Archive | February 2016

Wir geben alles…

Werbung_Filler… der Fotograf, der im vergangenen September vor unserer Hochzeitsfeier in Nürnberg für uns die Hochzeitsfotos von uns beiden machte, gab auf jeden Fall alles! Ob nun im Garten, im Wald, vor dem Waldrestaurant oder beim Minigolf – die Bilder sind fantastisch geworden und wir schauen sie uns immer wieder gerne an.

Richtig staunten Florian und ich aber, als seine Schwester uns vor ein paar Tagen eine Anzeige in einer fränkischen Wochenzeitung schickte, die uns als aktuelle Werbegesichter zeigte 😉

Wir finden das ganz grosse klasse. Eine weitere schöne Erinnerung an unseren wunderbaren “Hochzeitsmarathon”! Und keine Sorge, auch wir geben weiterhin alles und geniessen unser Glück 🙂

Eure Cindy

 

Blockbusterabend – “99 Homes”

thQ3ZBI569Von der Finanzkrise, um 2008 herum, war wohl direkt oder indirekt jeder irgendwie betroffen, oder? In den Kinos läuft zur Zeit der Film “The Big Short”, der genial besetzt und umgesetzt wurde, mehrfach für den Oscar nominiert ist, und in dem es genau um die Gründe für diese Bankenkrise geht.

Er zeigt, wie ein findiger Banker errechnete, dass der übersättigte Immobilienmarkt in den USA, wo jeder, wirklich jeder Hypotheken bekam, die er sich eigentlich nicht leisten konnte, nicht so stabil und bombensicher ist, wie alle denken. Er beginnt gegen seine eigenen Anlagen, eben diese Hypotheken, im grossen Stil zu wetten.

Von den Krediten, die dort in Massen zwischen den Banken und Institutionen hin und her gehandelt wurden, waren nämlich zu viele extrem faul. Keiner glaubte diesem Banker, sie hielten ihn für einen Spinner, aber das Ende vom Lied kennen wir. Die Blase platzte, einige Banken gingen hops, 8 Millionen Menschen verloren ihre Arbeit, 6 Millionen verloren ihr Haus, hunderte von Menschen nahmen sich das Leben – und das allein in den USA. Weltweit kam die Finanz- und Privatwelt ins rudern und erholt sich seither nur schwer. All die wenigen, die auf die Finanzkrise setzen, also gegen den Immobilienmarkt in den USA wetteten, wurden steinreich – alle anderen sahen in die berühmte Röhre.

Was uns alle wohl am meisten ärgert ist, das sich seitdem nichts geändert hat. Die Regierungen lassen ihre Bürger dank der starken Lobbys immer noch ins offene Messer laufen, die Banken handeln mit fragwürdigen Papieren, keiner der Übeltäter wird für seine krummen Machenschaften zur Rechenschaft gezogen und der kleine Bürger verliert weiterhin Ersparnisse, Renten und Sachwerte. Hm… wer weiss, wie lange wir von der nächsten Krise entfernt sind??? Momentan geht der ganz grosse Trend in Richtung Investments in mittelständische Unternehmen. Überall in der Werbung sieht man Institutionen, die uns locken, da mit einzusteigen. Am besten mit allem, was wir besitzen. Ob das in absehbarer Zeit den nächsten grossen Knall bringen wird? Ich bin ja gespannt… und bleibe ganz konservativ beim Sparbuch.

homesDer nächste Streifen, der Florian und mich vor Kurzem sehr faszinierte, zeigt genau die andere Seite der Medaille. “99 Homes” handelt von amerikanischen Familien, die alles verloren haben. Von Arbeitern, die sich auf der Baustelle vergeblich krumm machen, um ihre Hypotheken zu zahlen, von alten Leuten, die ihr Haus verlassen müssen, weil windige Finanzberater einfach mal ihre Renten und Güter verzockt haben, von einer Stripperin, die 5 Hypotheken!!!! von den Banken bekam, von Mietern, die von heute auf morgen ausziehen müssen, weil die Vermieter schon lange zahlungsunfähig sind – und von einem Immobilienhai, der sich die Misere zu nutze macht, und die armen Menschen per Gerichtsentschluss und mit Hilfe der Polizei ohne Vorwahnung im Namen der Bank von eine Minute auf andere obdachlos macht – Einrichtung, Gegenstände, persönliche Sachen – alles landet im Vorgarten. Und wenn es nicht rechtzeitig abgeholt werden kann, kommt es auf den Müll!

