Archive | May 2015

Lego, Lego, Lego

IMG_4763IMG_4758Könnt ihr euch noch an meinen Beitrag “Das Kind im Manne” erinnern? Dieses Kind war aus Zeitmangel eine ganze Zeit lang verschwunden. Heute zeigte es sich aber wieder. Wir waren nämlich im Spielzeugladen, um für Florians Neffen und Nichte ein paar Klenigkeiten zu kaufen und dann überkam es meinen Mann: Er kaufte sich den grossen Lego Technik Radlader!!!

Der Unimog, der Hubschrauber und der Schwerlastkran (alle schön gross und staubanfällig) bekommen also einen neuen Bruder im Regal.

Ich gönne es ihm. Beim Zusammenbauen leuchten seine Äuglein und er sieht so selig aus. Was will eine Ehefrau mehr?? 🙂

IMG_4761IMG_4766Emily hilft ihm übrigens beim Basteln. Allerdings besteht ihr Ziel darin, die Folie so schnell wie möglich zu zerkauen und Teilchen aufzuessen, bevor Florian es merkt und das angesabberte Teil doch noch verbauen kann.

U20150601_132546nsere Freundin Andrea wird beim Lesen jetzt bestimmt vor sich hin schmunzeln. Sie war nämlich vor Kurzem zu Besuch im Legoland in Dänemark und ist seitdem auch ein Konsumenten-Opfer der Lego-Technik. Ich gönn’s euch 😉

Eure Cindy

 

Kuschelparty

DSC03194Leute, ich hab was gelesen, das haut euch bestimmt vom Hocker!

Ich bin ja nicht gerade als grosse Kuschel-Katze bekannt. Mama kuschelt für ihr leben gern, Papa zeigt auch Anflüge dieser Unart, aber mir geht das alles ganz weit an den Hinterpfoten vorbei.

Da stosse ich doch tatsächlich auf einen Artikel über Kuschelpartys. Genau Kuschelpartys!! Leute, die sich treffen, um zu kuscheln. Häh!?

Da treffen sich Fremde Leute, und lümmeln auf Matten oder Decken herum und sind sich einfach nur nah. Ohne schmuddelig zu werden natürlich. Hier geht’s nur ums Kuscheln!! Im Tierreich ist es Gang und Gäbe, dass man eng aneinanderrückt, wenn’s das Überleben fördert. Scheinbar haben die Menschen da einiges dazu gelernt.

Denn schlaue Leute haben erforscht, dass Kuscheln und Umarmungen allerhand positive Effekte haben. Körperliche Nähe fördert Glückshormone, stärkt das Selbstbewusstsein, kreiert ein Wir-Gefühl, lässt Körper und Geist zur Ruhe kommen, mindert Stress und steigert das Immunsystem. Kurzum, Menschen brauchen körperliche Nähe und Wärme, um gesund und einigermassen heil im Kopf zu sein. 😉

2 Therapeuten veranstalteten 2004 die erste offizielle Kuschelparty in NY als Hilfe bei Beziehungsproblemen, aber das Prinzip des Treffens und Kuschelns gibt es schon lange. Nun aber wurde es durch diverse Psychologen richtig bekannt gemacht und unter therapeutischer Leitung treffen sich überall in der Welt allerhand Leute in kleinen und grossen Gruppen und liegen im Rudel aneinander gedrängt und kuscheln stundenlang – bis alle genug haben und wieder nach Hause gehen.

thEs gibt Gruppen für alle Bedürfnisse –  nur Frauen, nur Männer, gemischt, kostenlose Gruppen, therapeutische Gruppen etc. Und es gibt sie in allen grossen deutschen Städten. Also nix wie hin… 🙂

Nicht jede Party hat allerdings einen Therapeuten dabei. Es gibt aber immer einen, der durch die Show führt und zu Anfang”Eis-Brecher-Spiele” organsiert, die die Leute locker machen sollen. Sonst dauert’s ewig, bis sich die Herrschaften endlich in den Armen liegen 😉

Mama und Papa machen auch ständig Kuschelpartys. Allerdings laden sie nur mich dazu ein. Ist ja nicht so, dass ich diese Einladung gerne annehme, aber die geben eh keine Ruhe, bis sie mich an sich gedrückt haben!!!

In diesem Sinne… frohes Kuscheln. Und einen gesunden Körper und Geist!

