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Winterliche Grüße

Na, wie war bei euch der Winter? Kalt, lang und mit Schneemassen wie bei uns in den Karpaten?

In Cluj selber ist es wieder frühlingshaft warm, vor der Berghütte jedoch liegt noch allerhand Schnee. Es gab vor ein paar Tagen sogar noch mal Neuschnee!

Wir hatten einen großartigen Winter mit tollen Ausflügen, Schneeschuhwanderungen und Spaziergängen wie hier auf dem Foto mit unserer Freundin Angelika. Nun darf es aber endlich wieder Frühling werden. Die weiße Pracht ist erst wieder Ende diesen Jahres erwünscht 😉

Eure Cindy

Ein Wochenende in Zürich

 

Vier lange Jahre hat es gedauert, bis wir endlich mal wieder in die Schweiz flogen! Nach unserem Umzug nach Cluj, dachten wir ja immer, dass wir eh irgendwann dorthin zurückkehren werden und konzentrierten unsere Reiselust daher auf Rumänien und andere Teile dieser Welt. Da wir aber im letzten Jahr entschieden haben, für länger in Siebenbürgen zu bleiben und den Job bei der Schweizer Firma kündigten, wollten wir unbedingt eine Reise nach Zürich unternehmen und unsere großartigen Freunde besuchen, die wir vor vier Jahren leider nicht “mitnehmen” konnten.

Die Stadt ist zur Zeit voller Weihnachtsmärkte. Am Samstag war aber leider überall so viel los, dass man keinen Fuß vor den anderen setzen konnte. Wie die Sardinen standen wir dicht an dicht mit Leuten aus aller Welt, an die Stände kamen wir nicht heran und meistens waren wir damit beschäftigt, uns nicht zu verlieren. Ich war froh, schon am Freitagmorgen genug Zeit gehabt zu haben, in aller Ruhe und ohne Menschenauflauf über die Märkte zu bummeln und das ein oder andere Mitbringsel zu kaufen.

 

Die Abende verbrachten wir mit unseren lieben Freunden. Wir hatten eine ganz wunderbare Zeit zusammen, lachten viel, erzählten uns all die Neuigkeiten und schwelgten in Erinnerungen.

Und manche Damen und Herren erwähnten auch, dass sie Lust hätten, uns bald einmal in Rumänien zu besuchen. Die “Welcome-to-Romania-Tour” wird hoffentlich in neuen Jahr gestallt annehmen und wir sind schon ganz hibbelig beim Gedanken daran, ihnen bald schon unsere schöne “neue” Wahlheimat zu zeigen 🙂

 

Eure Cindy

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Froher 1. Advent

 

 

 

Eine frohen und besinnlichen Advent wünschen euch Florian, Cindy, Emily und Vicky!

Habt eine wundervolle Zeit und genießt ruhig auch den ein oder anderen Glühwein 🙂

Weniger ist mehr!

Was wäre das Leben, wenn wir nicht ständig versuchten uns zu verbessern?? 🙂

Seit etwa drei 1/2 Wochen reduzieren wir nun schon unseren Fleischkonsum drastisch. Unser Ziel ist es, mit dem ganzen Thema Ernährung ethischer und klüger umzugehen. Unser Ziel ist es aber nicht unbedingt, komplett vegetarisch oder sogar vegan zu leben. Dennoch sind wir offen für alles und beobachten mit Spannung die Veränderungen in unserem Leben.