Beide Filme sind gespickt mit Stars – Andrew Garfield, Brad Pitt, Christian Bale… um nur einige zu nennen. Während “99 Homes” in der Oscarverleihung heute Nacht keine Rolle spielt, hat “The Big “Short” durchaus Chancen, den ein oder anderen Oscar mit heim zu nehmen; muss aber auch erst einmal gegen das Meisterwerk “The Revenant” ankommen.

Ich finde es gut, dass die Finanzkrise und dieser ganze Irrsinn in Hollywood so langsam zum Thema gemacht wird. Leider reicht es wohl nicht aus, als kleiner unbedeutender Bürger mit offenen Augen durchs Leben zu gehen, solange die Banken, Lobbyisten, Investoren und Finanzhaie machen können, was sie wollen und dafür auch noch reich entlohnt werden. Aber eine gewisse Vorsicht ist geboten, denn viele Berater, die uns erzählen, was wir am besten mit unserem Geld tun, haben zu oft selbst keinen blassen Schimmer 🙁

Eure Cindy

 

Blockbusterabend – “The Revenant”

revenantBei uns war mal wieder Movienight. So kurz vor den Oscars müssen wir schliesslich informiert sein und schauen uns an, was in diesem Jahr alles so nominiert wurde. Mein Hightlight ist auf jeden Fall “The Danish Girl” mit Vorjahressieger Eddie Redmayne. Der Mann kann einfach alles überzeugend spielen. Ein totaler Reinfall war jedoch die Neuauflage von “Mad Max“. Was für ein Käse!!! Nun ja, noch eine Woche bis zur grossen Verleihung und dann erzähle ich euch mehr dazu…

Also Mircowellen Popcorn fertig und los geht’s mit dem blutigen Western “The Revenant“. Leonardo di Caprio wurde in der Vergangenheit von der Academy zwar oft nominiert, ging am Ende aber (meist unverständlicherweise) leer aus. Manche meinen, die Academy möge seinen Model-lastigen und ungebundenen Lifestyle nicht und generell sei er zu unbequem und passe nicht in die glatte Hollywoodgesellschaft, daher gewann er bisher den Oscar nicht. Ich bin gespannt, was in diesem Jahr passieren wird, denn in diesem Film spielt  Leo den Trapper und Jäger Hugh Glass so überzeugend, dass ich seinen körperlichen Schmerz, den er die meiste Zeit des Films über fühlt, plötzlich auf dem Sofa auch irgendwie spürte.

Der Film spielt im 19 Jahrhundert in Montana und den Gebieten der beiden Dakotas. Er ist mit einer Gruppe Männern und seinem “Halbblut-Sohn” in zumeist unerschlossenem Gebiet unterwegs. Sie sind auf der Jagd nach Fällen und werden in ihrem Nachtlager von einem Angriff eines indianischen Stammes überrascht. Dort wird schon klar, dass dieser Film extrem blutig sein wird. Vielleicht etwas zu blutig für mich. Glass, seinem Sohn und einigen Männern gelingt die Flucht. Etwas später wird er extrem eindrücklich von einer Bärenmutter attackiert und sehr schwer verletzt. Allein diese Szene war definitiv oscarreif.

Er überlebt schwer verletzt und muss halb paralysiert mit ansehen, wie sein grösster Feind und Widersacher Fitzgerald (Tom Hardy – als bester Nebendarsteller nominiert) seinen Sohn tötet und Glass dann lebendig begraben will. Den anderen Männern macht er weiss, dass er tot ist und so setzen sie ihren Weg zum Camp ohne ihn fort.

Glass kriecht aus seinem Grab (ebenfalls eine oscarreife Leistung) und macht sich auf die lange und beschwerliche Rückkehr zum Camp – immer im Hinterkopf Fitzgerald für seine Taten büssen zu lassen. Dabei zwingt ihn die winterliche und umbarmherzige Natur mehrfach fast in die Knie und er kommt immer mal wieder dem indianischen Stamm, der sich auf Kriegspfad befindet, und einigen fiesen französischen Trappern gefährlich nahe. Es gibt dann noch eine Szene mit einem toten Pferd, die ich hier nicht weiter erläutern werde, die mich aber fast vom Safa rutschen liess. Vielleicht habt ihr den Film nicht gesehen, daher gönne ich euch Filmfans diesen Moment auch von Herzen 😉

Alles in allem war der Fim gigantisch, wenn auch für meinen Geschmack etwas zu brutal. Ausserdem sind die Südstaaten-Akzente manchmal so stark genuschelt, dass man nicht immer alles versteht. Es gibt sehr oft atemberaubend schöne Bilder der Landschaft, des Himmels und enorm intelligente Kameraeinstellungen, die den Film so sehenswert machen. Der Film wurde übrigens für insgesamt 12 Oscars nominiert. Der Regisseur hat wohl 1A Chancen, nach “Birdman” im letzten Jahr, den nächsten Oscar mit heim zu nehmen.