Miau… Eure Emily

 

Amerikanischer Morgen

IMG_4721IIMG_4749m internationalen Frauenverein von Cluj fand mal wieder ein landestypischer Morgen statt. Nachdem ich vor ein paar Monaten bei den Rumäninnen zu Gast sein durfte, luden uns gestern die Amerikanerinnen ein, ihr Land und ihr Essen genauer kennen zu lernen.

Gastgeberin war Elisabeth, eine New Yorkerin, die Manhattan typische Business-Kleidung trug. Denn wie wir haben gelernt: In NYC trägt man schwarz!

IMG_4731IMG_4735Schön war auch zu sehen, wo unsere Damen eigentlich herkommen. Jede Amerikanerin trug die Landesfahnen ihrer Vorfahren. Fast alle von ihnen hatten u.a. deutsche Vorfahren, einige kamen auch aus Norwegen, Peru, China, Italien, die UK…

Sie gaben uns eine richtig lustige Präsentation, inklusive witzige Akzente des Landes. Manche Sachen, wie die Monumente in NY und Washington DC sind ja recht bekannt, aber einige Tipps haben auch richtig Lust darauf gemacht, das Land zu bereisen. Die Carolina Staaten z.B. müssen sehr, sehr schön sein. Anschliessend veranstalteten sie ein Quiz, bei dem mein Team gewann!! Yeahhh Baby 😉

IMG_4742IMG_4752Und dann wurde gegessen… viel gegessen… Kürbiskuchen, Fleischeintopf, Chilitopf, Sandwiches, Hotdogs, Kalifornischer Salat, Brownies und jede Menge anderer Leckereien. Mmmhhhh…. Florian musste auch nicht Hungern, denn ich nahm etwas vom Bananenbrot mit Heim, das ich unbedingt nachbacken muss.

IMG_4754Schön war’s wieder. Mal schauen, welches Land sich uns als nächstes vorstellt 🙂

Eure Cindy

 

 

Hochzeit auf den Seychellen

DSC037146Romantisch, romantisch, romantisch. Und sehr warm. So war er, unser Hochzeitstag auf den Seychellen 🙂

Nach unserer standesamtlichen Trauung vor schon fast einem Jahr, gaben wir uns noch einmal ganz in Weiss am Strand Anse Lazare auf Mahe das Ja-Wort.

7DSC_6144Der Tag begann damit, dass 2 Damen für Make-up und Frisur zu uns ins Hotel kamen. Make-up und tropisches Klima verträgt sich ja nur mittelmässig, aber wir finden die Ladys haben das ganz toll gemacht. Im guter Start in einen tollen Tag.

Danach wurden wir in einem hübsch dekorierten Auto zur Trauung gefahren, wo uns der Standesbeamte und unsere Trauzeugen schon erwarteten. Alles war herrlich mit Blumen und kleinen Details dekoriert.

DSC_6160DSC_6215Die Trauung selber war auch wunderschön. Florian und ich gaben uns unsere Eheversprechen. Wir wiederholten die Worte des Standesbeamten auf englisch und erlebten einen sehr ergreifenden und intimen Moment. Wir tauschten die Ringe (noch einmal 🙂 ) setzten unsere Unterschrift unter unser schönes Versprechen und dann knallten die Korken. (Schampus und tropisches Klima ist übrigens genauso komisch miteinander wie Make-up und tropisches Klima – man muss halt aufpassen!!! Hahahaha!)

5483Es gab anschliessend einen hübschen und leckeren Kuchen und dann machte der Fotograf mit uns tolle Fotos am Strand…

Die Trauung und der Tag waren genau so, wie wir es uns gewünscht hatten – romantisch, sehr privat und mit einer wahnsinnig schönen Kulisse im Hintergrund.

Ein unvergesslicher Moment…

Eure Cindy

 

 

Unsere Seychellen Reise

IMG_4590Florian und ich erlebten in unserer schönen Beziehungszeit schon einige Traumurlaube – die Reisen nach Sardinien, Bali und Lappland waren einfach klasse.

Dieses Jahr führte uns der Jahresurlaub auf die Seychellen. Es sollte ein ganz besonderer Ort sein, denn auf dieser Reise wollten wir unsere Strandhochzeit und die Flitterwochen erleben. Und etwas ganz Besonderes waren die Inseln auf jeden Fall 🙂

Die Reise dorthin ging über München und Dubai. Wir waren über einen Tag lang unterwegs und kamen müde aber aufgeregt auf der Hauptinsel Mahe an.

