Archive | October 2017

Mein Meisterwerk

Basteln, Malen, Stricken, Häkeln – alles schon mehrfach gemacht aber nicht so sehr meins. Ich kann zwar Kleidungsstücke oder Ähnliches wieder flicken, doch dann hört es bei mir mit der Kunst schon auf. Vor vielen Jahren versuchte ich mich im Töpfern. Über das Resultat lacht die Welt noch heute.

Allerdings gab es mal einen tollen Acrylmalkurs in Horgen, und das Bild, welches ich dort malte, hängt heute in der Berghütte und ich schaue es mir wirklich sehr gerne an.

Mit diesem Gedanken im Hinterkopf war ich sofort dabei, als der Frauenverein in Cluj einen Malkurs organisierte. Malen und Cocktails war das Thema, und somit begann mein Dienstag in der Früh um 10 mit Alkohol… 😉

Draußen regnete es in Strömen und schaut mal, mit Blick auf den See malt es sich gleich nochmal so gut, was?

Die Dame, die diese Kurse leitet, ist wirklich toll. Sie erklärte den Dummies unter uns Schritt für Schritt was zu tun ist und 2 Stunden später war es fertig  – mein Meisterwerk 🙂

Es hängt nun in der Wohnung in Cluj in der Küche und bringt orgendlich Farbe in den Raum.

Anschließend gab es noch ein leckeres Essen – zur Belohnung nach der harten Arbeit versteht sich…

Eure Cindy

Barbara in Concert

Nächste Woche Samstag ist es wieder soweit. Unsere Freundin Barbara hat mit den Albrechtstrings ihr nächstes Konzert in Zürich. Vor einigen Jahren konnten wir sie schon einmal live erleben und es war wirklich der Hammer. Sehr sehr schön!

Gespielt werden diesmal Klassiker von Joseph Haydn, Johann Pachelbel und dem großartigen Felix Medelssohn.

Wenn ihr Zeit und Lust habt, schaut einmal vorbei und unterstützt Barbara mit eurem lautesten Applaus. Wir denken hier in Rumänien an sie und wünschen ihr ganz viel Spass und Freude während ihres Autritts.

Weitere Informationen unter https://www.albrechtstrings.net/

Eure Cindy

Blockerbusterabend – “The Founder”

Gehört ihr (wie ich) zu den Leuten, die sagen: “Naja, ab und zu McDonalds kann ja nicht schaden”. Und dann geht ihr dort hin und denkt, dass das Essen eigentlich weder frisch noch lecker ist. Und wohl fühlen kann man sich dort eigentlich auch nicht. Es stillt den Hunger, mehr nicht.

Jetzt gibt es den Film zur Gründergeschichte der Fast-Food-Kette; und wenn ihr eh schon nicht den größten Bock auf diesen Laden hattet, werdet ihr, nachdem ihr den Film gesehen habt, gar nicht mehr hingehen wollen.

Michael Keaton spielt den Gründer (the Founder) Ray Kroc, der in den 50igern ein erfolgloser Vertreter war, durch Zufall aber in Kalifornien auf die McDonald Brüder stieß, die dort einen erfolgreichen Burgerladen führten, der als erstes Unternehmen überhaupt auf Fast-Food setzte -alles eigene Ideen, eigene Prozesse und Eigeninitiative. Die Brüder sind eher konservativ und wollen ihre guten Prozesse und die hohe Qualität erhalten. Daher halten sie nicht viel von der Idee des Vertreters, aus McDonalds einen Franchise in den ganzen Staaten zu machen.

