Archive | May 2016

Die Sache mit dem Brunnen – Teil 2

Ich hatte euch ja versprochen, dass ich erzähle, wie es mit dem Bohren des Brunnens auf unserem Grundstück in Bergen weiterging 🙂

Also, ca. 1 Woche nachdem die Mitarbeiter geflüchtet sind, hat der Besitzer der Maschinen sich tatsächlich mit einem der 2 Fahnenflüchtigen wieder vertragen. Dazu hatte er ein paar neue Leute geheuert und so konnte es endlich weitergehen. Allerdings mussten wir ihm ganz schön Druck machen, dass er tätig wurde und Lösungen brachte. Um Ausreden war der Gute ja nicht verlegen.

IMG_5640Am ersten Tag bohrte er sich also 14 Meter ohne Erfolg durch den schön weichen Boden. Ich muss dazusagen, dass so eine Wasserbohrung immer auch ein Glückspiel ist – ob und wieviel Wasser man findet, weiss vorher keiner 100%ig.

Nach 14 Meter kamen steinige, harte Verhältnisse und der grosse Kompressor musste ran. Das bedeutete für uns nicht nur höhere Kosten, sondern auch eine neue Wartezeit, bis die Maschine vor Ort war. Dann ging es wieder erstaunlich schnell. Meter um Meter bohrte sich der Diamantbohrer in den Stein und hinterliess, dank des grauen Auswurfs, eine gruselige Mondlandschaft auf unserem Grundstück.

IMG_5198Als wir bei 40 Metern ankamen, mussten wir uns zum ersten Mal entscheiden – weiter machen oder aufhören. Wir machten weiter und erlebten nervös mit, wie der Bohrer immer weiter in die Erde fuhr, ohne auf auch nur einen Tropfen Wasser zu stosssen. Wir erreichten 100 Meter – das war unser absolutes Limit. Da wollten wir aufhören. Ab 95 Meter war der Boden aber ein klein wenig nass. Wir machten also weiter und – Trommelwirbel – bei 110 Meter sprudelt das Wasser 🙂

6 Liter pro Minute haben wir nun (mit einem Wasserspeicher dazwischen reicht das voll und ganz aus), und einer der Experten meinte, der Zulauf sei ein unterirdischer Bergfluss. So ist es unwahrscheinlich, dass uns der Brunnen über die Jahre austrocknet. Mal schauen!

IMG_5206Mein lieber Scholli, was war das für ein aufregendes Projekt. Zu der Unzuverlässigkeit des Anbieter kam noch, dass er abends um 23 Uhr Zahlungen wollte, ohne die er am Morgen nicht weiterarbeiten mochte, ich musste ihn jagen, um alle Papiere und Stempel zu bekommen, und da wir so viel Misstrauen aufgebaut hatten, überprüften wir alles; jeden Arbeitsschritt, die Tiefe des Brunnens, die Papiere – alles. Und glaubt mir, er hat es hier und da ein wenig versucht 😉

Am Ende haben wir unser Ziel erreicht. Wenn auch mit viel höheren Kosten als erwartet. Wir haben Wasser, der Brunnen wird im Keller vesteckt sein und es kann endlich mit dem Fundament losgehen. Schaut mal, der Bagger ist schon da und hebt die Umrisse des Hauses und der Kellerräume für die Bodenplatte aus. Morgen kommt dann die erste Betonladung 🙂

Eure Cindy

 

Die älteste Katze der Welt

alte katzeVor ein paar Tagen ist der älteste Mensch (eine 116-jährige Frau) gestorben. Da hab ich mir gedacht, wie alt ist eigentlich die älteste Katze der Welt???

Das aktuelle Guinnessbuch der Rekorde hat den kauzigen Kater hier links auf dem Bild geführt. Der ältere Herr heisst Scooter, wohnt im US-Staat Texas und ist 30 Jahre alt – in Menschenjahren sind das unfassbare 137 Jahre. Sieht dafür noch richtig flott aus, was?

Er ist also Jahrgang 1986. Da herrschte noch der kalte Krieg, Mama war im Kindergarten und Helmut Kohl regierte im Westen 😉

Richtig toll finde ich es als Perserkatze natürlich, dass ein reinrassiger Kater ein so stolzes Alter hat. Er ist ein Siam und nicht wenige Leute meinen, dass Rassekatzen generell nicht sehr alt werden.

Normalerweise werden Samtpfoten übrigens so zwischen 15 und 20 Jahre alt, wobei sie mit 20 schon als sehr, sehr betagt gelten.  Oh, und die älteste, jemals im Guinnessbuch geführte Katze, war auch ein Texaner. Er hiess Creme Puff (auf was für Namen die Leute immer kommen) und wurde wahnsinnige 38 Jahre alt.

Scooter wohnt bei seiner Besitzerin seit er ein Kitten war. Er wartet jeden Tag auf sie, wenn sie von der Arbeit kommt, weckt sie pünktlich morgens um 6 Uhr, sitzt auf ihrer Schulter und krault ihr gerne mit den Pfoten in den Haaren herum. Hahaha, wenn soviel Zuneigung ein Garant für ein langes Leben ist, fang ich damit auch an. Mama würde es freuen  – so oder so 🙂

Miau… Eure Emily