Archive | September 2016

Es geht voran…

img_20160922_104325Gestern Vormittag lief einiges auf unserer Baustelle. Davon möchte ich euch kurz erzählen.

Wie ihr seht, hat der Maler endlich angefangen. Mit seinen drei Jungs kommt er auch recht rasant voran. Und vorallem: sie arbeiten so schön sauber. Alles wurde abgedeckt und abgeklebt. So wie es sich gehört 🙂

Aber nicht nur die Malersjungs waren am rumwerkeln, als wir so gegen 10 Uhr unangemeldet reinschneiten. Auch der Schornsteinbauer war da und bastelte mit seinen Helfern an den zwei Schornsteinen herum. Und weil es damit ja noch nicht genug Leute auf der kleinen Baustelle gab, kam auch noch der Elektriker mit 2 Arbeitern und installierte den Blitzableiter und schloss den Strom im Keller an.

img_20160922_104910Ganz nebenbei füllt sich das Badezimmer im unteren Stockwerk auch mit Estrich. Reichlich viel los für einen Morgen, was?

Leider hält es der Fundamentmensch bisher nicht für nötig, seine Mängel am Aussenputz zu beheben. Aber wir haben Geduld. Wenn er es mit der Bezahlung nicht eilig hat, soll er doch bockig tun. Irgendeine Lösung wird er irgendwann schon anbieten müssen.

Es geht voran… und wir sind wirklich happy 🙂

Eure Cindy

Man braucht schon starke Nerven!

Eines gleich vorweg: mit dem September-Urlaub in der Cabana wurde es – weiteren Verzögerungen sei Dank – leider nichts. Also ging Florian in der letzten Woche ins Büro und wir starten einen neuen Versuch im Oktober 🙂

img_20160917_135842Auf der positiven Seite können wir sagen: es geht voran. Aber dennoch: sehr langsam.

Der Holzfussboden im Haus ist nun fertig. Das heisst, wir fahren seit einer Woche nicht mehr mit einem halbleeren Auto zum Haus, sondern können anfangen, die Hütte zu füllen. Der Holzbauer meinte diese Woche sogar, er sei fertig. Unsere Mängelliste sagt ihm aber etwas anderes. Es sind alles kleinere Dinge, aber dennoch muss er nochmal ran. Oder würdet ihr ein Haus mit Regenrinnen akzeptieren, die nur halb bis zum Boden hinunter reichen? Oder ein Haus ohne ordentliche Kappleiste?

Selbiges gilt für unseren Fundamentmenschen, der sich gerade das Leben selber unnötig schwer macht. Seine Leute sollten den Keller von aussen verputzen. Sie machten aber eine so miserable Arbeit, dass sogar wir als Leien Schnappatmung bekamen und so dass unser Ingenieur vor Wut einen roten Kopf bekam, wie wir ihn nie zuvor sahen. Der Putz ist zu dünn, die Ecken und Kanten sind schlecht gemacht, am Boden schaut das Innenleben raus und grundsätzlich sehen die Wände und leider auch die nagelneuen Kellertüren so aus, als sei ein gigantischer Kuchen übergebacken. Schon bekleckert 🙁

Wir haben selten so schlechte Arbeit gesehen. Einmal hat der Fundamentmensch schon nachgebessert und versucht seinen Mist zu beheben, ist aber immer noch nicht soooo viel besser geworden. Muss er halt nochmal ran. Solange, bis es uns und dem Ingenieur gefällt. Da er auf das Geld wartet, sollte man meinen, sein Interesse einen guten Job zu machen, wäre ein wenig grösser.

Der Kachelofen zumindest ist so wie gewünscht. Vor ein paar Wochen wurde auch die Biokläranlage installiert. Leider haben die Jungs dabei einen Teil unseres Blitzableiters vergraben. Der Elektriker hat zwar gesucht, aber nix gefunden. Nun ja, das kommt dann wohl mit auf die Liste “mysteriöser Geschichten auf der Baustelle”! Davon haben wir schon einige.

Seit dieser Woche basteln der Klempner und der Maler / Fliesenleger am Innenleben der Cabana herum. Beide kennen sich gut und machen bisher eine schöne Arbeit. Im Gegensatz zum Fundamentmenschen, klebt der Maler auch alles ab und deckt die Dinge, die nicht vollgekleckert werden dürfen, schön mit Folie zu. Aha, es geht also auch anders.

