Archive | September 2013

Katzenhumor

Zwei Katzen schleichen auf dem Dach einer Entbindungsstation entlang. Vor einem offenen Fenster bleiben sie stehen und machen grosse Augen. Sie schauen auf die Säuglinge hinab. Da meint die eine zur anderen: “Wie viele die wohl von ihrem Wurf behalten darf?”

Hahahaha

Miau… Eure Emily

Nicht in die Ohren….

sofaBoh Leute, hab ich ne Wut auf die Alten! Ich bin so sauer…

Alles fing an, als Mama mich kämmte und merkte, dass ich eine Entzündung im rechten Ohr habe. Sie dachte erst, es seien Ohrmilben. Die bekam ich nämlich schon mal; nach einem Besuch in der blöden Tierpension. Papa brachte mich gestern Morgen zum Piekser (ein anderer Piekser, denn mein Haus und Hof Piekser hatte keine Termine mehr frei) und der sagte: Ein Hefepilz im Ohr! Igitt… wie bekommt man denn sowas? Bäh! Gut, dass die Spiegel in der Wohnung sehr hoch hängen. So muss ich das nicht sehen.

Jedenfalls spritzte mir der Piekser eine Salbe ins Ohr. So viel, bis das Ohr ganz voll war. Der Mist lief dann ständig raus und machte mein ganzes Fell nass. Mann eh.. wie sieht das denn aus. Aber das Schlimmste kam heute früh. Mit vereinten Kräften versuchten Mama und Papa diese Tortour zu wiederholen. Sie wickelten mich in ein Badetuch (wegen der Krallen), einer hielt mich fest und der andere machte mir das Zeugs ins Ohr. Nicht mit mir… die Aktion war nur halb erfolgreich. Ich boxte und kämpfte und mein herzzerreissendes, lautes Mauzen hat Mama weich gemacht.

Irgendwie hab ich aber das dumme Gefühl, dass es das noch nicht gewesen ist. Die probieren es sicher wieder. In der Tube ist nämlich noch was drin.

Na viel Glück den beiden… die werden von mir in den nächsten Tagen nicht viel sehen. Mit denen bin ich fertig… 🙁

Ich leg mich etwas auf’s Ohr!

Miau… Eure Emily

Colonel Meow

 

colonel2Wenn ihr euch das Foto anseht denkt ihr sicher, was hat denn die Emily wieder für einen Blödsinn gemacht? Hatte die das Pfötchen in der Steckdose? Oder wollte sie sehen, wie ihr eine 80iger-Jahre-Föhn-Frisur steht? Oder hat sie heimlich vom Haarwuchsmittel genascht? Oder hats vielleicht bei ihr zu Hause auf dem Balkon gestürmt??

Alles falsch. Das bin ja nicht mal ich. Der Kerl auf dem Foto heisst Colonel Meow, ist ein Himalaya-Perser-Mischling, wohnt in Los Angeles und ist eine kleine, haarige Berühmtheit. Er hat eine Website, ein Facebook account und twittert was das Zeug hält. Man kann sogar Fanartikel von ihm kaufen. Und das alles nur, weil er einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde erhielt. In der neuen Ausgabe hat er seinen Platz als Katze mit dem längsten Fell der Welt gefunden. 23 cm lang ist sein Haarkleid. Ich bin ja fast etwas neidisch…

Ganz so lang sind meine Haare nicht. Aber weit entfernt bin ich nicht. Wahrscheinlich haben seine Besitzer einen riesigen Aufwand, sein Fell in Ordnung zu halten. Mama und Papa kämmen mich jeden Tag und trotzdem entstehen immer mal wieder kleine Knötchen in der Unterwolle. Mama sagt auch immer, sie sei heilfroh, dass Papa den Staubsaugerroboter mit in die Ehe brachte. Nur so wird man mit meinen Haarfusseln fertig und es sieht trotzdem immer schön aufgeräumt bei uns daheim aus. So ist das nun mal. Wir Perser sind halt was ganz Besonderes 😉

Irgendwie wirkt der Colonel ja schon etwas militärisch und streng, oder? Der macht wirklich was her. Vielleicht ist er ja mein verschollener Zwillingsbruder!!! Er ist nämlich auch erst 2 Jahre alt. Und jetzt mal ehrlich Leute, sehen wir uns nicht verdammt ähnlich???

Miau… Eure Emily

Das Duell

Laut Wiki Definition ist ein Duell „ein freiwilliger Zweikampf mit gleichen, potenziell tödlichen Waffen, der von den Kontrahenten vereinbart wird, um eine Ehrenstreitigkeit auszutragen. Das Duell unterliegt traditionell festgelegten Regeln. Duelle sind heute in den meisten Ländern verboten.“

In Deutschland sind Duelle absolut im Rahmen des Erlaubten. Das konnten wir alle gestern Abend im Fernsehen beobachten. Die ehrenwerten Kontrahenten: Angela Merkel und Peer Steinbrück. Die Waffen: Das gesprochene Wort und diverse Körperspracheattacken – alles recht ungefährlich. Allein die Blicke der Streitenden schienen tödlich. Steinbrück glänzte durch eine Angriffslust, die er innerlich irgendwie immer zu bremsen schien. Vielleicht wollte er der Dame gegenüber höflich bleiben. Merkel wirkte sehr angespannt und bietete mehr Angriffsflächen als Steinbrücke wirklich wahrnahm. Da ging definitiv mehr. Beide wirkten etwas maulig, fast schon genervt. Aber hey, Politik ist ihr Job. Sollten die beiden nicht ein wenig mehr Enthusiasmus und Energie versprühen, wenn sie über Pläne, Ideen und Überzeugungen debatieren? Stefan Raab gefiel mir gut. Er stänkerte, provzierte, stellte kluge Fragen und holte so ein ums andere Mal die beiden Kandidaten aus der Ecke und platzierte sie Mitten im Boxring. Merkel belächelte viele seiner Angriffe, lies sich zwar etwas Unmut anmerken, blieb ihrer Linie aber treu. Steinbrück schien auf Raabs Vorstösse stinkig zu reagieren, was leider etwas überheblich wirkte.

