Archive | December 2013

Goodbye 2013

…mach’s gut, du wunderbares, erlebnisreiches Jahr. Du hast uns so viele schöne Stunden gebracht. Momente, die wir nie vergessen wollen. Momente, die zu zahlreich sind, um sie hier alle zu erwähnen.

Traumurlaube nach Sardinien und Lappland waren dabei, und viele, viele Ausflüge und Kurzreisen, die unsere Augen zum Leuchten brachten. Nicht nur die Schweiz bereisten wir an vielen Tagen. London und viele Orte in Deutschland waren auch dabei.

Beruflich bewegte sich viel. Florian wurde ins Kader befördert und freut sich sehr auf seine neuen Aufgaben, ich kündigte meinen Job und beginne Anfang Januar eine 50% Teilzeitstelle bei einer Real Estate Firma in Zürich. In diesem Jahr machte ich ausserdem meine Ausbildung in Tierkommunikation, als Lebenscoach und als Meditationsleiter. Ich bin schon gespannt, wie sich meine Selbständigkeit in diesen Bereichen in 2014 gestalten wird.

Nie vergessen werden wir den Heiratsantrag, den Florian mir kurz vor Weihnachten machte. Jeden Tag schaue ich den Ring an meinem Finger an und schmunzle. Ein unvergessliches Ereignis.

Wir erlebten wunderbare Augenblicke mit Freunden und unseren Familien, mussten aber auch stark sein, wenn das Universum Prüfungen schickte, die wir oder unsere Lieben meistern sollten. Krankheiten mussten überwunden, Krisen bewältigt und endgültige Abschiede verkraftet werden. Wir lernten viel dazu und entwickelten uns erneut um einiges weiter.

Am Ende von dir, liebes 2013, stehen wir hier und schauen gebannt aufs neue Jahr. Was es wohl bringen mag? Wird es so schön wie das Vorherige sein? Oder gar noch besser? Welche neuen Dinge kommen wohl dazu, welche alten Dinge lassen wir los? Wir werden es bald sehen.

Wir wünschen euch allen nur das Allerbeste zum Jahreswechsel und für die kommende Zeit. Alles erdenklich Gute! Mach’s gut, du tolles Jahr 2013.

Deine Cindy

Wir sind verlobt!

Man sagt, man soll die kleinen Momente im Leben geniessen. Man sagt, es seien die kurzen Augenblicke, die im Leben die tiefsten Spuren hinterlassen. Nichts ist so vergänglich, wie der Augenblick. Nur ein Gedanke, und schon gehört der Augenblick der Vergangenheit an. Das hat viele Vorteile. Denn wenn etwas vorbei ist, ist folgerichtig auch etwas Neues entstanden. Jede Minute ist eine neue Chance. Eine Chance für einen neuen Gedanken, um etwas komplett anders zu machen als noch kurz zuvor. Man kann sich ständig wie Madonna neu erfinden.

Es bedeutet auch, dass jeder Augenblick ein wertvoller ist, den man bewusst wahrnehmen, erleben und hoffentlich geniessen sollte. Ohne dabei ständig in die Vergangenheit oder Zukunft abzudriften, wie wir Menschen es ach so gerne tun.

Unsere Reise nach Lappland war voll von dieses kleinen, unvergesslichen Momenten. Dazu zählt der Moment, wo mir Rentiere aus der Hand frassen. Das Gefühl der warmen Mäuler auf meiner Hand ist immer noch in meinem Kopf abrufbar. Ein Polarlicht zu sehen, ist so ein Augenblick. Wie sich das Licht fliessend verändert, kommt und geht. Ein beeindruckendes Theaterstück, bei dem die Natur komplett eigenständig Regie führt.

In Lappland gab es aber auch einen Augenblick, der zu den ganz grossen Dingen im Leben gehört. Ganz oben im Norden Finnlands, wo’s im Winter nur ganz kurz hell ist und Menschen Mangelware sind, spazierten Flori und ich durch das klitzekleine Dorf Nellim. Vor der kleinen orthodoxen Holzkirche ging Florian auf die Knie (beide Knie, denn der Schnee war sehr tief!), öffnete eine hübsche Box mit einem wunderschönen Diamantring und fragte, ob ich ihn heiraten möchte. Ich sagte natürlich ja!! Mir war eiskalt, mir lief die Nase, aber als er da vor mir kniete, war das alles egal. Ein wunderbarer Augenblick. Und während bei Florian das Adrenalin abbaute, weil alles so gut lief, hopste ich ganz hibbelig durch die Gegend und konnte es nicht erwarten, der ganzen Welt davon zu erzählen. Ein kleiner Augenblick mit ganz grosser Wirkung.