Ray Kroc schafft es dennoch einen Vertrag bei den Brüdern zu ergattern, der es ihm unter strengen Vorgaben erlaubt, McDonalds Filialen zu eröffnen. Nach ersten Niederschlägen stellt sich bald der Erfolg ein. Doch sein Verdienst bei den Brüdern und der Erfolg reicht Kroc lange nicht aus, so dass er schon bald Löcher sucht, um den Vertrag mit den Brüdern zu umgehen und seine eigene Gier zu befriedigen. Stück für Stück macht Kroc sein eigenes Ding, bis letztendlich die Brüder verdrängt wurden, Ray Kroc sich als Gründer der Fast-Food-Idee präsentierte und mit einem dubiosen Deal dafür sorgte, dass die Brüder nicht nur ihre Filialen sondern auch alle Rechte und den ersten McDonalds-Laden in Kalifornien verloren. Der Name wurde geschützt, so dass die Brüder sogar im Grunde ihre “Identität” verloren.

Hartnäckigkeit, Frechheit, Unverschämtheit, Sinn fürs Verbiegen von Gesetzen und Verträgen, gepaart mit ekelhaften Ehrgeiz und Skrupellosigkeit – so machte Ray Kroc aus McDonalds eine Weltmarke, wurde selber steinreich, entsorgte seine langjährige Ehefrau für ein junges, blondes Ding und war wahrscheinlich auch noch sehr zufrieden mit sich selber. Michael Keaton spielt diesen Typen auf genialste Weise (wen oder was kann Michael Keaton eigentlich nicht spielen).

Groß zu denken ist eine Sache, dabei über Leichen zu gehen eine andere. Die Anfänge der McDonald Brüder haben was vom amerikanischen Traum, mit harter Arbeit vom Tellerwäscher zum Millionär zu werden, eine löbliche Ambition wie ich finde. Alles, was danach kam, mag ich nicht guteißen und daher sage ich nun nicht mehr:” McDonalds kann man ab und zu machen.” sondern “McDonalds, nein Danke!”

Eure Cindy

 

 

 

Hilfe für einen kleinen Hund

Dieser süße Knabe tauchte im Juni plötzlich vor unserer Berghütte auf. Er freundete sich mit Mutti und 50Bani, den anderen beiden Hunden hier bei uns auf dem Bergkamm, an und schien auch zu vielen anderen herrenlosen Hunden, die hier oben wohnen, einen guten Draht zu haben. Aber wo kam er plötzlich her?

Der kleine Hund ist extrem zutraulich. Wir konnten ihn von Anfang an auf dem Arm nehmen und umhertragen und er ließ sich bei jeder Gelegenheit kuscheln. Wahrscheinlich wurde er ausgesetzt, denn er passt vom Aussehen her so gar nicht zu den anderen Hunden und er hat auch sehr gute Manieren, die sicher antrainiert sind. Nun ja, dachten wir, frisst halt ein weiterer Knabe vom Trockenfutter, das wir immer auslegen, wenn wir oben in den Bergen sind.

Im September dann  – bei 8 Grad und Regen – stand er plötzlich im Garten und zitterte wie Espenlaub. Da wurde uns erst richtig bewusst, dass er eigentlich nicht in diese Gegend gehört und dass er im kalten Winter auf 1200 Metern Höhe, wo es gerne mal über -30 Grad kalt wird, keine Chance hat. Wir fragten, ob die Tierschutzorganisation uns helfen kann. Sie wollten es versuchten. Also brachten wir ihn nach Cluj, finanzierten Kastration und Unterbringung bis er eine Pflegestelle fand und tatsächlich nahm ihn schon bald eine Dame bei sich auf.

Er heißt nun übrigens Sammy – in Erinnerung an unserem Familienhund, der uns 15 Jahre jeden Tag glücklich machte. Nun hat auch dieser kleine Sammy bald schon seine Chance auf eine Adoptivfamilie; entweder hier in Rumänien oder in Deutschland.

Eure Cindy

 

Guts Nächtle

Ich wünsche Dir eine gute Nacht, das Lichtlein wird nun ausgemacht.
Träum was schönes, schlafe fein, denn bald wird es wieder morgen sein.