Viel Neues in Sachen Inhalt gab es eigentlich nicht. Darum ging es wohl auch nicht so sehr. Man wollte sehen, wer wie überzeugen kann und wer sich wie darstellt, vielleicht auch wer von beiden diesem Druck eines Duells standhält. Mein Wahlverhalten zeigte vor dem gestrigen Abend in eine deutliche Richtung. Ich bin ein Mädchen, Merkel ist ein Mädchen. Ich bin eine Perle der Uckermark, Merkel ist eine Perle der Uckermark. Zugegeben, recht sentimentale Gründe. Inhaltlich nehmen sich aber beide nicht viel. Es gibt Dinge, die die SPD verspricht, die mir zusagen und es gibt Dinge, die die CDU verspricht, die ich beführworte. Daher fällt es mir leicht, etwas wohlwollender auf Angie zu schauen. Im Übrigen erschien mir Steinbrück zu streng, ja schon fast kalt. Das kommt bei uns Frauen nicht an!! Wir wollen den Menschen Peer sehen. Zusammen mit einer überzeugenden Politik kann man so weibliche Wählerherzen gewinnen. Sein harter, unterkühlter Blick wirkt da leider etwas abschreckend auf mich.

Laut Wahl-o-Mat, den man überall machen kann, und der nach 38 Fragen rund um politsiche Inhalte erkennt, zu welcher Partei man tendiert, bin ich ein „grüner“ frei wählender“ „Pirat“. Drei Parteien, die ich vorher nur bedingt auf dem Radar hatte. Mag daran liegen, dass ich politische Themen zwar verfolge, aber alles andere als ein Follower oder extrem Interessierte bin.

Wir werden sehen, was in 3 Wochen geschiet. Ich würde auf jeden Fall alle Wahlberechtigten ermuntern, euer Kreuz zu machen 🙂

Eure Cindy

Dieses und Jenes

Das Wochenende neigt sich (leider) wieder dem Ende zu. Florian war schon am Freitag nicht mehr im Büro, da er an einem Firmenevent teilnahm. Sie machten eine grosse Husky-Wandertour durchs Appenzeller Land.

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Hmmm…. das hätte mir sicher auch gefallen. Aber meine Chance, Huskies hautnah zu erleben, kommt noch. Wir buchten gerade unseren Winterurlaub in Lappland am Inarisee. Das ist sehr weit oben im Nordosten Finnlands, nahe der russischen Grenze. Wir werden Rentiere besuchen, Eisfischen ausprobieren, Langlauf- und Schneeschuhtouren machen, ein Snowmobilausflug ist geplant und am letzten Tag unternehmen wir einen 17km Husky-Schlitten-Trek. Flori liebt den Winter bei weitem mehr als ich und ist schon ganz aus dem Häuschen. Welcher Mann gurkt nicht gerne aufm Snowmobil durch die dünn besiedelte Winterlandschaft. Meine Vorfreude ist aber auch sehr gross. Wir werden dort Dinge machen und erleben, die man sonst nur im Fernsehen sieht. Mit ein bisschen Glück sehen wir auch Polarlichter. Ein richtiger Abenteuerurlaub!

Das Wochenende war da schon weniger abenteuerlich. Ich hab aber nen gepfefferten Muskelkater in den Armen und Beinen, da wir am Samstag wir einem Freund beim Umzug geholfen haben. Hat uns doch sehr überrascht, wieviel Zeugs ein Singlemann so braucht und ansammelt 😉 Aber es hat auch Spass gemacht. Und es hat auf jeden Fall dem Sport aufm Crosstrainer ersetzt.

Der Sonntag war um einiges gemütlicher. Wir sind mit dem Bähnli auf den Uetliberg hochgefahren. Das ist der Hausberg der Zürcher. Der ganze Stolz der Stadt! Dementsprechend überlaufen war es. Gott sei Dank hatte Flori fürs Brunch schon vorher die Tickets gekauft. Ansonsten hätten wir keine Chance gehabt, dort noch Plätze zu ergattern. Wir bekamen sogar Fensterplätze!! Mit herrlichem Blick über den Zürichsee. Wir konnten die Fähren beobachten, die zwischen Meilen und Horgen hin und herfuhren. Das Brunchbüffet war vielfältig und gefiel uns auch sehr gut. Alles in allem war es aber recht laut, etwas zu eng und für das, was man bekam, auch sehr teuer. Wahrscheinlich zahlt man für den genialen Blick übers Zürcher Land extra!! Wir sassen an einem Vierertisch, und am Eingang wurde uns gesagt, dass noch 2 weitere Personen kämen. Die tauchten dann aber (zu unserer grossen Freude :-)) nicht auf. Und so erlebten wir einen gemütlichen, romantischen, leckeren Sonntagsbrunch.

Eure Cindy

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