Ich fliege mit meinem Freund nach Finnland und kehre mit einem Verlobten zurück. An diesen Moment vor dieser kleinen Holzkirche werde ich noch oft denken…

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Eure verlobte Cindy

 

Papa der Weihnachtsmann

Leute, der Weihnachtsmann hat mir ein Geschenk gebracht. Hahaha – der Weihnachtsmann sah aus wie Papa. Aber ich hab das Gefühl, er dachte, dass ich das nicht gemerkt habe. So ein lustiger Papa.

Erst dachte ich ja, das grösste Geschenk, das unterm Weihnachtsbaum lag, wäre für mich. Aber das grösste Geschenk entpuppte sich ein Lego Technik Karton für Papa. Hat er sich gewünscht. Und Mama hat “dem Kleinen” prompt den Wunsch erfüllt. Mensch, hat der gestrahlt. 2 Tage lang war danach nichts von ihm zu sehen. Er hatte wohl zu tun 😉

Aber das zweitgrösste Geschenk, das war dann für mich. Mama hat beim Auspacken geholfen und Papa hat es zusammengebaut und funktionstüchtig gemacht. Und fertig ist er: mein niegelnagelneuer Trinkbrunnen:

067aErst war ich etwas skeptisch. Lieber mal vorsichtig heranschleichen und das Teil zuerst beschnuppern. Mit Wasser ist nicht zu spassen. Aber jetzt find ich ihn toll. Das Wässer läuft den ganzen Tag über die Rillen und ich kann ganz toll davon trinken. Danke lieber Weihnachtsmann!!

 

Miau… Eure Emily

 

 

Andere Länder, Andere Sitten

Überall in der Welt beginnt bald das neue Jahr. Bei den einen früher, bei den anderen erst ein paar Stunden später. Aber wie begeht man anderenorts den Jahreswechsel?

Von 2004 – 2007 lebte ich in Schottland. Silvester heisst dort Hogmanay. Dort sollte man nach Mitternacht als erstes den Fuss über die Türschwelle eines Freundes, Nachbarn und eines Verwandten setzen. Das bringt Glück fürs kommende Jahr. Damals schon mochte ich Whiskey sehr gerne. Das trifft sich gut, denn die Schotten verschenken ihn gerne an Hogmanay. Kekse , short bread, black bun und alle Leckereien kommen auch immer gut an.

In Italien bringt es Glück, um Mitternacht Trauben zu essen; bei jedem Glockenschlag eine. Um viel Geld zu erhaschen, essen sie Linsen. Und man sollte am Silvesterabend eine rote Schlüppi tragen. Das bringt Glück in der Liebe im neuen Jahr. Letzteres müssen unsere Silvesterpartygäste jedes Jahr tun. Ich persönlich nehme jedes Mal die Einlasskontrollen vor. Und ich gucke wirklich nach!!! Da unser Andi dieses Jahr im Gästezimmer ein zweites Kissen benötigen wird, scheint etwas am Rote-Schlüpfer-Mythos dran zu sein.

Auch Spanien als Weinland ist ganz gross im Traubenfuttern. Bohnensuppe essen bringt den Brasilianern Geld. In Japan verzehrt man traditionell Mochi. Was aber sehr gefährlich ist. Die klebrigen Reisbällchen sind jedes Jahr an Silvester der Grund für Erstickungen und bringen tatsächlich Menschen um. Soga dagegen ist eine Teigwarenart und komplett ungefährlich. Sie soll den Japanern ein langes Leben bescheren.

Die Chinesen öffnen vor Mitternacht die Fenster, so dass das neue Jahr Einzug halten kann. Während die Argentinier Papierschnipsel aus dem Fenster schmeissen und sich so von alten Lasten befreien. Die Müllabfuhr sagt danke! In Deutschland sieht es aber auch am jedem 1. Januar knackig auf den Strassen aus. Dtl ist übrigens eines der wenigen Länder, wo die Bürger feuerwerken dürfen bis wortwörtlich der Arzt kommt.

Gerne denke ich an meinen Russlandurlaub in 2009 zurück. Dort feiert man erst am 7. Jan (übrigens auch unser Jahrestag!!!) Silvester. Das liegt daran, dass sie dem julianischen Kalender folgen. Lt. einer ehemaligen russischen Kollegin macht man vor alles ein… Wodka trinken. Und das ziehen Herr und Frau Russia tagelang durch. Hoffentlich sind sie zu den olympischen Winterspielen wieder nüchtern.

In Israel heisst das Neujahrsfest Rosh-ha-Shanah und wird schon im Herbst gefeiert. Man geht davon aus, dass unser Gruss “guter Rutsch” vom jüdischen “Gut Rosch” abgeleitet wurde. Gut Rosch steht aber für Anfang oder Kopf von etwas. Mit rutschen hat das wenig zu tun.

Wie jedes Jahr werden wir an Silvester alle zusammen Blei giessen, um unsere Zukunft zu erfragen. Ich wuchs an der polnischen Grenze auf und dort nimmt man dafür Wachs. Aber das passiert nicht zum Jahreswechsel, sondern schon im Advent. Man will vorbereitet sein. Ähnlich wie in Italien, suchen auch die Polen die grosse Liebe. Allerdings ziehen sie keine roten Schlüppis an, sondern streuen sich Mohn in die Schuhe. Der ultimative Lockruf für Verehrer… man betäubt sie!

