Archive | February 2018

Blockbusterabend – “Breathe”

Ich hab mal wieder eine Filmempfehlung für euch 🙂

Dieser wunderbare Streifen heißt Breathe und es geht um das wahre Leben von Robin Cavendish, ein Engländer, der Ende der 50er Jahre an Polio erkrankt und ab da an vom Hals abwärts gelähmt ist. Zu der Zeit hieß das ein Leben im Krankenhausbett und eine Maschine, die für den Patienten das Atmen übernimmt. Die Ärzte gaben dem 28-jährigen Robin Cavendish noch drei Monate zum Leben. Ohne jegliche Hoffnung wollte Robin einfach nur sterben, seine Frau wollte davon aber nichts hören. Unermüdlich suchte sie nach Lösungen, um ihm nach Hause holen zu können.

Mit den Jahren erfanden sie mehr und mehr Helferlein, die dem gelähmten Robin mit seinem Atmungsgerät die Lebensqualität steigerten. Gute Freunde halfen ihnen mit kreativen Ideen und standen den beiden immer treu zur Seite. Schließlich reiste das Paar zusammen mit ihrem Sohn sogar durch die Welt, stellten der Öffentlichkeit ihre Erfindungen vor und galten seitdem als Pioniere, Botschafter und Beispiel für viele Schwerbehinderte. Natürlich gab es auch Rückschläge und mehr als einmal sprang Robin gerade so dem Tod von der Schippe. Er wurde unglaubliche 64 Jahre alt.

Der Film ist mit tollen Stars wie Andrew Garfield, Claire Foy und Hugh Bonneville besetzt und ist, obwohl das Schicksal so traurig und hoffnungslos scheint, sehr leicht und positiv und transportiert die Lebenslust, die Robin Cavendish und seine Frau so auszeichnete. Sehr inspirirend und eine aufwühlende Story, die ganz großartig verfilmt wurde. Taschentücher sind übrigens auch zu empfehlen!

Eure Cindy

Pinocchio reist nach Deutschland

Kennt ihr den Pinocchio noch?

Er wohnte vom Mai bis Oktober letzten Jahres bei uns. Am Ende mochten wir beide uns nicht mehr sonderlich und zankten viel. Daher zog er in eine andere Pflegestelle der Tierschutzorganisation. Seine neue Pflegemutti ist eine angehende Tierärztin und kümmert sich sehr liebevoll um ihn.

Nun hat auch der Pinocchio sein neues Zuhause in Deutschland gefunden und packt gerade sein Köfferchen. Er reist am 9. März zusammen mit Theo und Astrid in seine neue Heimat. Auch wenn wir uns nicht so gut verstanden haben, freue ich mich sehr für den Knaben.

Alles Gute & hab ein wunderbares Leben in deiner neuen Familie 🙂

Miau… Eure Emily

Astrid reist in ihr neues Zuhause

So, nun hat auch die Astrid eine Adoptivfamilie in Deutschland gefunden und geht zusammen mit unserem Theo am 9. März auf Reisen. Sie wird zu Bibi ziehen, eine Katze, die auch von derselben Tierschutzorganisation in die Familie vermittelt wurde. Mama hatte sie damals online vorgestellt und kennt sie daher etwas.

Astrid war ein dreiviertel Jahr bei uns, länger also als jedes andere Pflegekind – obwohl sie so eine nette Katze ist, sehr aktiv (was ich als Perser nicht so mag), aber sehr freundlich. Komisch, dass es solange bis zu ihrer Adoption dauerte!

Aber nun ist es bald soweit, und wir sind uns sicher, dass sie keinerlei Probleme haben wird, sich in ihrem neuen Leben zurechtzufinden. Vicky allerdings wird sehr traurig sein, wenn ihre beste Freundin plötzlich nicht mehr da ist. Wir sind gespannt, ob sie es auch mit mir alleine aushält oder ob sie sich mehr an Mama und Papa halten wird.