Seit letzter Woche fliesst der Strom ins Haus. Der Elektriker und die Leute von den Stadtwerken sind sehr professionell und machen einen guten Job. Trotz aller Kuriositäten, die wir hier beim Bauen so erleben, freuen wir uns, dass wir auch mal loben können.

Aber mal ehrlich, es läuft sehr viel gut. Nur verbringen wir so viel Zeit mit den Fehlern und raufen uns über mancher Leute Unvermögen die Haare, so dass das Gute manchmal aus dem Fokus gerät. Generell kann man sagen, dass 80% aller Dinge immer recht gut laufen, für die anderen 20% braucht man eine Menge starker Nerven und Kompromissbereitschaft. Nun sind Florian  und ich keine unbequemen Menschen, die immer auf ihrem recht beharren. Wir versuchen lieber Lösungen zu finden, als immer nur mit dem Finger auf die Fehler zu zeigen. Wir müssen aber auch lernen, nicht zu nett zu sein. Denn die Netten versucht man gerne mal für blöd zu verkaufen. Aber kaum einer kam Gott sei Dank bisher damit durch 😉

Eure Cindy

 

Gulaschtopf

img_6228Da duftet es wunderbar aus dem Gulaschtopf 🙂

Wir machten mal wieder im ungarischstämmigen Dorf Savadisla Halt und haben dort zu Mittag gegessen. Savadisla ist ca. 30 Minuten von Cluj entfernt und liegt auf direktem Wege zu unserem Häuschen in den Bergen.

Diesmal haben wir die flambierte Gulasch-Variante bestellt. Und da kam die hübsche Dame mit diesem dampfenden Kupfertop. Sehr schön und wie immer sehr lecker 🙂

Habt ihr übrigens gewusst, dass Gulasch ins Deutsche übersetzt so viel wie “Rinderhirte” bedeutet? Das bürgerte sich so ein, weil ungarische Hirten traditionell diesen Eintopf gerne in ihren “Pausen” auf dem Feuer zubereiteten. Daher kann Gulasch auch mit allerhand Fleischarten zubereitet werden, ohne an Originalität zu verlieren. Schwein. Rind, Hammel, Pferd, Ziege – geht alles!

Die Zutat Paprika kam allerdings erst später dazu; als nach der Entdeckung Amerikas die Paprika nach Europa kam. Obwohl Gulasch seit dem 18, Jhd. als ungarisches Nationalgericht gilt, war es eigentlich ein Mal für Bauern. Und heut liebt es die ganze Welt 🙂

Meine Mama macht allerdings immer noch das beste Gulasch!! 😉

Eure Cindy

 

 

Besuch in der Uckermark

IMG_5791IMG_5800IMG_5793Ich war mal wieder für ein paar Tage in der Uckermark. Anlass war Papa’s 60. Geburtstag, den wir bei schönstem Sonnenschein, Cremetorte und Petis Fours im heimischen Garten verbrachten, der im Spätsommer wieder eher einem Naturschutzgebiet gleicht.

Mein letzter Besuch in der alten Heimat ist schon wieder eine ganze Zeit her. Es war der erste Besuch, seit die Wizzair Berlin direkt von Cluj anfliegt. Kein mühsames Umsteigen in München mehr. Kein Ankommen in Cluj mitten in der Nacht mehr. Ich bin in 1.5 Flugzeit in Berlin. Es ist wirklich angenehm. Ich denke von dieser Strecke werden Florian und ich bald wieder Gebrauch machen. Einziger Nachteil der Reise: In den Fliegern der Wizzair wird nach der Landung noch kräftig geklatscht. Heijeijei…

img_5798img_5757Es war auch der erste Besuch in der alten Heimat, seit unser Familienhund Sammy von uns ging. Meine Eltern haben ihm ein hübsches “Bettchen” mitten im Garten gemacht. Das Wort Grab finden wir eher negativ gehaftet, daher ist seine Ruhestätte “das Bettchen”. Ich musste mich erst noch daran gewöhnen, dass er nicht mehr über den Hof und durchs Haus tappelt. Oft hab ich runter zum Boden geschaut und gedacht, wo ist er denn? Dann fiel es mir wieder ein. Meinen Eltern fällt es immer noch schwer zu akzeptieren, dass er nach 15 gemeinsamen Jahren nicht mehr da ist. Aber wie so oft heilt die Zeit die Wunden. Und Monat für Monat wird es immer besser.

img_5751img_5781Im Sommer blüht und wächst und gedeiht alles auf dem Hof in den schönsten Farben. Seit Wochen ernten Mama und Papa und mein Bruder fleissig Obst und Gemüse und machen den Grossteil davon ein, oder sie frieren es ein, und der Rest wird vertilgt oder verschenkt. In diesem Jahr ernteten sie auch den ersten eigenen Spargel. Mmmhh, lecker!

