meinte, meine Lunge mache eindeutige Geräusche.

Gott sei Dank wurde die Lungenentzündung früh erkannt. Nun muss ich aber jeden Tag dorthin und bekomme Antibiotikaspritzen in den Popo. Mindestens bis Ende der Woche. Zusätzlich muss Mama mir eine Salbe für meinen entzündeten Gaumen geben. Und Tropfen für die Augen.

Hoffentlich ist es bald wieder gut. Mama war ja seit Wochen wegen ihrer Bronchitis daheim und nun musste sie wieder Außerhauspläne absagen, weil sie sich um mich kümmert. Grippezeit ist halt ne doofe Zeit. Ich hoffe, ihr seid alle gesund und munter!!

Miau… Eure Emily