Archive | October 2016

Die erste Nacht in der Cabana

Am Wochenende war es soweit. Wir verbachten endlich unsere erste Nacht in der Berghütte. Zusammen mit Emily versteht sich 🙂

img-20161030-wa0000Mit einem Monat Verzögerung können wir tatsächlich im Haus wohnen. Einzig das fliessend Wasser und die Zentralheizung fehlt noch. Daher mussten wir etwas improvisieren. Der Ofen macht allerdings das Haus warm und mit dem Wasserkocher haben wir heisses Wasser für Küche und Bad. So kann man leben 🙂 Für diese Woche hat sich der Klempner erneut angemeldet. Mal schauen, was es bei unserem nächsten Wochenendaufenthalt dann wieder alles zu entdecken gibt.

Emily hat das Haus ausgiebig erkundet und fühlte sich erstaunlich schnell wohl. Nach der ersten Nach bot sich uns am Sonntagmorgen aus dem Schlafzimmerfester dieser Sonnenaufgang, der allerdings bald vom Schneefall geschluckt wurde. Während wir in Cluj Plusgrade haben, schneite es auf 1200 Meter und die Tagestemperatur kroch mehrmals unter Null. Puh, da wird’s mir schon zu kalt und ich beobachte die Flocken vom gemütlichen und warmen Wohnzimmer aus.

img_5818Flori ist ja bekanntlich ein Wintermensch und hatte seinen Spass beim Grillen. Er bastelte sich vor dem Keller eine Feuerstelle aus übriggebliebenen Baumaterialien und los ging’s… mmhh lecker!

Genauso idyllisch und erholsam haben wir uns das alles vorgestellt. Die viele Arbeit der letzten 1.5 Jahre zahlte sich wirklich aus. Nun sind wir also Hausbesitzer. Unser Altersruhesitz ist fast fertig und kann gerne von euch besucht werden 😉

Eure Cindy

 

 

Und dann hat es gekracht…

…. an der roten Ampel, auf dem Weg zum Baumarkt.

th99p8v6adDas war unser erster Unfall in Rumänien. Eigentlich sagten wir schön öfter zueinander, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis es passiert. Es gibt schliesslich einen Grund dafür, dass Rumänien in den Statistiken der Verkehrstoten jedes Jahr ganz weit oben mitspielt. Im Jahr 2014 war Rumänien auf Platz zwei, hinter Lettland. Im Jahr 2015 teilte sich Rumänien mit Bulgarien sogar den ersten Platz.

Handy am Ohr, Rauchen, Essen, Rasen auf allen möglichen Strassen, Überholen vor der Kurve, Überholen in der Kurve, einfache / doppelte Linien ignorieren. nicht gucken, Drängeln, unkontrolliertes Bremsen, Spur nicht halten können, nicht blinken, nah Auffahren, einfach Rückwärtsgang einlegen, Einbahnstrassen ignorieren, einfach ausparken ohne gucken, Fussgänger vom Zebrastreifen fegen, Vorfahrt ignorieren, rechts-vor-links-nicht-kennen – das alles und tausend andere wilde Dinge passieren jedes Mal, wenn wir im Auto unterwegs sind – jeder 2. macht es und somit muss man immer auf alles Mögliche gefasst sein. Und zu allem Überfluss rennen oft Hunde und Katzen vors Auto. In den Bergen stehen zusätzlich Kühe, Pferde und ganze Schafherden im Weg. Ich bin in diesem Land noch nie Auto gefahren. Ich hab Angst!!

Zurück zu unserem Vorfall vor knapp 2 Wochen. Wir stehen also als erster an einer roten Ampel auf der linken Spur einer 3-spurigen Strasse und… rums! Da fährt uns ungebremst einer hinten rein. Zumindest haben wir beide keine Bremse gehört. Florian und der Fahrer steigen aus und glücklicherweise nimmt der “Reinkracher” auch gleich jede Schuld auf sich. So standen sie mitten auf einer vielbefahrenen Strasse, im Regen, und telefonierten mit der Polizei. Die kommen aber nicht, wenn nur 2 Autos betroffen sind und keiner verletzt wurde. Also fuhren wir hintereinander her zur Polizeistation, wo wir auf freundliche Beamte trafen, die ca. 2 Stunden lang alles aufnahmen, dokumentierten etc.

