Archive | March 2017

Ausflug nach Alba Iulia

Seit langem machten Florian und ich am Samstag mal wieder einen Ausflug. Der Frauenverein organisierte nämlich einen Tripp in die Nachbarstadt Alba Iulia (zu deutsch Karlsburg – nach Karl VI). Der Ehemann einer unserer amerikanischen Damen ist Geschichtsprofessor hier in Cluj und hat uns großzügig eine Tour durch die renovierten Wehranlagen und Kirchen in der Altstadt angeboten.

Für Flori und mich war es der erste Ausflug nach Alba Iulia – da wollten immer schon mal hin, und daher entschieden wir uns diesmal gegen die Berge und für Stadt.

Bis 107 n.Chr. gehörte Alba Iulia zum dakischen Reich. Dann kamen aber die Römer, eroberten die Region und drückten ihr ihren Stempel auf. Die Römer machten es zur Verwaltungszentrale der Silber- und Goldvorräte, die im benachbarten Siebenbürgischen Erzgebirge abgebaut wurden.

Ca. 270 n. Chr. verzogen sich die Römer wieder. Es kamen dann die Goten, Gepiden, Ungarn, Awaren und schliesslich die Slawen (denen ich laut DNA-Test auch angehöre!!!). Später gaben nochmal die Ungarn für lange, lange Zeit Ton an, bis im Mittelalter die Osmanen ins Land einfielen. Kriege mit den Osmanen waren hier in Rumänien leider keine Seltenheit. Manche Auseinandersetzungen haben sich tief im rumänischen Nationalstolz verankert. Dementsprechend mürrisch ist man hier, wenn die Türkei mal ein Thema ist. Während die Deutschen (in der Vergangenheit zumindest) in Scharen zur Urlaubssaison an den Bosporus flogen, spielt es hier kaum eine Rolle. Der Rumäne fliegt viel lieber nach Griechenland – oder verbringt seine Ferien am heimischen schwarzen Meer.

Die Festungsanlagen von Karlsburg wurden aufwendig renoviert und man kann ganz wunderbar alles anschauen, spazieren gehen, einen Kaffee trinken oder in eines der vielen Museen gehen.

Das Mittagessen war übrigens auch ein Highlight.

In der Wehrmauer eingebettet gibt es nämlich ein mittelalterliches Restaurant.

Es ist tatsächlich recht düster in dem grossen Kellerraum. Überall hängt mittelalterliche Deko und man sitzt an und auf rustikalen Holzmöbeln. Das macht wirklich was her und scheint gerade die Touristen in grossen Gruppen anzulocken.

Das Essen enttäuschte auch nicht, und so verbrachten wir in grosser Runde fast genauso viel Zeit mit dem Mittagessen, wie wir für die Tour mit unserem Geschichtsprofessor benötigten 🙂

Am Nachmittag fuhren wir die 1,5 Stunden zurück nach Cluj und freuen uns schon auf unser nächstes Wochenende in den Bergen 🙂

Eure Cindy

 

 

Unsere Streuner beim Tierarzt

Zur Zeit scheinen wir unsere Freizeit wohl ganz den Tieren verschrieben zu haben, was? Emily hat euch ja schon so Einiges über unsere beiden Pflegekatzen erzählt. Die halten uns ganz schön auf Trab. Drei Katzen im Haushalt machen tatsächlich auch drei Mal so viel Arbeit, vor allem wenn sie wie Emily, Fiona und Marvin so von Grund auf verschieden sind – unterschiedliche Charaktere und unterschiedliche Wünsche und Vorlieben haben. Heute gehen wir mit Fiona zum Tierazt, um sie vor ihrem grossen Umzug zu ihrer Familie in Deutschland noch einmal gründlich durchzuchecken. Und Marvin ist mit von der Partie, der bekommt einige Impfungen.