IMG_4531IMG_4529Unser erster Stopp am schönen Strand Baie Lazare war schon ein Highlight. Wir wohnten in einem Hotel in Hanglage mit einer atemberaubenden Sicht über die ganze Bucht. Der Strand war leicht zu erreichen. Wir glauben, dass wir noch nie so weichen, feinen Sand unter den Füssen hatten und dass wir noch nie in so warmen und klaren Ozeanwasser gebadet haben. Ein Träumchen, einfach nur schön!!

IMG_4568IMG_4549Wir verbrachten die Tage mit baden, lesen, spazieren gehen, essen, Cocktails und lokales Bier trinken… wir liessen die Seele, nach den doch etwas hektischen letzten Wochen, einfach nur baumeln.

Hier auf Mahe fand auch unsere Strandhochzeit statt, aber dazu mehr in einem separaten Eintrag 😉

IMG_4592IMG_4585DSC03746Nach 4 Nächten ging unser Tripp weiter nach Silhouette, einer kleinen Insel im Norden von Mahe, wo wir unsere Flitterwochen verbrachten. Die Insel hat nur ein einziges Hotel, das Hilton Labriz, mit verschiedenen Villen im Garten und am Strand. Eine Fähre brachte uns dorthin uns wir gönnten uns den Luxus einer Beach Front Villa, die der absolute Wahnsinn war. Wir mussten nur ein paar Schritte tun und standen schon im warmen Meer. Silhouette ist übrigens so klein, dass man die Insel mit dem Boot bequem in ca 40 Minuten umfahren hat.

Wir gingen dort wieder unserem alten Rhythmus nach, der aus baden, lesen, spazieren gehen, essen, Cocktails und lokales Bier trinken bestand 🙂

DSC03777ADSC03774n einem Abend machten wir eine Bootstour mit, die uns einen wunderschönen Sonnenuntergang bescherte und dort auf dem Boot liessen Florian und ich mit Hilfe der anderen Gäste und der Crew einen “chinese latern”, einen chinesischen Wünscheballon, steigen. Das war nicht nur für uns zum grossen Highlight der Bootstour geworden 🙂

IMG_4584IMG_4649An einem anderen Abend bekamen wir als Flitterwochengäste ein Bad geschenkt. Der Housekeeper liess die Wanne ein, dekorierte alles mit endlos vielen Blumen und stellte Kerzen und Räucherstäbchen auf.

Generell wurden wir auf Silhouette ganz schön umsorgt und verhätschelt. Daran kann man sich grad gewöhnen 🙂

Unser Housekeeper war übrigens eh enorm kreativ. Aus den benutzen Handtüchern bastelte er uns ständig neue Tiere. Elefanten, Schwäne, Affen die am Kleiderbügel baumeln – der Junge konnte alles 🙂

IMG_4651IMG_4631DSC03783Apropos Tiere: Davon sahen wir auf unserer Reise unzählige. Viele bunte Vögel, Fische, tausende Krabben, Flughunde und einmal sah Florian sogar einen Rochen springen. In unserem Hotelzimmer wohnte ein Gecko, den wir Jaque-Schorsch tauften. Und vor dem Zimmer wohnte unsere Spinne Wanda. Die war dann plötzlich verschwunden und wir meinen, Jaque-Schorsch hätte sie gegessen!!!

Leider konnten wir die Riesenschildkröten, die auf der Insel leben, nicht sehen. Man gelangt dort nur mit geführten Wanderungen hin, die leider alle schon ausgebucht waren. Das hat uns doch etwas geärgert, denn das Hotel wirbt mit den Tieren und wir hatten uns sehr darauf gefreut.

Nach über einem Tag Reisezeit über Dubai und München (wo wir unsere Freunde Beat und Beatrice trafen  – nochmals nachträglich Happy Birthday an euch beide!!!) ging es zurück in die Heimat nach Klausenburg. Emily guckte recht mürrisch und schimpfte mit uns ein bisschen, als wir sie aus der Tierpension abholten. Aber nun ist die Family wieder komplett und der auch sehr schöne Alltag hat uns wieder.

Eure Cindy

 

Tiramisu

Schnell, ohne Kochen und ganz, ganz lecker 🙂

Zutaten:

4 Eigelb

2 Eiweiss

1 grosser Schluck Amaretto (ganz nach Geschmack!)

