Archive | September 2014

Reif für die Insel

Der Piekser sagte heute ich hätte Burnout!!! 🙁

Da war Mama mal baff. Sie hat mich heute zu ihm gebracht, weil ich Schnupfen, eine Blasenentzündung und was mit den Ohren habe. Das alles ging schon los, als Mama und Papa vor 2 Wochen aus Deutschland heim kamen. Da war Mutti auch krank. Sie ist wieder gesund. Aber bei mir wird’s irgendwie nicht besser.

20140926_111015Hm… was für ein Bockmist. Der Piekser hat mir in den Ohren rumgewühlt, als würde der zu Hause seine Toilette putzen. Mann-o-Mann. Das kann ich gar nicht leiden!!!! Hab versucht in Mama reinzukriechen, aber der hat mich doch immer wieder gekriegt und stocherte kräftig weiter. Spritzen gab’s auch. 2 Stück. Eine mit Antibiotika und eine mit Schmerzmittel. Dann tut es nicht mehr, wenn ich auf dem Katzentöpfchen sitze, meinte er. Na hoffentlich 🙁

30 Minuten später, nachdem sie über Ursache und Wirkung philosophierten, stand für ihn fest: Emily hat Stress!

Na ja, is aber auch grad viel los bei uns. Der Umzug geht die in die Endphase und auch sonst haben die beiden allerhand Zeugs am Hals. Der Piekser meint, ich bekomme vom Stress natürlich alles mit. Und nun haben wir den Salat. Aber jetzt muss Ruhe einkehren. Das sagen Mama und Papa auch. Dann bleiben auch alle gesund und keinem tut beim Pipi machen was weh 🙂

In der Küche liegen 4 Medikamente rum…alle für mich! Na da soll Mama mal kommen 😉

Ich leg mich wieder hin… sagen ja alle, ich solle mich gesund schlafen.

Miau… Eure Emily

Abschiedssause

14 Freunde, Nachbarn und Bekannte kamen gestern zu uns zum Abschiedsapero nach Hause. Und sehr sehr schön war’s.!!!

001008aIch muss sagen, dass es uns schon schwer fällt, unser tolles Umfeld, das wir in Horgen haben, (zumindest zeitweilig) zu verlassen.

Ab 14 Uhr trudelten die Besucher nach und nach ein. Es wurde geplaudert, reichlich gegessen und die, die nicht fahren mussten, leerten mit uns unseren Wein- und Spirituosenvorrat, den wir lt. Zollbestimmungen nicht mit nach Rumänien nehmen können. Alles muss raus…. es hät solang esch hät!

Und dieser Vorrat schrumpfte zusehends. Aber die Flasche 56% fränkischer Hochmoorgeist, die in Windeseile ihren Inhalt verlor, muss wohl doch bei einigen von uns unter Leichtsinn verbucht werden   😉

011020025Um halb eins in der Nacht machten sich dann auch die letzten Gäste wieder auf den Heimweg. Flori (der den Hochmoorgeist wissend ignorierte) räumte noch auf. Ich jedoch (mit einer viertel Flasche Hochmoorgeist und diversen anderem Getränk in Kopf) legte mich direkt ins Bett…welches sich verdächtig drehte!!!!

027Heute muss ich einsehen, dass man mit 33 Jahren eine Sause wie diesen Abschiedsapero nicht mehr so ohne weiteres wegsteckt! Zur Katze gesellt sich bei mir heute also auch ein unerwünschter Kater! Flori scheint irgendwie besser im Saft zu stehen. Der hat nur ein kleines Katerchen 🙂

Aber hey, toller Abend Leute. Vielen Dank, dass ihr alle da wart und so richtig Laune machtet. Und vielen Dank für die lieben Worte und tollen Abschiedsgeschenke. Bis auf bald in Cluj. Wir denken an euch…

Eure Cindy

 

 

 

 

Die Karawane rollt….

So, nun ist es nicht mehr lange, bis wir mit Sack und Pack nach Rumänien ziehen. Am Montag flog Flori wieder für eine Nacht nach Cluj und machte dort unsere neue Wohnung klar 🙂

haus1haus2Wir freuen uns so!!! Die neue Bleibe ist klasse. Die Wohnung ist im Obergeschoss, hat rund 120 m2 Nutzfläche, 4 Zimmer und einen kleinen süssen Wandschrank, in dem ich all mein Haushaltzeugs verstauen kann!