Egal, wo, wie und mit wem ihr feiert, geniesst es! Gut Rosch alle miteinander.

Eure Cindy

Die „falsche“ Schlucht

Auf der Suche nach etwas Neuem, für uns Unentdecktem, etwas das Flori und ich erleben können, stiess ich im Internet auf ein Restaurant, das sich Kehlengrabenschlucht nennt.

Richtig, die Informierten unter euch merken sofort, es heisst genauso wie die Kehlengrabenschlucht (auch Chälengrabenschlucht), welche in Hofstetten im schönen Leimental im Kanton Solothurn viele Besucher anzieht.

Das Restaurant bietet jeden Monat ein anderes 4 oder 5-Gänge-Menü mit flambierten Fleischspiessen an. Also buchten wir für den 1. Weihnachtstag einen Tisch und fuhren die 1.25 Stunden in voller Erwartung eines (zugegeben etwas teureren) Mahls in einer waschechten Schlucht dorthin. Merry Christmas to us!

Als wir ankamen, platzierte uns (die aus unseren nördlichen Landen stammende) Bedienung in einem wunderschönen, romantisch beleuchteten, langgezogenen Kellerraum, der einer Schlucht auch wahnsinnig ähnlich sieht… aber eben keine ist…sondern die stillgelegte Kegelbahn darstellt. Aha. Hätte ich ja auf der Webseite mal genauer hinschauen können. Da waren die Buchungsfinger halt mal wieder flinker als das Auge.

Nach kurz gezogener Flunsch der Enttäuschung meinerseits und der fachmännischen Überprüfung der enorm echt aussehenden Schluchtwände seitens meines Zukünftigen, gab es den Gruss aus der Küche, der so lecker daherkam, dass meine Laune sich mit dem Gaumen verbündete und fortan Zufriedenheit verkündete. In unserer kleinen abgetrennten, gemütlichen Nische gut platziert, brachte uns unsere Landsfrau allerhand Köstlichkeiten von der Ente, der Jakobsmuschel (dessen Schale ich nur zu gerne in meine Handtasche verschwinden lassen wollte – aber das gehört sich ja nicht), Angus Beef, der gemeinen Waldbeere und vieles mehr. Ein wunderbares Essen in einem wunderbaren Ambiente.

Wir erlebten einen herrlichen 1. Weihnachtsabend und können unsere “falsche Schlucht” nur jedem Feinschmecker empfehlen. Bringt aber einen kräftigen Hunger mit, denn die Portionen sind riesig!

Bon Appetit

Eure Cindy

Männer-Advent

Für alle Frauen, deren Männer das ganze Jahr über (oder grösstenteils) artig waren. Deren Männer schön im Haushalt helfen, wenn man sie darum bittet. Deren Männer an Geburtstage und Jahrestage denken. Deren Männer das ein oder andere Geschenk machen. Deren Männer freiwillig Fussmassagen verabreichen. Deren Männer ab und zu sagen: “Du bist die Allerschönste”. Deren Männer auch gerne mal ein Bier trinken. Und für alle Frauen, die ihre Männer gerne verwöhnen, erfand irgendein schlauer Kopf den: Bieradventkalender!

24 Türchen, 24 Bierchen, 24 glückliche Gesichter, 24 nach Bier riechende bessere Hälften – und die gute Weihnachtslaune erreicht den Siedepunkt.

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Prösterli!

Eure Cindy

Oh Tannenbaum…

Mama und Papa stellten neulich den Weihnachtsbaum auf. Die letzten beiden Jahre war der Rohling so ein Müffelplastikteil aus dem Katalog… ich hatte ja die Hoffnung, dass es dieses Jahr mal einen echten Baum gibt. Einen Baum, der nach Wald riecht, einen Baum den man anknabbern kann (auch wenns an der Zunge piekt), einen Baum, der nach 3 Tagen Nadeln verliert, die man schön durch die Bude schiessen kann. Aber nix! Pustekuchen! Sie haben den Chemiebaukasten aufgestellt und mit reichlich Dekoration behangen, welche ich bitte schön in Ruhe zu lassen habe.

Mit den Kugeln lässt es sich ja auch sehr schön spielen… und schon schimpfen sie mit mir. Kann ich ja nix dafür, dass der doofe Schmuck letztes Jahr so schnell kaputt ging. Lametta gibt’s wieder nicht. Hihihi – sehr schlechte Erinnerungen aus Vorjahren. Kann man nämlich auch essen.

Hier mal ein paar Bilder. Die Geschenke sind alle für Mama und Papa. Puh, die müssen das Jahr über so richtig artig gewesen sein!!! Ob für mich auch etwas dabei ist? ?

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Miau… Eure Emily