Mein Fazit ist, dass sich Leonardo di Caprio in den Oscars gegen Hochkaräter wie Matt Damon (der Marsianer) und Michael Fassbender (Steve Jobs) und meinen persönlichen Favoriten Eddie Redmayne durchsetzen muss. Aber verdient hätte er ihn auf jeden Fall. Und da ich alle nominierten Filme geschaut habe, kann ich das mit meinem Sofa-Filmverständnis durchaus sagen 🙂 🙂

Eure Cindy

Adieu, Percy!

milou und Percy 011Nachdem sich im November mein “Bruder” Sammy von uns verabschiedete, begann nun leider auch mein Perser-Freund Percy seine Zeit im Katzenhimmel. Tante Barbara ist sehr traurig und vermisst ihren Liebling sehr. Milou, ein weiterer Perser bei Tante Barbara daheim, kann es ebenso noch gar nicht richtig begreifen 🙁

Schon länger hatte Percy Probleme mit dem Hals und dem Schlucken und Fressen, aber der Tierarzt wollte dem 16-jährigen Percy keine Narkose mehr zumuten, weil es das betagte Herz vielleicht nicht mitmacht. Allerdings wurde der Kater immer schwächer und letztendlich entschieden sie sich doch für die OP. Diese verlief auch ganz gut, allerdings haben die entnommenen Proben gezeigt, dass der kleine Katzenkörper an einem bösen Krebs litt, uns somit eine Heilung nicht zu erwarten war. Tante Barbara musste dann die schwere Entscheidung treffen und sich von ihm verabschieden.

Die Dame, die auf Percy und Milou immer aufpasste, wenn Tante Barbara mal verreiste, verliess unsere Welt im letzten Sommer. Ob die beiden nun zusammen sind?? Und ob auch Sammy mal bei Percy vorbeischaut?

Grossartige 16 Jahre wurde er alt, die meisten davon verbachte er bei Tante Barbara. Wir werden dich alle furchtbar vermissen und wissen doch, dass du es an deinem neuen Ort wunderschön hast.

Miau… Eure Emily

Happy Valentine’s Day

IMG_20160214_123144Einen frohen Valentinstag euch allen! Und viel Liebe und Schmusen und schöne Stunden mit dem oder der Liebsten 🙂

Wir verbrachten den Nachmittag bei einem liebevollen und “herzlichen” 4-Gänge-Menü im Gasthof Cluj-Blick. So schön…. Und nun lümmeln wir uns gemütlich gemeinsam aufs Sofa und schauen uns den neuen Bond an.

Habt einen wundervollen 14. Februar!

Eure Cindy

Plauderstündchen

IMG_4650Emily sitzt so gern Laptop und guckt, wie sich die Maus bewegt. Doch eigentlich wollte ich mal wieder ein wenig über Dieses und Jenes mit euch plaudern… hm… mal gucken, ob es sich mit einer Hand schreiben lässt, denn Emily hält sich gerade am anderen Arm fest 🙂

Nun sind wir schon fast 1.5 Monate lang im Jahr 2016 unterwegs. Der nächste Valentinstag steht vor der Tür und Anfang Januar feierten Flori und ich 4 Jahre glückliche CiFlo-Beziehung. Uns beiden und dem neugierigen Perser geht es sehr gut, obwohl uns die Arbeit recht beschäftigt hält. Florian ist im Büro von seinen Aufgaben sehr eingespannt und arbeitet viele, viele Stunden. Er kommt aber sehr gut voran, knüpft fleissig neue Kontakte, empfängt Kunden- und Kollegenbesuche, ackert hart, um Ziele zu erfüllen und lernt interessiert immer mehr dazu. Das Abenteuer Expat macht uns also immer noch sehr viel Spass 😉