Zur Wohnung gehört auch eine riesengrosse Dachterrasse, die wir alleine nutzen dürfen. Von dort aus hat man einen fabelhaften Blick über die ganze Stadt. Aussenklo, Regendusche, Sonnendach, Grill und Küchenzeile inklusive. Dort lassen sich doch wunderbare Abende verbringen 😉

Genug Stauraum bieten ausserdem der Keller und unsere eigene Garage. Alles sehr modern und hübsch. Kein Wunder, denn das Haus ist erst im August diesen Jahres fertig geworden. Ich glaube, wir sind die ersten richtigen Mieter in dem Gebäude. Die Besitzer wohnen nämlich auch im Haus. Sie haben die 2. Wohnung mit einer Dachterrasse. Scheinen aber recht easy Leute zu sein, die sich ihren Traum vom Haus erfüllten und nebenbei ein paar spätere Wohnungen für die eigenen Kinder mit einplanten. Ich hoffe, wir kommen alle gut miteinander aus 😉

Nun sind wir dabei, die Umzugstermine klar zu machen. Wenn alles klappt, kommt am 14. Oktober der Umzugswagen und 2 Tage später fliegen wir mit Emily im Handgepäck von Zürich über München nach Cluj. Ich hoffe, meine kleine Mausi übersteht die Reise gut. Sie ist doch so klein… und sie ist noch nie geflogen….

Eure Cindy

Ostsee mit (Kälte)Wellen

013Pack die Badehose ein… und gehen wir wieder heim… denn in diesem Sommer herrschte an der Ostsee viel zu oft Jackenpflicht 🙁

Aber hey, is’ uns dich egal!!! Flori ich und besuchten meine beste Freundin Doreen (ihrerseits auch eine Perle der Uckermark), ihren Mann und die zwei süssen Kinder in ihrem zu Hause am Greifswalder Bodden.

Und da mein Gatte die Insel Usedom und die Ostsee noch nicht kennt, fuhren wir sechs, nachdem wir Doreens leckeren Kuchen verdrückten, nach Lubmin und spazierten gemütlich am Ostseestrand herum.

019015Hm.. kalt wars. Die Wolken waren grau und hingen tief. Dennoch gab es viele mutige Urlauber, die sich ihre Urlaubsstimmung nicht nehmen liessen und die sich in die Wellen stürzten, im Strandkorb relaxten oder mit ihren Kindern am Strand spielten.

Eine ganze Gruppe Kite Surfer war am Horizont zu sehen. Und die Promenade war voll mit Spaziergängern wie uns. Auf der rund 1km langen Strandpromenade sind schon in den 30er Jahren die Lubminer entlang spaziert. In den letzten Jahren wurde sie richtig hübsch renoviert. Von der Villenstrasse bis zur Caspar-David-Friedrich-Strasse kann man barrierefrei schlendern und das Wasser und die Wellen beobachten.

Seit inländische Urlaubsziele wieder hip sind, hat auch die Insel Usedom vom Tourismus enorm profitiert. Lubmin wurde zu einem Seebad und hat als Urlaubshotspot richtig angezogen. Ist aber auch schön hier. Es gibt viel zu tun und zu sehen. Die Kaiserbäder Heringsdorf und Ahlbeck zum Beispiel sollte man sich anschauen. Oder Peenemünde, wo man immer noch Militäranlagen besuchen kann. Und die Insel Rügen ist ja auch nicht weit. Die ist auch immer eine Reise wert.

023Die Ostsee hatte übrigens rund 20 Grad. Da war es doch im Wasser um einiges wärmer als draussen am Strand. Das kalte Wetter hielt die Männer aber nicht davon ab, die Füsse zu baden.

Doreen und ich liessen die Schuhe lieber an und tauschten in der kurzen Zeit, die wir miteinander hatten, jede Menge Klatsch und Tratsch aus. Ja, man sieht sich doch sehr selten. Da haben wir Frauen immer sehr viel zu besprechen 😉

Schön war’s meine Lieben. Und Glückwunsch nochmal zum neuen Haus 🙂

Eure Cindy

 

 

 

Katzenhumor

20140828_103801Hier mal wieder ein Kalauer, den mir der Kater aus dem Nachbarhaus neulich mal erzählte:

Ein Mann schlendert über eine Katzenausstellung. An einem der Stände bleibt er mit grossen Augen stehen und fragt den Besitzer interessiert: “Was sind denn das für Katzen?” “Siamesen”, sagt dieser stolz. “Donnerwetter, sauber getrennt!”

Hahahahaha 🙂

Miau… Eure Emily

 

Abstimmung in Schottland

Jetzt haben die Schottland tatsächlich zur Unabhängigkeit von Grossbritannien mit einem “Nein” gestimmt. Knapp war’s mit 55% zu 45%, aber so bleibt Schottland erst einmal das, was es ist. Ein Teil des grossen Ganzen der Queen.