Aber auch die Hunde, die auf unserem Bergkamm leben, haben bewegte Wochen hinter sich. Zumindest drei von ihnen. Wir brachten Mutti und ihre beiden Kinder (ein Rüde und ein Mädchen) nämlich nach Cluj in die Klinik, die auch mit der Tierschutzorganisation Nuca zusammen arbeitet. Dort wurden sie alle durchgecheckt und geimpft und danach sterilisiert bzw. kastriert. Das war uns besonders bei den Mädchen wichtig, denn sie bringen wieder neuen Nachwuchs an, der sich dann dort oben in der Skiregion mühsam Nahrung suchen muss. Es wäre uns ja am liebsten, alle Hündinnen, die dort bei unserer Berghütte leben, sterilisieren zu lassen. Aber einige von ihnen sind sehr scheu, daher ist das eher schwierig. Wir bleiben aber dran, versuchen ihr Vertrauen zu gewinnen und dann sehen wir weiter.

Mutti und ihren beiden Kinder geht’s gut. Sie sind zurück in den Bergen und toben wieder gemeinsam durch die Gegend.

Jetzt beginnt auch wieder die Zeit, wo die Tierärzte und Tierschutzorganisationen mit ausgesetzen und streunenden Müttern und ihren Welpen alle Hände voll zu tun haben.

Falls ihr auch Hunde oder Katzen besitzt und keine Zuchtabsichten hegt, lasst eure Tiere bitte unbedingt kastrieren. Das hat eigentlich nur Vorteile. Die Tiere leben ein ruhigeres Leben, es gibt keinen ungewollten Nachwuchs, und auch gesundheitlich haben vor allem die Jungs Vorteile, da sie an den fehlenden Körperteilen schon mal nicht mehr erkranken können.

Wenn ihr uns hier Rumänen auch ein wenig unterstützen möchtet, schaut doch mal auf die deutsche Webseite von Nuca:

https://www.nuca-in-deutschland.de/so-können-sie-helfen/

Da gibt es unzählige Möglichkeiten 🙂

Habt alle ein schönes Wochenende!

Eure Cindy

 

 

 

Marvin sucht ein Zuhause

Ich hab euch neulich ja versprochen, mich wieder zu melden, wenn Marvin bereit für eine “Für-immer-Familie” ist. Hier also ist der Link zu den Katzen von Nuca in Deutschland, wo ihr auch unseren neuesten Platzbesetzer findet 🙂

https://www.nuca-in-deutschland.de/suche-betreutes-wohnen/katzen/

Daumen drücken, dass er ebenso schnell und eine ebenso liebe Familie findet wie Fiona.

Miau… Eure Emily

Marvin in der Berghütte

Am Freitag Abend ging es das erste Mal zu dritt mit Marvin in die Berge. Wir verbrachten das Wochenende dort und der junge Bursche hatte einiges zu entdecken. Auto fahren scheint er noch nicht soooo sehr zu mögen, er beschwerte sich während der Fahrt ein paar Mal, aber das kommt schon noch. Papa nimmt die Kurven schon mal recht schnittig und dann schimpft Mama immer und sagt: “wir haben die Kinder im Auto…” hahaha 🙂

Als erstes entdeckte Marvin im Haus meinen alten roten Kratzbaum und machte es sich prompt drauf gemütlich. Der ist aber schon ein bisschen kapautt, den kann er also haben!!

Dann entdeckte er die Hühnchenbrust, die Mama zum Auftauen auf die Küchentheke legte. Er öffnete die Tüte, futterte das Ding komplett auf und am Samstag gabs für Mama und Papa dann was Vegetarisches zum Mittagessen:-) 🙂

Dann entdeckte er meinen anderen Kratzbaum und stopfte seinen langen Körper elegant dort hinein und schlief weiter. Hm.. den geb ich ja nicht so gerne her, hab ich ihm das auch so gesagt und als das Baumloch wieder frei war, hab ich mich sofort hineingepflanzt und aufgepasst, dass Marvin hier nicht gleich zu viele Gerüche verbreitet.

Dann entdeckte Marvin, dass man im Wohnzimmer super gut auf die Gardinenstange springen kann. Papa traute seinen Augen kaum, als er ihn dort oben hocken sah. Mama hingegen freute sich, dass er mit seinen grossen Hinterläufen einfach hochhopste und die Gardine heil liess 🙂

Und dann entdeckte er, dass man mit Mama schön auf dem Sofa schlummern kann.