Nun sollten wir auf Rumänisch aufschreiben, was passiert ist. Naja, so gut ist unser Rumänisch wirklich nicht. Also riefen wir unsere Treuhänderin  / Übersetzerin an, die Gott sei Dank Zeit an diesem Sonntag hatte und gleich kam.

Unser Auto ist hinten an der Stossstange etwas kaputt, ein Sensor hängt locker und ob versteckte Schäden da sind, wird uns die Werkstatt noch sagen. Aber das Auto fährt. Unser Arbeitspferd lässt und halt nicht im Stich.

Das andere Auto, ein VW Polo, war ne andere Nummer. Die Frontseite war total zerdrückt und kaputt, die Motorhaube wurde so zusammengeschoben, dass er beim Fahren kaum noch drüber schauen konnte. Sein Nummernschild lag unter unserem Auto. Lichter waren kaputt. In Deutschland wäre das Auto ein Totalschaden. Hier wird die Kiste ganz sicher repariert und wieder flott gemacht.

Uns tat der Fahrer furchtbar leid. Er kommt aus Iasi. Das ist am anderen Ende des Landes. Er hat erst seit Januar seinen Führerschein. Und er hat ganz schön gezittert. Zum kaputten Auto bekam er noch eine 250 Lei Strafe aufgebrummt. Er hat sicher auch schon bessere Tage erlebt, der Arme.

Ja, so war das. Unser erster Unfall. Nichts schlimmes passiert  – Gott sei Dank – und mal wieder eine Erfahrung mehr für uns. Zumindest kennen wir uns nun aus!!

Eine Woche später sassen wir dann 2 weitere Stunden bei seiner Versicherung und füllten die gleich Dokumente aus, gaben die gleichen Erklärungen ab, machten die gleichen Fotos. Jetzt muss nur noch die Werkstatt ran und der Spuk ist vorbei.

Angst macht mir übrigens auch, dass Florian sich so manch unschöne Fahrweise auch schon annimmt. Sonst kommt man hier im Strassenverkehr nicht weit, sagt er. Leider ist das nicht so ganz unwahr. Wenn wir zurück in die Schweiz gehen, muss er sich wieder etwas umstellen, so viel ist sicher. Und ich steige dann auch wieder ins Auto und fühle mich eine ganze Ecke sicherer.

Drum Bun! (Gute Fahrt!)

Eure Cindy

 

Neues vom Haus in den Bergen

img_5802aimg_5806aDa bastelt mein Herz gerade in der Küche herum, verlegt den Boden und baut die Küchenschränke zusammen.

Ja, es geht weiter voran bei uns. In der letzten Woche hatten wir Urlaub und hatten somit Zeit, viele Pendenzen zu bearbeiten. Nicht nur sind wir mit dem ganzen Papierkram gut voran gekommen, das Haus sieht auch immer fertiger aus. Nach all den Verzögerungen macht uns das richtig glücklich 🙂

img-20161018-wa0005Der Maler ist innen fertig. Das heisst, wir konnten mit dem Aufbauen und Einräumen der Möbel beginnen. Ausserdem sind wir ständig am Putzen. Der feine Baustaub ist extrem hartnäckig. Kaum geputzt, schon ist wieder alles grau. Was auch noch fehlt, sind die Sanitäreinrichtung und die Zentralheizung. Aber das hat der Klempner schon alles bestellt und baut es auch hoffentlich bald ein. Unser Ofen allerdings hat sich schon mehrfach als Goldstück entpuppt. Er zieht fantastisch und macht das Wohnzimmer mollig warm. Das Untergeschoss hat immerhin 57m2. Der kann was.

inox-horn-2Wir verbrachten also die letzte Woche mit Terminen und Hauszusammenbasteln. Der Papierkram nimmt zwar noch kein Ende, aber da heute der Schornstein für die Zentralheizung installiert wurde, sind wir fast so weit, dass wir das Haus bei den Behörden als Fix und Fertig melden können. Das wäre ein richtig grosser Meilenstein vor dem Winter.