Viele von euch wissen ja, dass ich, bevor ich in die Schweiz kam, mehrere Jahre in Glasgow lebte. Ich mag die Schotten sehr, bin ab und an immer noch mit einigen meiner damaligen Bekannten in Kontakt. Ich erlebte ihre Kultur, ihre Einzigartigkeiten, ihren charmanten Nationalstolz und spürte auch die grosse Ablehnung der “Herrschaft” aus dem fernen London.

Es ist doch ein wenig schade, dass die Abstimmung ein “No” wurde. Es hätte mich rasend interessiert, was als nächstes passierte. Mit Schottland, mit England, mit David Cameron, mit der Queen, mit der Wirtschaft und mit Schottland als EU-Anwärter. Aber es ist wohl doch eher die grosse Neugier, die bei mir überwiegt. Stünde ich als Schottin auch hinter der Unabhängigkeit? Hätte ich yes oder no gestimmt? Ich weiss es nicht genau. Der Rebell in mir mag aber Veränderungen total gerne und somit hätte ich vielleicht doch dafür gestimmt 🙂

Nun wird sich zeigen, was das Aufbäumen der kleinen Kilts aus dem Norden ihnen zukünftig bringen wird. In grosser Panik und Eile hat David Cameron allerhand Zusagen an die Schotten gemacht, um die Wähler dazu zu bewegen, in der UK zu bleiben. So sollen die Schotten ein grösseres generelles Mitspracherecht bekommen und umgekehrt aber auch eine grössere Autonomie erhalten. Es wird sich zeigen, ob es dazu kommt und was diese Lippenbekenntnisse wirklich wert sind.

England freut sich; sind nun die grossen Ölvorkommen vor der schottischen Küste und die gesunde Wirtschaft im Whiskey-Land weiterhin Teil der Krone. Andere Regionen in Europa, die auch von der Unabhängigkeit träumen, haben sicher die Wahl ganz genau beobachtet.

Vielleicht ist das “Nein” ganz gut für den weiteren Zusammenhalt unserer Länder.  Es kann ja sein, dass Regionen wir Katalonien die nächsten wären, die sich abspalten wollen. Und man stelle sich nur einmal vor was passiert, wenn der Seehofer erstmal auf Ideen käme…. 😉

Eure Cindy

Heimatbesuch

Da sind sie: Schwiegervater und Schwiegersohn versuchen sich gemeinsam am Grill. Meine Männer bei der Ausübung ihrer natürlichen Aufgabe: Die beiden Weibchen des Hauses mit Nahrung zu versorgen!!!

040036Hm… Nahrung haben wir während unseres Sommerbesuchs bei meiner Familie in der Uckermark auf dem Hof genug gefunden. In den Beeten und Gewächshäusern reifen überall allerhand Gemüse- und Obstsorten heran. Man muss nur die Hand ausstrecken und kann alles direkt vom Baum oder Strauch naschen. Die Himbeeren hatten es Flori besonders angetan. Die naschte er sogar direkt vor dem Mittagessen!!

Es gab aber auch Brombeeren, Möhren in allen Farben, etc etc…. ja sogar Wassermelonen. Dazu jede Menge Wirsing, Chilis und anderes Gewächs. Es gibt’s nichts, was in ihrem Garten nicht blüht gedeiht. Den grünen Daumen haben sie mir allerdings nicht vererbt. Bei mir geht bekanntermassen auch der Kaktus ein. Hab kein Glück damit. Ich sag deshalb immer zu unseren Gästen, die mir beim Besuch eine Freude machen wollen: “Schnittblumen”.

In unseren 3 Jahren Beziehung waren wir leider erst 2 Mal in der Uckermark. Wir sollten wirklich öfters gen Osten fliegen, denn die Zeit, die man miteinander hat, vergeht immer sehr schnell. Viel zu schnell….

031041Diesmal hatten wir ein Mietauto und waren so sehr flexibel. Meine Eltern wohnen in einem kleinen Dorf, da heisst es mobil sein. Wir unternahmen ein paar sehr schöne Trips. An einem Tag besuchten wir meine beste Freundin Doreen und ihre Familie in Greifswald, an einem anderen bummelten wir durch unsere Kreisstadt Prenzlau, und am Ende fuhren wir noch zum Schloss Boitzenburg, welches nun auch die “Ost-Location” für unsere Hochzeitsfeier im August 2015 wurde.