Ein weiteres Pflegekind ist erstmal nicht geplant, sagen Mama und Papa. Erstens ist Papa noch bis April in Tokyo und zweitens wollen sie mir mal ein wenig mehr Ruhe gönnen. Schließlich teilte ich in den letzten 14 Monaten mein Revier grosszügig mit vielen anderen Katzen. Der Plan ist, vielleicht wieder ab den Sommerferien neue Pflegekinder aufzunehmen, wenn Pfelgestellen rar sind, weil alle in den Urlaub fahren. Mal gucken, ob sie den Plan auch umsetzen können, oder ob ich euch nicht doch bald schon wieder an dieser Stelle ein neues Pflegekind vorstellen werde. Und mal schauen, wann Vicky ihre eigene “Für-immer-Familie” finden wird.

Miau… Eure Emily

Pflaumenblüte in Tokyo

So schön blühen in Tokyo gerade die Pflaumenbäume. Flori schoss diese Fotos auf seinem Samstagsausflug mitten in der Stadt.

Während bei uns in Cluj die Temperaturen wieder unter Null rutschen, zeigt sich die japanische Hauptstadt schon viel frühlingshafter.

Nicht mehr lange, bis in Japan die berühmte Kirschblütenzeit (Sakura genannt) beginnt. Vielleicht ist Flori dann noch dort und kann uns wieder in paar schöne Fotot knipsen 😉

Eure Cindy

Blockbusterabend – “Wonder”

Neulich hab ich einen sehr schönen und tiefsinnigen Film gesehen, den ich euch empfehlen möchte. Er heißt “Wonder”, oder in Dtl “Wunder”.

Julia Roberts und Owen Wilson sind die Eltern von August (Auggie), der an einer Gesichtsdeformierung leidet. Da er seit seiner Geburt 27 Mal operiert werden musste, wurde er von seiner cleveren Mama zu Hause unterrichtet. Als er das Alter für die Middle School erreicht, melden ihn die Eltern an einer Privatschule an. Auggie kennt das Gestarre und die Ablehnung der Leute, die ihn sehen, nur zu gut, und auch an der Schule erlebt er Mobbing und die seelischen Grausamkeiten der anderen Schüler. Auggie findet bald Freunde und taut mehr und mehr auf, wird jedoch leider auch von den neuen Freunden irgendwann enttäuscht. Auggie hadert mit seinem Leben, überwindet dank seines tollen Charakters, seines einzigartigen und kluges Geistes und natürlich mit der Hilfe seiner Lieben viele Hürden.

Der Film ist total klasse aufgebaut, weil er in Kapiteln alle Sichtweisen von Auggie und den Menschen aus seinem Umfeld zeigt. Die Geschichte fesselt einen, man merkt gar nicht wie die Zeit vergeht. Die Story ist mal witzig, mal traurig, mal herrlich normal, mal wird man überrascht, und nach dem Film hab ich noch lange über Auggies Leben nachgedacht.

Wenn ihr die Chance habt “Wonder” zu sehen, macht das! Es lohnt sich 🙂

Eure Cindy

Tokio – Hiroshima – Osaka – Nagano

Kaum in Tokio angekommen hatten wir auch schon den ersten Feiertag – National Day – sowas wie der 3. Oktober in Deutschland. Zu schoen, dass er auf einen Montag gefallen ist, somit hatten mein Kollege und ich direkt ein verlaengertes Wochenende vor uns.

Fuer mich war es wichtig in den 2 Monaten hier in Japan einmal nach Hiroshima zu reisen. Atomwaffen sind leider wieder sehr present in den Nachrichten, deshalb wollte ich mir einen Eindruck verschaffen, wie schrecklich diese Waffe sein kann.

Mein Kollege und ich haben uns also einen 7-Tages Pass fuer die Japanische Bahn gekauft und schon ging es am Samstag morgen 05:00 los zum Bahnhof Tokio.