Mit dem Fundamentbauer sind uns noch einig geworden. Er baute uns einen schönen, trockenen Keller, aber das Verputzen ist so schlecht gelaufen, dass wir mit ihm solange verhandelten, bis er uns einen Rabatt gewehrte. Wir bezahlen gerne für gute Arbeit. Der Putz allerdings ist wirklich übel und unsauber gemacht, und somit konnten wir uns damit nicht einfach abfinden. Das ist also geregelt und erledigt und abgehakt.

Der Holzbauer nervt uns noch etwas,  indem er uns Sachen, die eigentlich selbstverständlich sind, extra berechnen möchte; z.B. baute er eine halbe Regenrenne an – das untere Teil mussten wir selber besorgen. Das macht er schon von Anfang an so und so langsam haben wir die Nase voll von ihm. Er baute ein gutes Haus. Es hat aber hier und da ein paar Stellen, die korrigiert werden müssen. Unser Ingenieur und wir beissen jedoch ständig auf Granit bei ihm. Noch haben wir nicht alle Rechnungen bezahlt – diesem Trumpf haben wir also 😉

Florian hat die letzte Woche in vollen Zügen genossen. Er konnte gut abschalten und das Büro hinter sich lassen. Dieser Urlaub war eigentlich schon lange überfällig, denn es war der erste richtige Urlaub des Jahres für ihn, wo er komplett das machen konnte, wonach ihm der Sinn stand. Im November haben wir wieder eine Woche frei. Und dann verbringen wir noch mehr Zeit im Haus. Natürlich wird dann auch Emily dabei sein 🙂

Eure Cindy

 

Holz für den Winter

img_5808aAuf 1200 Meter kann es jetzt schon recht kalt werden. Besonders in der Nacht. Daher bestellen Florian und ich für das Haus unser erstes Holz. Die Zentralheizung wird mit Holz beheizt – die muss der Klempner aber noch einbauen.  Unser Kachelofen lief jedoch schon mehrfach heiss und machte das Wohnzimmer kuschlig warm.

Wir kauften das Holz von einem Bauern aus dem Tal. Er beliefert auch Freunde von uns und wir kennen ihn eigentlich schon seit 2 Jahren. Die ganze Familie ist sehr nett. Seine Tochter studiert zurzeit Tourismus in Cluj und spricht gut Englisch.

Als er letztes Wochenende vorbei kam, sprachen wir aber ausschliesslich auf Rumänisch miteineander 🙂 Unser Rumänisch ist weit entfernt von perfekt oder grammatikalisch richtig, aber wir konnten uns verständigen, plaudern und Absprachen über weitere Lieferungen treffen. Ui, waren wir hinterher stolz auf uns. Und der Bauer sagte, er freue sich, dass wir die Sprache lernen und so viel Bock auf sein Land haben.

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Geliefert wurde das Holz übrigens ganz traditionell und für die Bergregion üblich –  im Ochsenkarren 🙂 Für uns ist dieses Transportmittel schon ein ganz normaler Anblick. Gut für die Umwelt und was den Tieren so hinten herausfällt, düngt ganz toll unser Grundstück, hahaha…

Eure Cindy

 

 

Barbaras nächstes Konzert

imagesFreunde der Klassik und Freunde von Barbara – aufgepasst!

Unsere liebe Freundin hat mit den Albrechtstrings bald wieder ein Konzert. Sie proben schon fleissig und würden sich bestimmt über ganz viel Support im Publikum freuen 🙂

Das Konzert findet am Samstag, 26. November um 17.00 Uhr in der ref. St. Jakob Kirche in Zürich statt.

