Archive | March 2013

Acrylmalen für Anfänger

Soderli, nun ist der Acrylmalkurs auch schon wieder Geschichte. Die letzen 3 Mittwoch Abende verbrachte ich zusammen mit 3 anderen Mädels bei Luzia Deck hier in Horgen und malte mir die Finger bunt. Meine malerische Schaffenskraft hält sich in Grenzen, da machen wir uns mal nix vor. Meine Talente verteilen sich anderweitig. Trotzdem fand ich grossen Gefallen am Kurs. Zuerst bearbeiteten wir die Leinwand mit Spachtelmasse, um verschiedene Formen und Muster zu kreieren, dann wurde der Hintergrund gemacht und zum Schluss die Oberfläche „dekoriert“. Mit Acryl kann man wirklich alles machen. The sky is the limit. Keines unserer Bilder war am Ende wie das andere.
Meines ist eher in der kitschige Sparte anzusiedeln. So wie die Künstlerin eben auch!! Ich entschied mich dafür, Floris und meine Hände aufzumalen und drum herum mit anderen Elementen zu arbeiten. Letzendlich wurde es dann ein sehr persönliches und farbenfrohes Kunstwerk, das jetzt unser Wohnzimmer ziert:

Malen hat etwas Entspannendes. Die drei Abende waren wirklich sehr schön. Und deshalb haben meine Freundin Andrea und ich uns schon für den nächsten Kurs im Mai angemeldet. Diesmal werden wir aber mit Mosaik arbeiten. Auch eine Premiere für mich! Andrea ist schon fast ein Profi und kennt sich gut aus.
Mein Mosaik Projekt steht schon. Luzia verkauft in ihrem Laden unbearbeitete Vogelfütterhäuschen. So eines werde ich mit Farben wetterfest machen, anschliessend das Dach und die Säulen mit Mosaik verschönern und wenn es fertig ist, hoffe ich, findet es einen schönen Platz auf unserem Balkon. Ob sich im nächhsten Winter da ein Vogel hineinverirrt???
Eure Cindy

Zalandooooooooooooo!

Seit ich denken kann, flattert uns immer mal wieder ein Zalandopaket in Haus. Mama schwört auf die Firma. Sie ist ein grosser Zalando-Fan. Papa lacht immer nur und schüttelt den Kopf. Ausser es ist etwas für ihn dabei. Kommt schon mal vor, dass Mama was für ihn mitbestellt.

Für mich sind die Zalandopakete nur eins: Ein grosser, raschelnder Spielplatz – mit Papier, Knallfolie und guten Möglichkeiten, sich in den Kartons zu verstecken. Ich bin eine Meisterin im „Deckel-mit-dem Kinn-aufdrücken-flach-machen-und-reinkriechen“.  Mama schimpft dann immer, weil sie denkt, ich mache die Sachen kaputt bevor sie sie rausnehmen oder zurückschicken kann. In ganz wilden Launen, schmeiss ich mich in die Kartons und rutsche damit übers Pakett. Das macht Laune. Einmal war ein Tischbein im Weg. Ich tat aber so, als hätte es überhaupt nicht wehgetan.

Das Zalando so erfolgreich ist, ist kein Wunder. Das Marketing ist sehr agressiv, der Versand ist kostenlos und das Rückgaberecht beträgt in der Schweiz 30 Tage. Somit ist jeder Einkauf recht unverbindlich. Mann/Frau kann sich auf Experiemente einlassen und auch mal ausgefallenes Zeugs bestellen. Wenn das Resultat nicht stimmt, geht alles ebenso kostenlos zurück in die Post. Einfacher geht es nicht. Das Angebot ist darüberhinaus riesig. Man findet Klamottentechnisch alles, was das Herz begehrt  – in allen Grössen, in allen Styles, in allen Preisklassen. Der Umsatz der Firma ist herausragend. Allerdings bleibt da als Gewinn vor Steuern nicht viel übrig, da die Rücksendungsrate sehr, sehr hoch ist. Der Admin Aufwand, der jedes zurückgeschickte Paket mit sich bringt, kostet viel Geld. Bin mal gespannt, ob es Zalando gelingt, dieses Problem in den Griff zu kriegen.
So, bloggen strengt ganz schön an. Deshalb leg ich mich jetz aufs Ohr. Und wisst ihr, wofür Zalandokartons noch total gut sind? Richtig! Um mal gemütlich darauf eine Weile zu schlummern.
Miau… Eure Emily