500 gr Mascarpone

100 gr Puderzucker

Starker Kaffee ( 1-2 grosse Tassen)

Löffelbiskuit

Kakaopulver zum Bestreuen

 

Zubereitung:

Eigelb, Amaretto und Mascarpone verrühren. Das Eiweiss steif schlagen und unterheben.

Dann geht das fröhliche Schichten los. Am besten nimmt man eine Glas- oder Auflaufform. Bilde 4 Schichten und beginne mit dem Löffelbiskuit. Tauche jeden Löffelbiskuit vorher in den Kaffee ein. Man kann auch einen Pinsel nehmen und sie mit Kaffee bestreichen, dann schmeckt das Tiramisu nicht so stark nach Kaffee. Wenn eine Schicht Biskuit fertig ist, kommt die Creme oben drauf. Und das Ganze noch einmal…

Zum Schluss grosszügig mit Kakaopulver bestreuen und mindestens einen halben Tag lang kalt stellen. Am besten schmeckt das Tiramisu, wenn man es am Vortag macht und es lange gekühlt hat.

Nicht gerade die neue Diät, doch ab zu darf man schon sündigen, oder? Viel Spass beim Schlemmen 😉

 

 

Wandern in Baisoara

IMG_4661IMG_4692Mit dem schönen Wetter beginnt die neue Hiking Saison.

Zugegeben, Florian und ich waren schon mal fitter und können ein wenig Training gut gebrauchen. Gelegenheit dazu hatten wir am Samstag, als wir bei einer geführten Wanderung in unserer Lieblingsbergregion Baisoara teilnahmen.

IMG_4704IMG_4699Unsere Gruppe war recht gross und bestand aus uns beiden, dem rumänischen Guide, einer Australierin (mit der ich morgen Kaffee trinken gehe) und 12 amerikanischen Studenten, die für ein paar Wochen in Cluj sind. Vom Anfänger bis zum Profi-Hiker war alles vertreten. Die Tour war mittelschwer, so kamen also alle irgendwie auf ihre Kosten 🙂

IMG_4697IMG_4708Die Karpaten zeigten sich mal wieder von ihrer grünsten Seite. Das Wetter war, wenn man von einem kleinen Regenschauer auf halber Strecke einmal absieht, angenehm warm und sonnig. Wir wanderten ca. 6 Stunden lang durch Wald und Wiesen der Apuseni-Berge. Wir passierten kleine Schafhütten, diverse Schafherden, machten ein Picknick am Wegesrand (wobei wir unser Lunch mit einigen Hütehunden teilen mussten – die vielen Damen in der Gruppe konnte den flehenden Augen einfach nicht widerstehen) und wanderten weiter entlang der Kalksteinmassive. Die Gruppe hat gut harmoniert, es wurde richtig viel gelacht und der Tag verging irgendwie wie im Flug.

Zum Schluss durchquerten wir noch kleine Taldörfer und trafen auf ältere Damen, die uns schon von Weitem fröhlich zuwinkten. Die Rumänen sind halt ein sehr gastfreundliches Volk. Da guckt keiner argwöhnisch, wenn man in Wanderkluft durch ihr Dorf stolziert, sondern wird herzlich empfangen.

IMG_4683IMG_4714Auf dem Weg zurück nach Cluj machte der Bus noch halt bei einer sehr schönen alten Holzkirche inklusive Kloster. Florian hat Gott sei Dank Bilder gemacht, denn ich habe diesen Stopp schlicht weg verschlafen. Wandern macht aber auch müde 😉

Wir sind also wieder auf den Hiking-Geschmack gekommen. Unser Guide Marius bietet viele andere interessante Wanderungen an und wir werden sicher schon bald wieder einmal mit ihm auf Tour gehen.

Eure Cindy

 

 

Häusliches Update

Nun sind wir schon fast ein 3/4 Jahr in unserer neuen Heimat Klausenburg, da ist es doch wohl mal wieder Zeit für ein kleines Update über die vielen Ereignisse im Dasein der Familie CiFlo 🙂

IMG-20150506-WA0000Der Frühling hielt auch bei uns Einzug und in der letzten Nacht erlebten wir unser erstes “rumänisches” Gewitter. An den warmen Tagen nutzen wir gerne unsere schöne Dachterrasse. Wir liegen in der Sonne, arbeiten am Laptop oder essen dort oben zu Abend und geniessen dabei die tolle Aussicht.