Sie spielen Werke von Benjamin Britten, Peter Iljitsch Tschaikowsky und einen Medley bekannter Christmas Songs.

Da wären wir wirklich gerne dabei. Wie immer drücken wir aus der Ferne kräftig die Daumen und wünschen Barbara ganz viel Spass und eine schönes Konzert.

Der Eintritt ist frei, es gibt eine Kollekte um die Unkosten zu decken.

www.albrechtstrings.net

Eure Cindy

 

Katzenhumor

img-20160330-wa0002Ich döse gerade in meiner Lieblingsschuhbox und plötzlich fällt mir der Witz wieder ein, den mir eine der Nebelkrähen, die ständig an meinem Balkon vorbeifliegen, neulich erzählt hat. Also der geht so:

Was ist der Unterschied zwischen einer Katze und einem Mann?
Das eine ist ein verlauster Vielfraß, dem egal ist, wer ihm das Futter bringt.
Das andere ist ein Haustier.

Hahahaha 🙂

Miau… Eure Emily

Mein neuer Kratzbaum

img-20161016-wa0003Mein Geburtstag ist erst im Januar, Weihnachten ist auch noch lange nicht in Sicht, Namenstag? – hm, eher nicht, und an Halloween gibt’s doch nur Leckerlis, oder? Und trotzdem tat sich gestern ein Geschenk für mich auf 🙂

Ihr fragt euch jetzt sicher: Was? Schon wieder ein neuer Kratzbaum für dieses verwöhnte Tier? Die Antwort lautet ja, hat aber gute Gründe: 1. Mama hat zwei meiner Kratzbäume in unser neues Ferienhaus geschleppt. Die fehlen hier also.

2. Mama hat die Kommode aus dem geschlossenen, verglasten Balkon ebenfalls in die Cabana umgezogen, und somit fehlt mir eine Sitzgelegenheit mit Blick aus dem Fenster. Da kommen jeden Morgen und jeden Abend die Krähen vorbei, denen ich so gerne mal die Federn stutzen würde 😉

Nun steht also mein Kratzbaum aus dem Schlafzimmer im meinem “Wintergarten” und im elterlichen Ruheraum thront das neue Prachtstück. Hab ich mich gleich mal draufgesetzt und zugesehen, dass das alles nach mir riecht. Revier markieren sozusagen. Kann ich ja nicht schaden!

Mama und Papa waren gestern übrigens in einem Autounfall verwickelt, als sie vom Tiergeschäft heimwärts fuhren. Davon erzählt Mama euch sicher bald mehr. Ich bin ja nur froh, dass das alles glimpflich ablief… also, dass dem Kratzbaum nichts passiert ist….

Miau… Eure Emily

Frohen Tag der Deutschen Einheit

img-20161003-wa0000Es ist wieder Zeit für ein Gläschen Sekt 🙂

Zum 26. Mal feiert Deutschland den Tag der deutschen Einheit. Wenn das kein Grund zum Feiern ist!!

Manche Dresdner sehen das wohl anders und pöbeln sich gerade mit ihrer intoleranten und ausgrenzenden Art und Meinung durch die schöne Altstadt. Dieser Mob weiss gar nicht, wie gut sie es haben. Aber immer mal besser, wenn man ohne Grund und Verstand so richtig toll jammern kann und sowieso alles lieber doof findet, was? Solche Leute gibt’s nun mal. Lassen wir sie kein Vorbild sein, sondern sehen wir sie eher als Ansporn, dass die AfD und Konsorten langsam aber sicher wieder von der Bildfläche verschwinden.

Florian und ich stossen nun schon zum 5. Mal auf diesen Tag an. Ost und West passen in unserem Fall super gut zusammen. Und das feiern wir heute 🙂

Ein Prosit… Eure Cindy