Ganz schön viele Eindrücke für so einen jungen Kater. Aber er ist ja erst knapp ein Jahr alt und muss sowieso noch viel lernen. Er ist nämlich noch ein bisschen tollpatschig – fällt überall runter, läuft immer mal wieder wogegen, haut sich die Nase – er ist halt in einem Entdeckeralter, muss alles erkunden, guckt in die eine Richtung und läuft dabei in die andere, hahaha, manchmal rennt er auch voll in mich hinein, dass kriegt wieder ein bisschen lautes Gefauche, was so viel bedeutet wie: Auf dem Flur wird nicht gerannt!!! 🙂

Miau… Eure Emily

Weisswurstfrühstück

Im rumänischen Lidl ist grad “Alpenwoche” 🙂

Wie verwöhne ich meinen Göttergatten also besser, als mit einem urig bayrischen Weisswurstfrühstück am Sonntagmorgen in der Berghütte mitten in den Karpaten…

Eure Cindy

Mein neuer Kratzbaum

Drei Katzen in der Wohnung in Cluj verlangen nach genügend Schlafmöglichkeiten! Schliesslich sind Fiona und Marvin richtig gute Platzbesetzer.

Schaut einmal, das ist er nun – mein neuer Kratzbaum. Mama sagt, ich solle “unser neuer Kratzbaum” schreiben. Aber nö, der ist für mich. Der steht im Wohnzimmer und ich kann von hier aus die Lage sehr gut überblicken. Und dieses Baumloch ist der Hammer. Sieht es nicht irgendwie persisch aus? Also war es von vornherein für einen Perser gedacht, nicht wahr?? 🙂

Was? Was macht Marvin denn da? Och nee, der Typ packt sich mit seinen langen Beinen aber auch überall hin.

Haha, oder es gefällt ihm neben meinem Bild zu schlafen. Ich bin nämlich das “März-Bild” im diesjährigen Kalender 🙂 🙂

Miau… Eure Emily

Fionas grosse Reise

Fiona macht sich flott für ihre bevorstehende grosse Reise 🙂

Sie wohnt nun seit fast 2 Monaten bei uns, und schon kurz nachdem sie im Internet zur Adoption vorgestellt wurde, meldete sich eine Familie aus Deutschland, die Fiona ganz niedlich findet. Nuca in Deutschland sprach mit der Familie, besuchte sie auch und seit dieser Woche steht fest, dass Fiona zur Familie passt und die Familie zur Fiona 🙂

Am 31. März geht’s los. Dann verlässt sie zusammen mit anderen geretteten und vermittelten Katzen und Hunden Cluj, und macht sich auf in Mamas und Papas Heimatland.

Die von Nuca machen das wirklich gut. Da steckt so viel Arbeit und Herzblut dahinter und zahllosen Tieren wird Dank ihnen geholfen.

Auto fahren macht Fiona ja Gott sei Dank nix aus. In weniger als 2 Wochen geht’s los. Hm, noch sieht sie aber ganz entspannt aus und schmust mit Mama und Papa auf dem Sofa.

Miau… Eure Emily

 

Unser Pflegekind Marvin

Na, da haben wir’s! Das zweite Pflegekind zog diese Woche Montag bei uns ein. Fiona ist auch noch da, aber es gibt Neuigkeiten. Dazu später mehr. Erst einmal möchte ich euch den neuen Platzbesetzer vorstellen, den die Tierschutzorganisation Nuca uns fröhlich ins Haus setzte.

Das ist Marvin (den Namen hat ihm Mama gegeben). Er ist fast ein Jahr alt und ein hektischer Knabe mit langen Beinen und noch längeren Hinterläufen. Er wohnte, wie Fiona, zwischen Wohnblöcken auf der Strasse. Nuca kastrierte ihn und setzte ihn wieder in seine Wohngegend, die war recht sicher. Aber nach der Kastration war Marvin nicht mehr der starke Typ und machte einen auf Kumpel mit anderen Katzen und vor allem mit Hunden. Zu viel Liebe im Überlebenskampf ist eher hinderlich und daher nahm Nuca ihn auf und suchte für ihn eine Pflegestelle. Gesucht – Gefunden – hier bei mir, auf meinen Kratzbäumen schläft er nun, macht Haufen in meine Toiletten, aber – anders als Fiona – ist er kein Futterdieb. Im Gegenteil, ihm schmeckt mein Sheba nicht, hahaha.