Florian kommt in seinen beruflichen Vorhaben sehr gut voran. Wir sind immer noch sehr froh, dass wir uns damals für die Entsendung nach Rumänien bewarben. Er hat zwar sehr viel zu tun und lernt dabei auch ohne Unterlass dazu, aber er hat Freude an der Arbeit. Das ist doch das Wichtigste überhaupt, oder?

Und auch ich bin sehr beschäftigt. Ich schmeisse nicht nur den Haushalt, plane unsere Reisen und die beiden Hochzeitsfeiern in Deutschland und versuche Flori den Rücken mit den vielen organisatorischen Dingen etwas freizuhalten, sondern habe auch ein paar persönliche Projekte am Start. Seit Januar schreibe ich kleine Artikel über aktuelle Ereignisse in Siebenbürgen und Kurzgeschichten über die Katze Olga für eine deutsch-sprachige Wochenzeitung in Sibiu. Das macht mir sehr viel Spass und ich kann mich im Schreiben so richtig austoben.

Im Sommer möchte ich ausserdem versuchen, meine Gaben in der Meditation unters Volk zu bringen. Ich habe schon einige Ideen, mal schauen, ob ich diese auch umsetzen kann 🙂

Ab dem Juni bin ich die neue Schatzmeisterin des Cluj International Women’s Club, mit denen ich schon allerhand Dinge unternommen und erlebt habe. Die Buchhalterin des Vereins spricht allerdings nur wenig Englisch, d.h. ich muss an meinen Rumänischkenntnissen feilen, um mich mir ihr verständigen zu können.

IMG_4373Apropos Rumänsich… unser erster Kurs neigt sich im Juni dem Ende zu. Wir haben schon viel gelernt, können kleine Sachen sagen und verstehen schon erstaunlich viel. Aber wir trauen uns noch nicht so recht, die Sprache in der weiten Öffentlichkeit anzuwenden. Das kommt aber sich noch 😉

Über unsere vielen kleinen Ausflüge habe ich ja schon berichtet. Bald steht dann auch unsere Hochzeits-/Flitterwochenreise auf die Seychellen an. Wir können es kaum erwarten, aber darüber berichte ich ein anderes Mal mehr.

Hat Emily euch von ihrem gefiederten Stalker erzählt? Jeden Tag bekommt sie Besuch von einer Nebelkrähe. Eine ungewöhnliche Liebe ist das 🙂

Ihr seht also, uns dreien geht es prächtig. Und wie läuft es bei euch? Nutzt doch einfach die “Kommentar-Funktion” und erzählt uns, wie es unseren lieben Freunden an all diesen unterschiedlichen Orten dieser Welt und unseren treuen Lesern so geht 🙂

Eure Cindy

 

Mein neuer Freund

20150504_120528So, jetzt ist es Zeit für mein Nachmittags-Nickerchen. Ich leg mich mal auf meinen Hocker vorm Schlafzimmerfenster.. vielleicht kommt ja mein neuer Freund bald wieder zu Besuch.

Hmm… mein neuer Freund schmeckt bestimmt total gut. Ich kenne meinen neuen Freund nun schon seit ein paar Wochen. Jeden Morgen und Abend setzt er sich auf den Wohnzimmerbalkon und plaudert mit mir. Wenn der mal anfängt zu plappern, hört der ewig nicht wieder auf zu reden. Auf meinen Balkon vor dem Schlafzimmer kann er nicht fliegen, denn da ist das Katzennetz davor. Vielleicht auch besser so. Sonst hätte ich ihn bestimmt schon vermampft.

Mein neuer Freund ist eine Nebelkrähe. Erst wusste ich nicht, was für ein Vogel mein neuer Freund ist, aber Opa Norbert kennt sich aus.

Wenn ich mal nicht zu sehen bin, läuft er auf dem Balkongeländer vor dem Wohnzimmerfenster hektisch auf und ab und ruft nach mir. Mein neuer Freund kann richtig Krach machen. Der schreit regelrecht. Und manchmal klopft er auch ans Haus an. Dann pickt er mit dem Schnabel auf die Fassade ein und hört erst wieder auf, wenn er mich sieht. Mama denkt dann immer, es hat an der Tür geklopft 🙂

IMG-20150503-WA0000Keine Ahnung warum mein neuer Freund nur morgens und abends vorbeischaut. Tagsüber ist er wohl beschäftigt. Ob der noch andere Katzendamen besucht? Päh, dieser Schwerenöter!!!