Japan hat den Shinkansen, der eine Art ICE ist. Grosser Vorteil hier ist, dass er nahezu alle 15 Minuten faehrt und mit bis zu 380km/h eine echte Konkurenz zum Fliegen ist, Nach 5h und 1x Umsteigen haben wir die 800km von Tokio nach Hiroshima hinter uns gebracht. Angekommen, hiess es gleich mal Schrim kaufen, da es den ganzen Tag regnete. Am Dom angekommen hat es mir fast die Traenen in die Augen gedrueckt.

Wir standen an einer Stelle wo innerhalb von Sekunden ueber 100.000 Menschen das Leben genommen wurde. Die verletzten und die an den Spaetfolgen der Strahlung verstorbenen nicht mal mit eingerechnet. Das Museum hat mir dann noch den Rest gegeben. Die dort ausgestellten Artefakte koennen einen nicht unberuehrt lassen. Was mir sehr gut gefallen hat ist die Art, wie die Japaner mit der Sache umgehen. Sie klagen nicht an – sie klaehren auf.

Als zweite Station haben wir uns noch das Rote Tor von Miyaijma angesehen. Sehr gut um der bedrueckende Athomsphaere des Museums zu entkommen. Am Abend haben wir uns dann noch den Palast angesehen und sind mit dem Shinkansen zuruek nach Oskaka (400km). Um ca. 24:00 haben wir unsere Unterkunft, ein Hostel, erreicht und sind sofort eingeschlafen.

In Osaka haben wir uns das Aquarium und den Kaiserpalast angesehen. Sehr imposante Bauwerke und ein wirklich schoener Kontrast zum Tag davor. Am spaeten Nachmittag ging es dann zurueck nach Tokio in unser Apartment, wo wir die Nacht verbrachten.

Montag Morgen sind wir dann wieder los zum Bahnhof Tokio mit dem Ziel Nagano.

In der Naehe von Nagano kann man die Schneeaffen bestaunen. Es handelt sich um Bergaffen, die zum Baden in die heissen Quellen aus den Waeldern kommen. Wunderschoene Tiere und vollkommen entspannt, obwohl sie ihr Bad ohne jede Privatsphaere nehmen muessen 🙂

Nachdem wir durgefrohren waren und unsere Bilder geschossen hatten ging es auch schon wieder zurueck nach Tokio. Dienstag war ja schliesslich wieder Buero angesagt.

Euer Florian

Theo reist in sein neues Zuhause

Bald ist es wieder soweit – ein weiteres Pflegekind verlässt uns in etwas mehr als 2 Wochen Richtung Deutschland. Dort hat Theo nämlich sein neues Zuhause gefunden. In Trier um genau zu sein.

Theo ist unsere Nr. 15. D.h. er ist das 15. Pflegekind, das Mama und Papa, seit sie im Januar letzten Jahres mit dem Tierschutz begonnen haben, hier bei uns aufnahmen. Eine ganze Menge, was? Finden Mama und Papa auch und hoffen, dass es in diesem Jahr nicht ganz so viele werden. Hoffentlich finden sie nicht wieder so viele augesetzte Kitten, denn das trieb die Anzahl der Gäste im letzten Jahr ganz schön in die Höhe.

Auf jeden Fall wünsche ich schon mal eine gute Reise. Ich bin mir sicher, dass sich Theo schnell und problemlos an sein neues Heim gewöhnen wird.

Miau… Eure Emily

 

Mein roter Kardinal

Ich war mal wieder beim Malen. Vielleicht erinnert ihr euch noch, im Herbst habe ich mich schon einmal an Farbe und Pinsel herangetraut, obwohl mein Talent eher unauffällig ist 🙂

Damals malten wir Kornblumen auf einer Wiese. Diesmal sollten wir eine romantische Winterlandschaft samt Rotem Kardinal, der auf dem Ast hockt und sich vor dem Schnee schützt, hervorbringen.