Ansonsten entspannten wir im Garten oder im Haus, kuschelten mit Sammy (unserem Hund, der leider auch schon in die Jahre kommt), assen hausgemachte Erdbeertorte (macht Mama immer nur für Flori, wir anderen müssen hoffen, auch was abzubekommen!) und all die anderen Leckereien, die sie uns mindestens alle 3 Stunden kredenzte und tranken am Abend Muttis hitverdächtigen Himbeerlikör, bis uns die Treppe hoch zu meinem alten Kinderzimmer wie das Erklimmen der Zugspitze erschien 😉

028034039Zum Sonntagsessen kam auch mein Bruder zu Besuch, den Flori dann erst kennen lernte. Kurzes Beschnuppern…passt.. man mag sich! Das freut die Frau 🙂

Lustig war auch der “Kaffeeklatsch”, den die Eltern uns zu ehren veranstalten. Es kamen einige Leute meiner doch sehr grossen Verwandtschaft und ich bin happy, dass Flori und mein Clan sofort einen guten Draht zueinander hatten. Wir stiessen mit Sekt an und meine Eltern besorgten sogar (heimlich) eine Hochzeitstorte, die wir als junges Ehepaar feierlich anschneiden durften 🙂

Wie gesagt, ein wunderbarer Urlaub ging viel zu schnell vorüber. Bis zum nächsten Jahr Mama, Papa, Ricardo und Sammy!

Eure Cindy

Maneki-neko

Die kennt ihr doch bestimmt, oder? Gibt’s in jedem Asia-Laden zu kaufen. Lieber Herrgott, was sind die hässlich!!! Eine Schande für jede stilbewusste Katze. Überhaupt nix fürs Deko-Regal. Die Dinger machen Augenkrebs…

manekiNaja, Mutti findet sie total schön; is ja klar! Ich freue mich jetzt schon auf Papas Gesicht, wenn sie einmal so ein Ding anschleppt. Wenn ich Glück habe, schmeisst er es samt Verpackung in den Hausmüll 😉

Maneki-neko ist japanisch und heisst so viel wie winkende Katze. Manche haben richtig lustige, fröhliche Gesichter. Andere schauen so grimmig drein, als sässe ihnen ein Haarballen quer. Kleiner Tipp… die kann super auf den Badezimmerteppich brechen. Dann geht’s einen besser und man muss nicht mehr so dämlich gucken!

In Asien stellen sich die Leute diese Dinger in die Wohnungen und Geschäfte, um Glück und Wohlstand anzuziehen, und um Unglück fernzuhalten.

Das find ich ja noch ganz nett. Manche Geschäftemacher setzen sie aber ganz gezielt ein, um Kunden anzulocken. Mutti würde ja voll drauf reinfallen. Die Winkebewegung soll an eine sich putzende Katze erinnern. Manche Leute meinten wohl, die Katzen sähen beim Putzen so aus, als würden sie dabei die Leute zu sich heranwinken. Dabei wollen wir besonders bei der Fellpflege in Ruhe gelassen werden.

Die Aberglaube der Maneki-neko geht auf die Wiedergeburt der japanischen Göttin Kannon, der Göttin der Gnade, zurück, und weil die Maneki-neko ja irgendwie aussehen muss, nahm man die japanische Bobtail Katze als optisches Vorbild.

bobtailDie Japanese Bobtail Cat ist auch so ein Fall für sich. Nicht nur weil die auch Vorbild für Hello Kitty und Pokemon ist.

Vor mehreren hundert Jahren kupierte man in Japan den Katzen noch fröhlich den Schwanz. Auch wieder so ein Aberglaube der Zweibeiner. Das wurde denen aber bald zu doof und man fing an, stummelschwänzige Katzen zu züchten. Das Ende von Lied? Sie sieht dämlich aus und läuft komisch.

In China glaubte man übrigens, dass es regnen würde, wenn eine Katze sich das Gesicht putzt. Ach sooo… das wäre dann ja wohl jeden Tag der Fall. Oder waschen sich chinesische Katzen nur einmal die Woche…. igitt!!!

Miau… Eure Emily

 

 

KKL Luzern

dudamelJetzt mal ehrlich, keiner kann so lustig mit dem Hintern im Takt wackeln und dabei seine Lockenpracht so herrlich schütteln wie der 33 jährige venezolanische Stardirigent Gustavo Dudamel!! 🙂 Der kam letzten Freitag mit den Wiener Philharmonikern für ein Konzert nach Luzern und begeisterte ein ausgebuchtes KKL.