Mama sagt, sie weiss nicht recht, ob mein neuer Freund mich heiss oder doof findet. Ich finde ihn auf jeden Fall richtig lecker. Hab ihn sozusagen zum Fressen gern. Hahahaha 😉

Aber eben, wie Lady Sunshine und Mr Moon werden wir auch nicht zusammen kommen können. Dafür hat Papa mit seinem ollen Netz gesorgt.

Ich träum mal was von ihm. In meinem Traum schmeckt er auch total super 🙂

Eure Emily

Ausflug nach Sighisoara

IMG_4486Wir waren mal wieder mit unserem “Haus-und-Hof-Tour-Unternehmer” unterwegs. Diesmal führte uns die Tagesreise nach Sighisoara (zu deutsch Schässburg), dessen Altstadt seit 1999 UNESCO-Weltkulturerbe ist. Das ist ausserdem die Gegend, in der die deutschen Siebenbürgen im Mittelalter siedelten, dementsprechend “deutsch” ist dort alles noch – der Baustil, die Kirchen, die Schulen, die Namen…”.

Doch bevor wir Schässburg einnahmen, fuhren wir ins benachbarte kleine deutsch-stämmige Dorf Daia (Denndorf), wo in diesem Monat der Transsilvanische Brunch stattfand.

IMG_4471IMG_4494Diesen Brunch gibt es ein Mal im Monat während der Sommermonate in verschiedenen Dörfer der Mures und Sibiu Regionen. Das sind die Bereiche in Rumänien, in denen unsere deutschen Landsleute im Mittelalter hauptsächlich siedelten.

Mit diesen Veranstaltungen möchten die Organisatoren Gelder für die Restaurierung alter Dörfer, Kirchen und denkmalgeschützter und erhaltenswerter Häuser sammeln. Die Kirche von Denndorf stammt auf dem 13. Jahrhundert. Einige Häuser sind genauso alt und werden nun stück für Stück restauriert.

IMG_4479DSC03627Der Brunch war toll. Das Büffet wurde auf einer Wiese aufgebaut, man servierte typisch regionale Suppen, Kuchen und andere Gerichte und gegen den Durst gab es reichlich Quitten- und andere Säfte. Lecker 😉

Nachdem wir assen und eine Weile auf unserer Decke rumlümmelten, erkundeten wir den Friedhof (hauptsachlich deutsche Namen), die Kirche, den Kirchturn und das Dorf.

DSC03642IMG_4504Danach ging unsere Reise durch kleine Dörfer weiter in die schöne Stadt Schässburg. Der Ort wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts von deutschen Siebenbürger Sachsen gegründet. Man nennt sie zwar Siebenbürger Sachsen, aber das hat nichts mit unserem Bundesland Sachsen zu tun, denn hauptsächlich kamen sie aus Baden-Württemberg, Köln, Trier, Flandern etc… Der Name “Sachsen” geht darauf zurück, dass sie das sächsische Recht genossen, d.h. sie waren u.a. Adlige und Waffenträger und standen daher direkt dem König unter.

IMG_4521Schässburgs Altstadt ist ein romantischer Traum. Man erklimmt dem Berg und kommt auf einen alten Marktplatz, er von schönen Häusern und kleinen Cafes umgeben ist. Irgendwie betritt man dort eine andere, frühere Zeit. Wir besuchten die deutsche Schule, die evangelische Kirche und sahen das Haus, im dem Vlad Sepes angeblich geboren wurde. Vlad der Pfähler, wie er danke seiner Tötungsmethoden auch genannt wurde, soll die “Vorlage” zu Bram Stokers Buch Dracula gewesen sein. Und Dracula ist in Schässburg schon sehr präsent.

Es gibt unzählige Dörfer und Städte, die von deutschen Einwanderern gebaut wurden. Und ich finde, dass alle einen besonderen Charme haben und eine Reise wert sind. Florian und ich werden sicher noch den ein oder anderen Tripp in die deutsche Vergangenheit machen 🙂

Übrigens hat auch das Fernsehen den Brunch begleitetet. Hier ist der Beitrag. Unsere Gruppe ist ganz zu Anfang zu sehen. Alle schön am Mampfen 😉

http://www.digi24.ro/Stiri/Digi24/Actualitate/Stiri/Brunch

 

Eure Cindy