Archive | August 2015

Blick auf das Ariesului-Tal

IMG_5042IMG_5076Vor ein paar Tagen machten Florian und ich eine weitere Bergwanderung im Apuseni-Gebirge. Diesmal führte uns unser Guide Marius ins historische Motzenland im Westen Siebenbürgens, wo die Aries durch das gleichnamige Tal fliesst und herrliche Berge erkundet werden können.

Unsere Tour begann im kleinen Dorf Sundorf (rum. Salciua) und führte über Wiesen und Täler, durch den idyllischen Wald bis hinauf auf die Bedeleului-Höhen.

IMG_5034IMG_4054Vom Ausgangspunkt im Ort bis ganz nach oben auf den kleinen Balkon aus Holz sind es etwa 650 Meter Höhenunterschied. Das war also alles in allem ein 7-stündiger Hike, der unsere Kräfte ganz und gar beanspruchte  🙂

IMG_5049DSCF1381Aber es war trotz der Anstrengung toll. Wir erlebten eine Landschaft wie gemalt. Stundenlang wanderten und kletterten wir durch den ruhigen Wald. So konnte uns auch die Sonne nichts anhaben, die bei 32 Grad unermüdlich vom Himmel schien. Unser erstes Ziel waren die Sipote Wasserfälle. Es ist ein Treppenwasserfall. Das kalte Nass fällt ca. 15 Meter weit hinab und läuft dann ruhig den Berg hinunter. Die Sipote Wasserfälle sind generell leicht zugänglich, man kann sogar hinter das Wasser gehen und den “Regen” von innen betrachten. Das war definitiv schon eine erste Belohnung für den sportlichen Einsatz!

IMG_5069IMG_5072Danach stiegen wir hinauf auf den Aussichtspunkt, wo die Bedeleului-Höhe als Steilwand vor uns mehrere Hundert Meter hinab ins Tal fällt. Dort hat man vor ein paar Jahren eine Art Balkon, eine Holzkonstruktion mit Geländer, angebracht auf der wir erst einmal Rast machten und uns das Picknick schmecken liessen. Der Ausblick und die weite Kulisse, die wir dabei genossen, waren unbeschreiblich. Einfach genial.

IMG_5073Weiter ging die Tour zu der sehr bekannten Drachenhöhle mit dem schönen Drachentor davor. Das Trascau-Gebirge hat tausende Höhlen. Einige sind begehbar, andere eher nicht 🙂 Immer wieder werden neue Zugänge und unterirdische Wege gefunden. Ein Paradies für jeden Höhlenforscher 🙂

Es ranken sich zahllose Sagen um die Drachenhöhle. Feen und Riesen spielen da eine Rolle. Und natürlich Drachen und mystische Wesen, die ständig die schönsten Mädchen in den umliegenden Dörfern stahlen und in ihre Höhle verschleppten. Natürlich gab es viele mutige Männer, die ihre Schönheiten zurückerobern wollten, aber von ihnen kehrte angeblich niemand wieder nach Hause zurück.

DSCF1407IMG_4069Der Eingang zur Höhle ist sehr eng, aber danach erstreckt sich zur rechten Seite eine grosse Galerie, die in etwa 90 Meter weit ins innere des Berges führt. Mit der Kopflampe haben wir alles wunderbar erkunden können. Wir waren beide vorher noch nie in einer derart unberührten und naturbelassenen Höhle gewesen. Es war nichts gesichert und auch niemand verlangte Eintritt!!

In der Höhle gibt es Stalaktiten und Stalagmiten, es ist furchtbar kalt und feucht und man muss aufpassen, dass man auf den rutschigen Steinen nicht fällt. Ab zu sah man eine verirrte Motte und ansonsten war es still.. einfach nur still. Ganz toll war das. Wir fanden es unheimlich interessant und sind uns sicher, dass wir ohne Guide dort nie hineingekrochen wären 😉

IMG_5023Danach erfolgte der teilweise steile Abstieg und die Fahrt nach Hause. Es war mal wieder eine fantastische Tour, bei der wir viel gesehen, viel gelernt, viel gelacht und viel geschwitzt haben. Bis zum nächsten Mal… 🙂

Eure Cindy