Vor dem Kurs fragte ich mich, soll ich mich da wirklich anmelden? Einen Vogel bekomme ich nie hin. Die Kursleiterin ist aber der Hammer. Sie zeigte uns Schritt für Schritt, was wir machen mussten und am Ende zauberte sogar ich Mal-Dummy einen Roten Kardinal auf die Leinwand, der sich sehen lassen kann.

Wie passend, dass sie jetzt zum Valentinstag gerade diesen Vogel ausgesucht hat, denn sie paaren sich fürs Leben, einmal gefunden, bleibt das Vogelpaar bis zum Tod zusammen. Ist das nicht romantisch?

Jetzt fehlt mir allerdings Flori, der mir das Bild daheim an die Wand nagelt… 😉

Eure Cindy

Happy Valentine’s Day

Ja, du bist mein

Ich wills dem blauen Himmel sagen,
Ich wills der dunklen Nacht vertraun,
Ich wills als frohe Botschaft tragen
Auf Bergeshöhn, durch Heid und Aun.
Die ganze Welt soll Zeuge sein:
Ja, du bist mein!
Und ewig mein!

In meinem Herzen sollst du leben,
Sollst haben, was sein Liebstes ist,
Du sollst, von Lieb und Lust umgeben,
Ganz fühlen, dass du glücklich bist!
Schließ mich in deine Arme ein!
Ja, du bist mein!
Und ewig mein!

Hoffmann von Fallersleben

Der treue Hachiko

Kennt ihr die Geschichte des Hundes Hachiko?

Hachiko ist ein Akita, dass ist eine japanische Hunderasse, eine Art Spitz – nur in groß 🙂 Er wurde Anfang der 20er Jahre in der Präfektur Akita geboren und gehörte einem Uniprofessor. Der Professor, seine Frau und sein Hund zogen nach Tokyo, und von da an bürgerte es sich bei den beiden so ein, dass der Hund seinen Besitzer jeden Abend von der Bahnhofsstation in Tokyo abholte.

Der Professor starb ein Jahr später plötzlich während einer Vorlesung an einer Hirnblutung. Seine Witwe verließ die Stadt daraufhin und Hachiko wurde zu Verwandten in Tokyo gebracht. Dort riess er immer wieder aus, erschien  zu seiner festen Abholzeit am Bahnhof und wartete auf sein Herrchen. Irgendwann war es den Verwandten zu blöd und der ehemalige Gärtner des Professors, der in der Nähe des Bahnhofs wohnte, nahm sich seiner an.

Mit der Zeit gewöhnte man sich am Bahnhof daran, dass Hachiko jeden Tag kam, jemand richtete ihm sogar ein Ruheplätzchen ein. Als ein ehemaliger Student des Professors vom treuen Hachiko hörte, schrieb er einen Artikel über die Geschichte und dadurch wurde Hachiko in ganz Japan berühmt. 1934, also noch zu Lebzeiten, wurde ihm zu Ehren an diesem Bahnhof eine Statue errichtet.

Die Statue, neben die Flori nun stand, ist aber nicht das Original. Das wurde während des 2. Weltkrieges eingescmolzen weil Kupfer gebraucht wurde, aber später wurde Hachikos Abbild erneut erschaffen. Es gibt auch noch eine Statue vor dem Bahnhof in der Präfektur Akita.

1935 starb auch Hachiko. 10 Jahre hatte er vergeblich auf sein Herrchen gewartet. Alle Medien berichteten vom Tod. Sein Körper wurde perpariert und steht heute noch im Nationalmuseum der Naturwissenschaften in Tokyo.

Das also ist die Geschichte von Hachiko. Das Ganze wurde vor einigen Jahren sehr liebevoll mit Richard Gere als Uniprofessor verfilmt. Sollte man nur alleine und nur mit Taschentüchern in Reichweite anschauen.

Eure Cindy