Das KKL ist ein grosses Kultur- und Kongresszentrum in Luzern, in dem auch immer beeindruckende klassische Konzerte stattfinden. Flori und ich hatten das Konzert der Wiener Philharmoniker eigentlich gar nicht auf dem Plan, aber am Nachmittag traf Flori auf einen der Chefs seiner Firma, der ihm 2 Tickets entgegenhielt, die 2 seiner Kunden zurückgeben mussten. Hm… 🙂

kklAlso, sind wir spontan hingefahren. Die Konzerthalle allein ist schon einen Besuch wert. Über der Bühne thront eine grosse Orgel und der ganze Raum ist in hellen Farben gehalten. Die Tickets waren für Plätze in der höchsten Kategorie und waren einfach der Hammer. Grosse Sessel, versetzt und mit viel Platz zum Nebenmann angebracht und eine brillante Sicht auf das Orchester. Der Verkaufspreis beträgt 320 CHF das Stück, so viel zahlen andere Menschen in unserer Heimat für ihre Miete. Ein wahrer Luxus, den wir in vollen Zügen und ganz bewusst genossen haben.

Gespielt wurde 2 Mal Jean Sibelius und 1 Mal W. A. Mozart. Besonders das 2. Sibelius Stück nach der Pause hat es in sich gehabt und den Saal zum Beben gebracht. Ich bin auf meinem Stuhl vor Euphorie hin und her gerutscht. Was für ein klasse Erlebnis… ein ganz tolles Geschenk!!

Übrigens ein Tipp an alle Luzern-Besucher. Fahrt rechtzeitig los, wenn ihr im Feierabendverkehr pünktlich am Ziel ankommen wollt!!!! 🙁 Das spart euch viele Nerven. Ich hab Luzern noch nie so mit Autos vollgestopft gesehen, wie an diesem Abend. 30 Minuten für 1.5 Km durch die City – da heisst es ruhig bleiben 😉

Eure Cindy

 

 

 

Besuch in Cluj-Napoca

Hallo zusammen

Man glaubt es nicht, aber ich melde mich auch mal wieder zu Wort. Kann ja nicht sein, dass immer nur die Damen ihren Hals aufmachen … geht gar nicht.

Wie ihr sicher mitbekommen habt, werden Cindy, Emily und ich Ende Oktober nach Rumänien ziehen. Die Stadt unserer Wahl (naja, so richtig waren wir in den Auswahlprozess ja nicht einbezogen, aber dennoch) heisst Cluj-Napoca, oder zu Deutsch Klausenburg.

Letzte Woche hatte ich die Möglichkeit, geschäftlich für drei Tage nach Cluj zu fliegen und mir unsere neue Wahlheimat mal real anzusehen. Google ist zwar nicht schlecht aber die Karten sind halt doch schon von 2012.

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Paläste der Kirche, welche symmetrisch zur Strasse gebaut sind.

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Eingang der orthodoxen Kirche, mit verschiedenen Kunststilen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was soll ich sagen, alles halb so wild 🙂 Klar schaut man nach der Landung am Flughafen erstmal komisch, wenn man durch Reihen von grauen Beton-Hochhäusern fährt und irgendwie alles aussieht, als müsste man mal mit einem feuchten Lappen drüber, aber hey, immerhin war dort bis 1989 der Kommunismus angesagt. Wenn man die Stadt also nicht mit Zürich oder München, sondern mit Leipzig oder Magdeburg vergleicht, wird das der Sache schon eher gerecht. In diesem Vergleich schneiden alle drei Städte gleich ab. Begeistert hat mich die schiere Masse an alten Gebäuden und Kirchen in der Stadt. Bedenkt man, dass fast jede Kirche einem anderen Glauben unterliegt, muss man sich wirklich fragen, wie es in der Stadt so friedlich zugehen kann. Während unserer drei Tage spürte man ausser den hupenden Autos keinerlei Aggression; und wir waren wirklich viel unterwegs.

Auch das Bild, das man gerne von Rumänien hat, dass überall nur Romas herumlungern und man ständig angebettelt wird, kann ich nicht bestätigen. Ja, es passiert, dass man angebettelt wird, aber nicht mehr oder aggressiver als in Westeuropa.

Zugegeben, ich habe sicherlich noch eine leicht rosa eingefärbte Brille, da die Aufregung und der Umzug Einfluss auf die Objektivität haben, aber ich bin mir sicher, dass es keinen Grund gibt, uns dort nicht zu besuchen.

Weitere Eindrücke zur Stadt und ihren Bauten könnt ihr in “Unterwegs” finden.

Bleibt sauber!

Euer Florian