In den letzten drei Wochen habe ich etwas Geld mit Deutsch-Englisch-Übersetzungen verdient. Das war mal wieder etwas Neues für mich und hat mir Spass gemacht. Ansonsten ist bei uns im Frauenverein so einiges los. Ich habe für den Club eine neue Buchhalterin gesucht und war in den letzten Wochen sehr mit der Übergabe aller Akten von der einen zur anderen Dame beschäftigt. Dann kam unser erstes Kochbuch heraus, worauf wir alle furchtbar stolz sind. Und zusätzlich gab es im Club die erste Charity Aktion des Jahres. Wir sammelten Geld und Sachspenden für einen an Leukämie erkrankten 14-jährigen Jungen und seine Familie. Er muss in den nächsten Tagen nach Bukarest reisen und wird dort eine Knochenmarkstransplantation erhalten. Danach kehrt er zur Reha nach Cluj zurück. Die Kassen übernehmen kaum etwas von den Kosten und die Familie, die von einem kleinen rumänischen Gehalt lebt, muss eben mal so 10 000 Euro an Arzt- und Rehakosten aufbringen.  Der Junge ist übrigens der Neffe der Nanny eines Club-Mitglieds. Daher lag uns dieser Fall besonders am Herzen und wollten zumindest einen kleinen Beitrag leisten.

Wir wohnen nun schon den 3. Monat in der nicht mehr so neuen Wohnung und fühlen uns sehr wohl. Es ist natürlich anders, aber positiv anders. Wir wohnen nun etwas kleiner, bescheidener, dennoch zentraler und bekommen vom Clujer Alltag viel mehr mit. Es passt gut zu uns und wir sind froh, uns für den Umzug entschieden zu haben. Vorher wohnten wir etwas abgeschottet in der gut betuchten Gegend von Cluj, nun sind wir dort, wo das rumänische Leben pulsiert. Die Gegend hier ist recht sicher, dennoch fällt hier unverblümt auf, dass Rumänien das ärmste aller EU-Länder ist. In der alten Wohnung bekamen wir davon nicht immer was mit, niemand lebte dort von unseren Abfällen. Hier allerdings stehen immer wieder Damen und Herren vor den Müllcontainern und suchen nach Essbarem. Manche betteln. Manche fragen freundlich, ob im Müllsack noch Essensreste sind. Ich hab mir angewöhnt, Sachen oder Lebensmittel, die wir nicht mehr brauchen oder möchten, neben die Container zu stellen. In weniger als einer halben Stunde ist alles weg. Es macht mich nachdenklich und zeigt mir immer wieder, wie sorgenfrei und gemütlich unser Leben trotz der vielen Arbeit und des manchmal aufkommenden Stresses ist. Es macht deutlich, dass viele unserer sogenannten Probleme eigentlich gar keine Probleme sind. Hunger und Kälte. Keine Wohnung, keine Perspektive, dass sind wirklich Probleme. Macht die Leute, die den Grossteil des Tages gerne mit Klagen verbringen, obwohl sie alles haben (und davon gibt es leider viele), ruhig einmal darauf aufmerksam!!!

In unserem Wohnblock wohnen auch viele ältere Leute. Viele von ihnen leben alleine und schwatzen gerne am Hauseingang mit anderen Bewohnern 🙂  Ich versuche zumindest ein paar rumänische Sätze mit ihnen zu wechseln und sie wissen nun auch schon, dass ich die Sprache noch lerne und haben viel Geduld mit mir. Auf unserer Etage gibt es 4 Wohnungen. Eine Wohnung ist oft leer, da der Bewohner meistens in Bukarest ist. Eine andere Wohnung ist nun unbewohnt, weil die Dame leider kurz vor Weihnachten mit 76 Jahren verstarb. Der orthodoxe Priester kam mehrmals, um mit seinem Gesang die Wohnung zu segnen. Das war eine neue Erfahrung für uns – es sind richtig schöne Gesänge, hatten wir so vorher noch nicht gehört. Und direkt neben uns wohnt ein sehr netter älterer Herr, der mit seinem Krückstock jeden Tag unterwegs ist und von seiner Tochter besucht wird. Dieser Mann war auch der Grund, dass wir am vergangenen Wochenende das erste mal den Notruf wählen mussten. Er ist nämlich aus dem Lift gestolpert, verlor das Gleichgewicht, krachte mit dem Kopf gegen die Wand und sass dann blutend und stöhnend auf dem Boden vor unserer Tür. Wir waren gerade beim Abendessen und bekamen einen mächtigen Schreck.