 

Miau… Eure Emily

Gute Reise, Marco

Viele von euch fragen immer, wie es dem Marco so geht. Zur Erinnerung, das ist der liebe Knabe, den wir in der Nähe unserer Berghütte so schwer verletzt fanden – wahrscheinlich hatte ihn ein Auto übel erwischt. Er war ab der Körpermitte gelähmt. Glücklicherweise gibt es in der Tierschutzorganisation eine tolle Dame, die sich aufopferungsvoll vorallem um behinderte Hunde und Katzen kümmert, und die sich auch Marco bei sich aufnahm.

Zu Anfang machte der Rüde auch ganz toll mit. Sein Lebenswille war da, und mit dieser so wichtigen Vorrausetzung haben auch behinderte Tiere eine gute Chance, ein glückliches Leben zu führen. Marco allerdings entschied sich nach und nach, dass dieses Leben nichts für ihn ist. Er war zu gesunden Zeiten eine Hütehund, machte selbstständig seine Arbeit und hatte jeden Tag Aufgaben zu verrichten. Das viele Nichtstun lag ihm nicht. Er ließ mehr und mehr den Kopf hängen, machte nicht mehr bei der Pflege richtig mit und entwickelte eine Hautkrankheit nach der anderen.

Seine Pflegemama spürte dann auch, dass er sagt, er mag nicht mehr. Sie sprach mit uns und mit anderen Leuten in der Organisation, die Marco kannten, und alle waren wir uns einig, dass er die Chance auf ein neues Leben bekommen soll. So ließen wir ihn gehen und weiterreisen…

Ein grosses Dankeschön an diese tapfere Dame, die vielen Tieren eine Chance gibt, wo andere Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mehr bereit dazu wären. Und alles Gute an Marco, diesem schönen und tollen Hund, den wir eine Zeit lang auf seinem Weg begleiten durften.

Eure Cindy

Unser Pflegekind Kolja

In Sachen Katzenpflegestelle gab es mal wieder ein paar Veränderungen bei uns im Haus. Schon vor drei Wochen ergab sich was Neues, aber als gemütlicher Perser komme ich nicht immer gleich dazu, den Laptop auszupacken und die Tatzen in die Tastatur zu hauen 🙂

Pinocchio, unser weißer kräftiger Kater, wohnt seit ein paar Wochen in einer anderen Pflegestelle. Seine neue Pflegemutti ist eine französische Veterinärstudentin, die hier in Cluj zur Uni geht. Da hat er es wirklich schön und ist bestimmt richtig gut aufgehoben.

Dafür zog dieser Knabe hier bei uns ein. Kolja, 4 Monate alt und super verschmust. Mama sagt, er sei ein Dauerkuschler. Immer will er gekuschelt und gestreichelt werden. Sogar wenn Mama am Laptop arbeitet, legt er sich um ihre Schultern und pennt dort einfach ein. Die anderen Mädels im Haus, Astrid und Vicky, lassen ihn manchmal nicht mitspielen. Das macht ihm aber wenig aus. Entweder drängelt er sich trotzdem ins Spiel oder er geht zu Mama und Papa zum Schmusen. Als ganz kleines Baby war er sehr schlimm erkältet. Daher kam er zur Tierschutzorgansisation, wo man ihn wieder aufpäppelte. Er fraß nicht und musste sogar künstlich ernährt werden. Ja, das ist seine Story. Ein lieber Kerl. Hat was von einem Muttersöhnchen, aber da gibt es ja unzählige Katzenliebhaber, die das mögen!!

Nächste Woche bekommt er seine Impfungen und dann stellt Mutti ihn online den Leuten vor. So ein Schmuser findet bestimmt total schnell ein neue Zuhause 🙂

Ich bin ja schon gespannt, welche felinen Gäste mit uns ins Weihnachtsfest gehen werden und wer vorher noch sein Päckchen schnüren und nach Deutschland reisen wird.

Miau… Eure Emily