Er ist ja noch jung und spielt gerne. Manchmal ist mir das zu viel und dann kriegt er eins angefaucht. Und manchmal mault er zurück. Ansonsten kommen wir schon nach der kurzen Zeit recht gut klar. Mama sagt, Marvin sei supersozial und hätte einen tollen Charakter. Aber er verliert grad viele Haare, was Mama, der alte Putzfreak, nicht so dolle findet und immer schön hinter ihm hersaugt. Auch sonst hat Mama mit drei Katzen alle Hände voll zu tun. Sie sagt, es sei, als hätte sie plötzlich drei Kinder und fällt prompt abends ausgelaugt und müde ins Bett. Und dann kommt Marvin und spielt nachts um drei Uhr mit ihren Füssen 🙂 🙂 Arme Mama, aber sie wollte es ja so!

So, das war’s dann auch mit der Aufnahme von Pflegekatzen. Papa meinte, es passen genau 3 Katzenkisten auf dem Rücksitz vom Ford – so dass wir alle mit zur Berghütte können. Und drei sind wir ja nun. Das heisst wir sind voll – nix geht mehr!

Wenn Marvin im Internet zur Adoption vorgestellt wurde, poste ich euch wieder den Link. Dann seht und lest ihr von ihm etwas mehr 😉

Miau… Eure Emily

Mittagsschläfchen

Pssst… nicht so laut, Flori und Fiona schlummern gerade neben mir vor sich hin 🙂

Sonntag Nachmittag in der Berghütte. Da sind wir alle von der alten Woche geschafft, schlafen uns schön aus und freuen uns auf all die Dinge, die die neue Woche bringen wird.

Auf jeden Fall wird der kommende Montag männliche Verstärkung für Florian mit sich bringen. Dann zieht nämlich ein weiteres Pflegekind von Nuca zu uns – Marvin, ein 11 Monate alter Kater. Aber pssst… davon wissen Fiona und Emily noch nichts. Also bitte nix verraten! Na, die werden Augen machen 🙂

Eure Cindy

 

And the Oscar goes to… 2017

Ach, was war das wieder für eine lange, aufregende und lustige Nacht. Und ich will damit nicht mit unserer guten Ehe prahlen… ich meine vielmehr die 89. Oscars, die vor einer Woche vergeben wurden.

Der Fehler am Schluss der Verleihung – als in der Königsdisziplin der falsche Film ausgerufen wurde – überschattet nun aber leider alles. Obwohl die Verleihung ansonsten sehr schön war.

Der Moderator war in diesem Jahr Jimmy Kimmel. Er hat in den USA eine Late-Night-Show, ist richtig richtig witzig und ficht schon seit Jahren einen öffentlichen Kampf mit Matt Damon aus. Sie ziehen sich immer mal wieder ordentlich durch den Kakao, streiten sich vor laufender Kamera, bezichtigen sich gegenseitig allerhand Dinge und sind in Wahrheit doch dicke Kumpels.

Ich habe mich natürlich, wie jedes Jahr, gut auf die Oscars vorbeireitet, in dem ich alle “wichtigen” Filme vorher anschaute. “La La Land” ging als grosser Favorit ins Rennen und bekam am Ende auch 6 Trophäen. Emma Stone war grandios wurde zu Recht als beste Schauspielerin gekürt. Ansonsten machte der Film mich aber überhaupt nicht an, und daher war ich nicht unbedingt komplett aus dem Häuschen, als der Streifen, der das verrückte Leben in Hollywood zeigt, auch die Oscars für beste Regie (mit 32 Jahren jüngster Oscarregisseur aller Zeiten) und bester Song bekam. Als bester Film ging er (nachdem er schon als Siegerfilm ausgerufen wurde) aber leer aus. Diesen Titel räumte der Film “Moonlight” ab.

In den vergangenen Jahren jammerten ja alle über die “Oscars so white”. Dem konnte ich noch nie so 100% zustimmen, in diesem Jahr waren die Oscars aber so diversifiziert wie noch nie. Beste Nebenrolle männlich (vom Film “Moonlight”) und beste Nebenrolle weiblich (aus “Fences”) gingen an Afroamerikaner.  “Hidden Figures”, “Lion” viele Dokus von und über Afroamerikaner, Flüchtlinge und viele andere “non-white” Themen waren in diesem Jahr Programm und bekamen diese wertvollen Nominierungen/Auszeichnungen. Jimmy Kimmel meinte, dass seit Trump eh nichts mehr so rassistisch sei, wie die amerikanische Politik 😉

Trump war natürlich ein grosses Thema und musste im eher demokratischen Hollywood für viele Sprüche herhalten. Es ist ja fast schon legendär, wie der Präsident Meryl Streep als maßlos überbewertete Schauspielerin bezeichnete, nachdem sie ihn bei den Golden Globes offen kritisierte. Jimmy Kimmel hatte dazu auch einige Kommentare, die für grosse Lacher sorgten. Viele Promis trugen übrigens blaue Schleifchen, um ihren Unmut über die gewählte Administration zum Ausdruck zu bringen.