Wir versuchten mit ihm zu reden, halfen ihm, sich etwas sauber zu machen, halfen ihm in seine Wohnung hinein und später dann kamen drei Sanitäter, die ihn untersuchten und seine Tochter anriefen. Florian, unermüdlicher THWler und Nerven wie Drahtseile, wischte später im Flur das Blut weg und blieb die ganze Zeit über erstaunlich kontrolliert und ruhig. Ich machte mir immer ‘nen Kopf, ob wir auch alles richtig machen und konnte in der darauf folgenden Nacht kaum schlafen, weil ich mir allerhand Horrorszenarien ausmalte. Natürlich zu unrecht, denn wir konnten dem Mann ja helfen und er wurde gut versorgt. Aber dieses Bild des hilflosen Mannes auf diesem harten Fussboden will mir nicht aus dem Kopf. Ich höre ihn nun wieder mit dem Lift fahren und sehe ich spazieren gehen. Gott sei Dank scheint es ihm wieder gut zu gehen 🙂

Eure Cindy

Unser Kochbuch

20160206_12363220160206_123707Es ist schon beeindruckend, was der International Women’s Club hier in Cluj immer so auf die Beine stellt. Über einige unserer Aktivitäten und Events schrieb ich ja schon öfter.

Diese Woche ging allerdings ein richtig tolles Projekt zu Ende. Über 5 Monate lang sammelten wir die Lieblingsrezepte aller Mitglieder. Zwei Damen verbrachten danach endlose Stunden damit, alles zu sortieren und zu formatieren und gaben schlussendlich den Druckauftrag. Und da ist nun: unser erstes CIWC Kochbuch 😉

Auf 136 Seiten gibt es Rezepte aus aller Welt zum Nachkochen. Ob nun Zimtschnecken oder Pancakes zum Frühstück, Shorbat Adas oder Samosa als Vorspeise, Kashmiri Hühnchen oder Spinathackbällchen als Hauptgericht und Fondant au Chocolat oder Carrot Cake für danach – es gibt unzählige Köstlichkeiten zum Ausprobieren.

Am Donnerstag fand die grosse Buchvorstellung statt und wir konnten unsere vorbestellten und heiss ersehnten Bücher mit nach Hause nehmen 🙂

IMG_20160204_114607Die Buchvorstellung selber wurde wieder zum wunderbaren Event. Wir trafen uns im Haus eines Mitglieds, jeder kochte oder buk ein eigenes Rezept und gemeinsam verbrachten wir den Morgen mit der Vorstellung und der Verteilung der Bücher, mit Plaudern und Mampfen. Die “Essevents” sind generell die am besten besuchten Veranstaltungen. Da war es nur logisch, dass es endlich dieses Kochbuch gibt. Die Bücher sehen fantastisch aus (Kompliment an die beiden Designer und die Druckfirma!) und ich freue mich schon darauf, die Rezepte auszuprobieren. Ich bin übrigens mit 5 meiner Lieblingskreationen vertreten. Für mich ist das eine tolle Erinnerung. Wenn ich mal alt und blond gefärbt bin, schaue ich dieses Buch bestimmt an und denke an den Club und all die tollen Erlebnisse zurück.

Falls euch nun das Interesse gepackt hat und ihr auch gerne ein Buch (alles in Englischer Sprache!) möchtet, wisst ihr, wie ihr mich kontakieren könnt. Nachdrucke sind aufgrund der hohen Nachfrage im Club auf jeden Fall vorgesehen…

Eure Cindy

Blockbustersonntag: “Der Marsianer”

TheMartianPoster-692x1024Neuer Abend, neues Glas Whiskey, neuer Blockbuster 🙂

Diesmal begleitete uns Matt Damon als gestrandeter Astronaut in “The Martian” durch den Abend. Weltraumfilme sind eigentlich nicht so mein Ding, deshalb landete dieser Film auch nicht direkt auf meiner Wunschliste, zumal er mit 142 Minuten auch noch recht lang ist. Aber Leute, was soll ich sagen: Der Film  ist richtig klasse. Flori ist generell technikbegeistert und war von Anfang an mit Interesse dabei. Vorlage zum Film war übrigens der Bestsellerroman “The Martian” von Andy Weir.

