Archive | September 2014

Besuch in Cluj-Napoca

Hallo zusammen

Man glaubt es nicht, aber ich melde mich auch mal wieder zu Wort. Kann ja nicht sein, dass immer nur die Damen ihren Hals aufmachen … geht gar nicht.

Wie ihr sicher mitbekommen habt, werden Cindy, Emily und ich Ende Oktober nach Rumänien ziehen. Die Stadt unserer Wahl (naja, so richtig waren wir in den Auswahlprozess ja nicht einbezogen, aber dennoch) heisst Cluj-Napoca, oder zu Deutsch Klausenburg.

Letzte Woche hatte ich die Möglichkeit, geschäftlich für drei Tage nach Cluj zu fliegen und mir unsere neue Wahlheimat mal real anzusehen. Google ist zwar nicht schlecht aber die Karten sind halt doch schon von 2012.

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Paläste der Kirche, welche symmetrisch zur Strasse gebaut sind.

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Eingang der orthodoxen Kirche, mit verschiedenen Kunststilen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was soll ich sagen, alles halb so wild 🙂 Klar schaut man nach der Landung am Flughafen erstmal komisch, wenn man durch Reihen von grauen Beton-Hochhäusern fährt und irgendwie alles aussieht, als müsste man mal mit einem feuchten Lappen drüber, aber hey, immerhin war dort bis 1989 der Kommunismus angesagt. Wenn man die Stadt also nicht mit Zürich oder München, sondern mit Leipzig oder Magdeburg vergleicht, wird das der Sache schon eher gerecht. In diesem Vergleich schneiden alle drei Städte gleich ab. Begeistert hat mich die schiere Masse an alten Gebäuden und Kirchen in der Stadt. Bedenkt man, dass fast jede Kirche einem anderen Glauben unterliegt, muss man sich wirklich fragen, wie es in der Stadt so friedlich zugehen kann. Während unserer drei Tage spürte man ausser den hupenden Autos keinerlei Aggression; und wir waren wirklich viel unterwegs.

Auch das Bild, das man gerne von Rumänien hat, dass überall nur Romas herumlungern und man ständig angebettelt wird, kann ich nicht bestätigen. Ja, es passiert, dass man angebettelt wird, aber nicht mehr oder aggressiver als in Westeuropa.

Zugegeben, ich habe sicherlich noch eine leicht rosa eingefärbte Brille, da die Aufregung und der Umzug Einfluss auf die Objektivität haben, aber ich bin mir sicher, dass es keinen Grund gibt, uns dort nicht zu besuchen.

Weitere Eindrücke zur Stadt und ihren Bauten könnt ihr in “Unterwegs” finden.

Bleibt sauber!

Euer Florian