Jetzt im September sind die Himbeeren noch reif. Die schmecken direkt vom Strauch am besten. Aber auch die Brombeeren, Aroniabeeren, Tomaten, Gurken, Chilis, Kürbisse sind bereit zum Verzehr. Meine grosse Handtasche war auf dem Weg zurück nach Klausenburg voll mit Eigengewächsen 🙂

img_5768img_5771Die Abende verbrachten wir beim jungen Biberpärchen. Die bauen nämlich in den Wiesen direkt hinter unserem Haus in einem Graben einen Damm. Wenn man ganz ruhig in der Abenddämmerung am Ufer steht, kommen sie aus ihrem Bau heraus; und so konnten wir sie gut sehen, miteinander reden hören und  ihnen beim Holzfällen zuschauen. Eine umgefallene Weide dient als Materiallager. Wir mussten ganz vorsichtig sein und durften die beiden bei ihrer Arbeit nicht stören. Ein Bild vom Herrn Biber ist mir trotzdem gelungen. Könnt ihr ihn erkennen?? Und ist sein Damm nicht schön?? 🙂

img_5759img_5756img_5764Die Enten sehe ich beim nächsten Besuch nicht wieder. So viel ist leider jetzt schon absehbar. Das Storchenpaar ist schon im Süden. Die kleine Bachstelze stolziert aber weiterhin schön über die Beete. Die Fische schwimmen munter umher und sind begeistert, dass der Fischreiher nicht mehr zu sehen ist (daher das Netzt über dem Teich). Ab und zu schläft der Waschbär im Kompost und teilt sich das Essen mit der Igelfamilie, die Sammy so klasse fand. Und die Froschfamilie in Gartenteich hat im Sommer wieder für viel Nachwuchs gesorgt.

img_5784img_5797Ich sagte ja schon, dass der Hof eher ein Naturschutzgebiet ist, das von 2 Selbstversorgern betrieben wird. Die Zeit meines Besuches verging wie im Flug. Wohl auch, weil es auf so einem Hof immer was zu tun gibt.

Eure Cindy

Unser Kachelofen

IMG-20160828-WA0002Beim Kachelofen scheiden sich ja die Geister. Für die Einen ist es ein Relikt aus vergangenen Tagen, für die Anderen ist es der Inbegriff der Gemütlichkeit.

Meine Meinung findet man irgendwo dazwischen, ganz neutral in der Mitte. Ich wuchs mit Kachelöfen auf und weiss vor allem um die Nachteile im tiefsten Winter, wenn man erst einmal den Ofen anschüren muss, bis es am Morgen schön warm ist. Wer steigt schon gerne aus dem Bett, wenn’s im Raum bitterkalt ist. Andererseits kann man sich später am Ofen schön wärmen, man kann vom Schnee durchnässte Schuhe ruckzuck trocknen, und man kann in der oberen Ofenklappe (soweit vorhanden) leckere Bratäpfel backen. Herrlich.

IMG-20160828-WA0001Florian und ich finden, dass ein Ofen einer Berghütte erst die richtige Atmosphere gibt. Und deshalb war für uns bei der Hausplanung klar, dass einer ins Wohnzimmer muss! Wichtig war uns, dass er kein offenes Feuer hat (die Feuerlucke ist hinter der Wand – also im Vorraum des Hauses wo wir Fliesen haben und Emily sich nicht die Schnurrhaare ansengen kann). Wichtig war uns auch, dass er moderne Farben und eine schöne Form hat. Traditionell sind die Öfen grün oder braun. Das ist aber nichts für uns. Weiss sollte er sein. Das Bordeaux kam erst später dazu, als wir es beim Anbieter sahen.

Nach 3.5 Tagen Bauzeit ist er fertig und wartet auf seine Einweihung. Das dauert aber noch ein bisschen, denn in dieser Woche erwarten wir den Schornsteinbauer zurück, der seine Arbeit noch nicht ganz beendet hat. Aber bald schon kann’s losgehen… 🙂

Eure Cindy