Im Film also spielt Matt Damon einen Astronauten, der mit seiner Crew auf dem Mars forscht, dann in einen starken Sturm gerät, so dass sie ihre Mission unplanmässig abbrechen müssen. Dabei wird Matt Damon, alias Mark Watney, vom Sturm mitgerissen und verletzt. Seine Crew hält ihn für tot und macht sich ohne ihn auf den 1-jährigen Heimweg zur Erde. Mark Watney kommt derweil auf dem Mars wieder zu sich und muss nun sehen, wie er überleben kann. Er kehrt in das Habitat zurück, wo er sich erst einmal selbst verarztet. Da vieles der Station zerstört ist, kann er keinen Kontakt zur NASA aufnehmen. Er merkt bald, dass seine Vorräte zur Neige gehen und beginnt dann umständlich und einfallsreich im Habitat Kartoffeln zu pflanzen und aus Treibstoff Wasser zu gewinnen.

Bald bemerkt die NASA auf den Satellitenbildern Veränderungen und nach mehreren Überprüfungen ist klar, dass Mark Watney lebt. Nach einigem Hin und Her und erneuten brillanten Ideen Watneys, kann er mit der NASA in Kontakt treten. Nun beginnt der Wettlauf mit der Zeit, um ihn Heim zu holen. Denn eine Rakete zu bauen braucht Zeit, der Flug zum Mars dauert ein Jahr und wie lange kann er dort auf dem unwirtlichem Planeten noch überleben?

Ich will gar nicht zu viel erzählen, denn ich will euch den Film ja wärmstens empfehlen. Die 142 Minuten vergehen wie im Flug, die Spannung lässt selten nach, der Film ist durchzogen von feinstem Humor, ohne dass man aber den Ernst der Lage Watneys vergisst. Matt Damon, der eigentlich in jeden seiner Filme eine gute Figur macht, und fast alles spielen kann, hat hier meiner Meinung nach auch wieder voll überzeugt.

Ich bin kein Techniknerd und wahrscheinlich hat mich die emotionale Seite des Film viel mehr angesprochen, als das ganze Weltraumdingens. Was ich aber am tollsten fand, war die Message, dass, wenn in einer aussichtslosen Lage ist, nicht sofort den Kopf in den Sand stecken darf. Sondern man löst ein Problem, danach das nächste, und dann noch eines, und noch eines, bis man aus der Situation wieder heraus ist. So hat Mark Watney auf dem Mars gemacht und dabei widerwillig die Disco-Musik seiner Kommandeurin gehört 🙂

Eure Cindy

Blockbustersamstag “Burnt”

burntFlorian und ich erlebten ein wunderbar entspanntes Wochenende. Ein langer Spaziergang, ein Besuch in der Mall, zwei Restaurantbesuche, hier und da ein paar Kleinigkeiten erledigt – das war dann auch schon alles 🙂

Die Abende genossen wir mit Emily auf dem Sofa, einem sehr leckeren Single Barrel Whiskey von Jack Daniels in der Hand (ein Geschenk von Willi – unserem knuffigen angeheirateten Cousin) und einem Blockbuster auf dem Bildschirm.

Am Samstag Abend schauten wir uns “Burnt”, einen Film mit jetzt-wieder-Single und ehemals sexiest man alive Bradley Cooper an. Darin spielt er Adam Jones, einen 2-Sternekoch, der in Paris mit Drogen, Arroganz, seinem manischen Hang zur Perfektion und Frauengeschichten seine Karriere gegen die Wand fuhr. Wieder in London, versucht er nun, seinen Ruf wiederherzustellen und den 3. Michelinstern zu bekommen.

Der Film ist gespickt mit Stars, was mein Moviejunkieherz natürlich höher schlagen lässt! Sienna Miller, Omar Sy (Ziemlich beste Freunde) und die wunderbare Emma Thompson sind dabei, ebenso wie Daniel Brühl, der einen tollen Franzosen spielt, der im Film von Bradley Cooper einen Kuss abstaubt (der Glückliche), ebenso wie Uma Thurman, die einen Gastauftritt hat.

Der Film ist recht witzig, ohne aber die kaputte Seele des Sternekochs ins Lächerliche zu ziehen. Er muss während des Films zahlreiche Dämonen und ehemalige Bekannte bekämpfen, muss Teamwork lernen und sein an Wahnsinn grenzendes Ego gerade rücken, um endlich sein ganzes Potential auszuschöpfen, und um überhaupt eine Chance zu haben, den 3. Stern zu bekommen.

Und ständig sahen wir Teller mit den allerschönsten Köstlichkeiten, die uns Appetit auf mehr machten. Essen ist was Feines und gut zubeireitete Speisen sind unschlagbar, oder? Unser Film am Samstag hat uns sehr gut unterhalten und Lust auf den nächsten Restaurantbesuch gemacht 🙂

Eure Cindy