In der Badewanne

Immer wenn bei Mama der Stress aufkommt, geht sie in die Badewanne. Sie zelebriert das total –  zündet sich Kerzen an oder stellt die Spa Lämpchen auf, nimmt verschiedene Badesalze, Öle und Seifen, schenkt sich ein Glas Wein ein und legt sich für eine ganze Weile ins Wasser. Für mich stellt sie immer einen Hocker neben die Wanne, oder meine Katzentoilette (die hat ein Dach). Da sitz ich dann oben drauf, beobachte sie und spiele mit dem Schaum. Baden ist für Mama der pure Genuss.
Oma Irma, Tante Simone, Papa und Oma Heidi schenkten ihr zu Weihnachten eine riesige Auswahl an Badeutensilien. Für jede Tagesform, jede Laune und jeden Moment gibt es das richtige Töpfchen. Davon kann sie nicht genug haben. Genauso verhält sich das übrigens bei Tee, Klamotten und Yogamatten. Bei diesen Dingen wird Mama zum Messie.
Es gibt übrigens ein Buch, das grad super zum Thema passt. Es heisst „In der Badewanne“ und ist von Herrad Schenk. Es handelt von einer Frau Ende fünfzig, die so gerne badet wie Mama. Einmal rutscht sie beim Einstieg aus, reisst beim Versuch sich am Wandregal festzuhalten das gute Stück mit sich runter in die Fluten, und klemmt sich dabei so doof in der Wanne ein, dass sie alleine nicht mehr rauskommt. Während sie da festsitzt, auf die Putzfrau am nächsten Tag wartet und immer mal wieder warmes Wasser nachlaufen lässt, denkt sie über ihr bisheriges Leben nach. Das ist so ein lustiges Buch. Klar geht es auch um Träume, Sinn, Wünsche etc, aber es geht dann noch richtig ab, wenn die Putzfrau auf den AB spricht und sich krank meldet.

Ich geh dann auch mal in die Wanne. Lieg da auch so gerne wie Mama. Ganz oft spring ich da mit einem grossen Satz rein und streck und reck und aale mich. Vor ein paar Wochen hatte Mama schon ihr Badewasser eingelassen. Ich war abgelenkt, hab nix gemerkt, nehme also Anlauf, hüpfe, alle 4 Pfötchen anziehen, hoch und… patsch… Dreckmist, verdammter! Papa hat mich dann ins Badehandtuch gewickelt und abgetrocknet. Seitdem bin ich vorsichtiger!

Miau.. Eure Emily

Azubis und Azubinen

Seit etwa einem halben Jahr bin ich ein Coach für die Lehrlinge in unserer Firma. Mein Chef meinte in einem unserer Entwicklungsgespräche, er könne sich gut vorstellen, dass Management etwas für wäre. Ich bin mir nicht sicher, ob ich schon so weit bin. Meiner Meinung nach, muss man sehr gefestigt sein, wenn man Leute führt. Und man sollte schon von vornherein ein paar echte Führungsqualitäten besitzen. Jetzt denkt ihr bestimmt, dass es genug Manager gibt, die weder über das eine noch über das andere verfügen. Die Zeitungen sind schliesslich jeden Tag voll mit besonders “talentierten” Exemplaren!
Flori meinte, ich stelle mein Licht unter dem Scheffel. Hmm… da ist sicher was dran; das machen vorallem Frauen ja gerne mal im Berufsleben. Beide Männer, Chef und Liebster meinen auch, dass man in gewissem Masse in die Führungsposition reinwächst. Einige wichtige Voraussetzungen müssen natürlich da sein. Viele Erfahrungen und viel Wissen bekommt man aber auf dem Weg mit. Dem stimme ich zu! Und so stimmte ich im letzen Jahr auch der Coachingrolle zu.
Sie soll also auch dazu dienen, mir das Managment näher zu bringen; um zu gucken, wie mir das alles so gefällt. Ich muss zugeben, bisher macht es wirklich Spass.

Den Lehrlingen wird einiges abverlangt. Sie müssen in der Schule gute Noten einfahren und haben dann bei uns im Betrieb sehr, sehr viele verschiedene Leistungsziele zu erfüllen. Langeweile kommt da nicht auf. Seit März hat unsere Abteilung nun auch wieder einen Azubi. Für 6 Monate. Dann wird einmal duchrotiert.