Der “Publikums-Gag” des Jahres war der Hammer. Ich habe mich kaputt gelacht, als eine Tourbusgruppe, die dachte, sie schaue sich Hollywoodstandorte an, ahnungslos in die Oscarshow geleitet wurde. Jimmy Kimmel empfing sie, machte seine Sprüche, führte die verdutzten Menschen an all den Stars vorbei, die sehr offen auf die Touris zugingen und auch kleine persönliche Geschenke machten. Denzel Washington (der leider nicht den Oscar als bester Hauptdarsteller für “Fences” bekam) vermählte sogar ein verlobtes Paar live vor Ort 🙂

Apropos bester Hauptdarsteller. Matt Damon macht bekanntlich fantastische Filme. Allerdings konnte mich “Manchester by the Sea”, den er mitproduzierte, nicht wirklich hinterm Ofen vorlocken. Michelle Williams und Casey Affleck langweilten mich schon in anderen Filmen und ruinierten für mich auch diese tragischen Story. Casey Affleck (Ben’s Bruder) wurde dann auch noch als bester Hauptdarsteller gekürt. Nach der Show wurden auch prompt seine Skelette aus dem Keller geholt, denn vor 7 Jahren klagten ihn 2 Frauen wegen sexueller Nötigung an. Die Klage wurde aber angeblich gegen eine grosszügige Zahlung gegen den Willen der Damen eingestellt. Das wurde natürlich sofort wieder thematisiert, und vorallem Hollywoods Frauen fragen sich, ob ein Mann mit dieser (wenn auch ungeklärten) Vorgeschichte die grösste Schauspielerauszeichnung der Welt erhalten sollte. Hm.. schwierig…

In der Kategorie bester ausländischer Film war mit “Toni Erdmann” auch ein deutscher Streifen vertreten. Der Film spielt teilweise in meiner aktuellen Wahlheimat Rumänien und hatte auch grosse Chancen auf den Sieg, bis der Regisseur des nominierten Films aus dem Iran seine Teilnahme bei den Oscars aus Protest gegen Trump und seine Politik absagte. Obwohl der Film sicher grosse klasse ist, war es keine Überraschung, dass er gewann und somit auch ein Statement live vor Millionen von Zuschauern verlesen wurde, das wiederum den Präsidenten und seine Schergen kritisierte. Alles ganz schön politisch in diesem Jahr. Und ich denke, das ist gut so!!!

Ja und dann passierte noch der grosse Faux-pas, als der selbe Umschlag 2x rausging. Zuerst wurde Emma Stone in “La La Land” gekürt, danach merkten die Laudatoren Dunaway und Beatty nicht, dass sie für den besten Film erneut diesen Umschlag in den Händen hielten und posaunten “La La Land” als besten Film heraus.  Es kamen alle auf die Bühne, bedankten sich und dann kam der Aufnahmeleiter dazu und brachte den richtigen Umschlag, der zeigte, dass der eigentliche Gewinner “Moonlight” ist. Auweia. Der arme Beatty erklärte sich noch, alle schauten erschrocken in die Runde und perfekt war der vielleicht grösste Skandal der Oscargeschichte. Die Dame und der Herr von Pwc, die die Umschläge rausgeben, tauchten nach der Verleihung unter und dürfen angeblich auch nicht mehr an weiteren Shows teilnehmen.

Zum Schluss muss ich noch sagen, dass ich sehr froh bin, dass nicht mehr Frau Carpendale am roten Teppich die Interviews mit den Stars führte, sondern Steven Gätjen erneut das Zepter übernahm. Er macht das so toll und soll bitte auch im nächsten Jahr wieder diesen Job machen!!

Eure Cindy