Von Mo bis Mi sitzt er neben mir, Do und Fri ist er in der Schule. Mein Arbeitsstil und meine Planung hat sich dadurch komplett geändert. Ich plane nun für ihn mit und muss gut vorbereitet ins Büro kommen. Ich muss wissen, was ich an Arbeit abgeben und vermittlen kann, was er zusätzlich noch auf dem Plan hat und wieviel für die Schule zu machen ist. Dazu kommt, dass ich versuche meine Meetings so planen, dass er von meiner Anwesenheit profitiert. Ok, ich muss auch zugeben, dass er es mir mit seiner Zuverlässigkeit und seiner selbständigen Arbeitsweise recht einfach macht. Es ist ein komisches Gefühl, meine gesamte Arbeit zu kommentieren und zu erklären. Vorher erledigte in aller Ruhe eines nach dem anderen. Ich war auf mich alleine gestellt. Das ist nun ganz anders.
Es gibt noch Lehrlinge aus den anderen Abteilungen, mit denen ich zusammenarbeite. Im Februar hielt eine Azubine ihre Abschlusspräsentation. Sie musste erklären und zeigen, was sie bei mir und ein paar anderen Coaches gelernt hat. Sie hat das sehr toll gemacht und ich war stolz wie Bolle, als sie eine sehr gute Schulnote dafür bekam.
Bottom line – ich finde es klasse, dass ich für diese Rolle ausgewählt wurde. Lehrlinge zu betreuen ist abwechslungsreich, spannend, lustig und anstrengend zugleich. Es gibt neue Meetings, an denen ich teilnehmen darf, lerne neue Leute in der Firma kennen, werde zu verschiedenen Events eingeladen und im Juli werde ich bei einer externen Schule das Berufsbildnerzertifikat machen. Das ist eine eidgenössische Qualifikation, die bezeugt, dass ich in der Schweiz Lehrlinge in kaufmännischen Berufen ausbilden darf. Hmm… vielleicht ist Management ja doch ein Ziel für mich 🙂

Im November war ich anwesend, als die neuen Lehrlinge, die diesen Sommer bei uns anfangen werden, zusammen mit ihren Eltern ihre Lehrverträge unterschrieben. Danach wurde angestossen. Wein für die Coaches und Eltern und Saft für die Azubis. Prost… auf unsere Zukunft!

Eure Cindy

„Armes Kätzchen bist du krank…“

Zur Zeit bin ich etwas kränklich. Mama hat mich mehrmals zum Tierarzt geschleppt, und der stellte eine schwere Blasentzündung fest. Weil ich Durchfall hatte, ständig Pipi machte und sich darin auch Blut fand, musste ich viele verschiedene Tests über mich ergehen lassen. Es blieb aber Gott sei Dank bei der Blasenentzündung. Der Arzt gab mir eine dicke Spritze in den Popo. Das war sehr unangenehm, aber ich habe so getan, als machte es mir überhaupt nix aus. Der muss nicht denken, dass ich mich einschüchtern lasse. Die Arzthelferin meinte, ich sei so artig, kratze nicht und lasse mich „tiptop“ untersuchen. Andere Katzen gingen in der Praxis regelmässig die Wände hoch. Da hat Mama ganz stolz geguckt!
Dann meinte der Arzt noch, ich darf für’s erste nicht auf Balkon. So’n Mist. Mama wird aber trotzdem öfter weich, wenn ich vor der Balkontür stehe und mein herzzerreissendes Mautzen zum Besten gebe, und macht kurz die Tür auf. Seit gestern ist wieder tiefster Winter. Alles liegt voll mit Schnee und es ist kalt. Da bleibe ich eh lieber drinnen, sitze auf Papas Schreibtisch und schaue ausm Fenster.
Ein angeschlagenes Miau… Eure Emily

Let there be snow!

Ich erwähnte schön öfter, dass ich den Winter nicht so gerne mag. Kälte und Schnee sind nicht meins. Ich trage lieber Röcke und Sandalen, sitze mit einem Buch und einem Gläschen Wein auf dem Balkon und lass mir die Sonne auf den Bauch scheinen. Ihr wisst aber auch, dass mein Herzallerliebster voll auf Schnee und Winter abfährt. Nicht ohne Grund verbringe ich die nächsten beiden Wochenenden als Strohwitwe. Flori jagt mal wieder die Skipisten runter (und hoffentlich nicht den Schneehasen nach!!! :-):-))
Nun machte ich aber im Dezember, um die emotionale Weihnachtszeit herum, in einem Anflug von verliebten Hormonen, einen Vorschlag: „Lass uns doch mal Schneeschuhwandern ausprobieren!“ What?? Machmal sprudeln die Wörter einfach so aus mir heraus. Und wenn die erstmal raus sind , kann man sie auch nicht mehr einsammeln und wieder reintun. So ist das halt mit Gesagtem.
Trotzdem freute ich mich auf unseren ersten Versuch im Februar; mit gemieteten Schuhen in Euthal. Wir erwischten einen bombastisch schönen Tag und ich muss sagen, es hat Spass gemacht, obschon ich nach etwas mehr als einer Stunde anfing zu frieren. Flori war seelig. Und kosequenterweise kaufen wir uns danach unsere eigenen Schneeschuhe, die wir dann letztes Wochenende einweihten. Apropos kaufen. Mein gutbestückter Kleiderschrank ist für solche Spässe in der kalten Jahreszeit nicht ausgerüstet. Aber das hat sich schon etwas geändert. Dem Himmel sei Dank für Zalando…
Und da ist mir noch was Dummes passiert. Flori sah nach unserem ersten Tag im Schnee so glücklich aus, da sagte ich: „Und nächstes Jahr probieren wir Langlauf!“ Mist!
Eure Cindy