Ich bin mit Fleisch großgeworden. Meine Eltern hatten schon immer eigene Tiere auf dem Hof, und seit ich denken kann, wurden sie im Herbst geschlachtet und von uns gegessen. Ich mache mir also keine Illusionen, wo das Fleisch herkommt. Seit mehr als 16 Jahren wohne ich aber nicht mehr zuhause und doch hat sich mein Fleischkonsum nicht verändert. Dafür kommt das Hühnchen, Schwein und Co nun höchstwahrscheinlich fast immer aus grausamer, lebensunwürdiger, unnatürlicher Massentierhaltung. Wir essen Tiere, die voller Medikamente sind, die lebend gerupft, ohne Betäubung kastriert, zwischen Gitterstäben eingezwängt, getreten, geschlagen, gefoltert werden. Tiere die u.U. krank waren, als sie starben und uns nun krank machen. Tiere, die in wenigen Wochen “ausgewachsen” sind, was natürlich totaler Humbug ist, und was man auch sehr gut schmecken kann. Das will immer keiner wahrhaben. Auch wir schauen oft Tierdokus, die die fürchterlichen Zustände in Zuchtbetrieben und auf Transporten dokumentierten, und wir sagen uns immer wieder: “Auch wir kaufen das Fleisch. Wir sind als Konsumenten mitverantwortlich für das, was da eschieht!” Aber mal von der Haltung abgesehen, allein was die Tiere an Korn etc verfressen, könnte anders genutzt, eine viel größere Anzahl an Menschen satt machen, als es das Fleisch der Tiere je tun könnte. Außerdem leidet die Umwelt extrem unter unserer Massentierhaltung. Unser Planet ist übervoll mit Menschen. Wir ruinieren das Klima und die Natur. Es ist daher meiner Meinung nach längst die Zeit gekommen, das ganze Thema Viehzucht und Ernährung komplett zu überdenken. Oder ist es sogar schon zu spät dafür??

Bisher lauft unser “Project” sehr gut. Wir haben in der letzten Zeit viele vegetarische, teils sogar vegane Tage vollbracht und fühlen uns viel besser dabei. Nicht nur seelisch, sondern auch körperlich. Ich bin weniger müde, benötige weniger Mittagsschläfchen und spüre weniger Völlegefühle 🙂 Gleichzeitig gelingt es mir aber, leckere Gerichte zu zaubern, bei denen das Essen Spaß macht. Einmal hatten wir Hühnchen in einem Gericht, das ich kochte, und wir stellten fest, dass es das Hühnchen gar nicht gebraucht hätte. Das war ein großer Schritt in die richtige Richtung für uns. Ich probiere im Moment aber auch mit anderen Dinge herum, wie z.B. Soya zum Braten, Mandelmilch und Reismilch. Ich liebe Milch in meinem Kaffee und habe noch keinen dauerhaften Ersatz gefunden. Aber ich habe ja auch erst begonnen und suche weiter nach schönen Alternativen 😉

Das große Problem sind die Restaurants. Wir gehen sehr gerne zum essen aus, als Paar oder mit Freunden oder mit Kollegen, Kunden etc. Momentan entdecken wir unsere Restaurants ganz neu. In einem Fleischland wie Rumänien sieht man da schnell alt aus. Der Vorteil allerdings ist, dass man sich hier meistens die Beilagen separat dazu bestellt, und so lernen wir gerade, uns mehrere Beilagen zu bestellen, die dann ein leckeres vegetarisches Gericht ergeben. Florian isst zu Mittag oft der Kantine seiner Firma oder in Restaurants. Er sagt, es macht im Spaß, jeden Tag die Challenge zu haben, nach fleischlosen Gerichten zu forschen. Neulich bestellte er etwas in der Kantine und die Dame meinte, dass da Bacon drin sei 🙂 Sie haben also schon bemerkt, was er da tut!!! 🙂

Keine Ahnung, wo unsere Reise letztendlich hingehen wird. Wir machen kleine Schritte und experimentieren viel. Und wir wollen uns nicht unter Druck setzen. Ich sage nicht, dass wir gar kein Fleisch oder Tierprodukte mehr essen wollen. Wenn wir bei meinen Eltern sind, wo die Tiere vom eignen Hof stammen, werden wir vielleicht auch Fleisch essen. Ich weiß es nicht! Auch hier in Cluj haben wir von Bauern gehört, die Hühner, Puten etc verkaufen, die in gesundem Tempo und draußen auf dem Hof herangewachsen sind, die keine Antibiotika oder anderen Zusätze in ihr Futter bekamen. Momentan sage ich aber auch, dass das in Zukunft die große Ausnahme sein soll. Auch werden wir das Fleisch, welches wir schon vorher kauften, und das nun im Gefrierschrank lagert, nicht wegwerfen. Wir werden es zu besonderen Ereignissen zubereiten, und wir werden es bewusst essen, denn schließlich ist für uns ein Tier gestorben. Meine Einkäufe sind allerdings seit 3 1/2 Wochen rein vegetarisch, und so soll es auch weitergehen. Wer weiß, vielleicht haben wir bald schon gar keinen Appetit mehr auf Fleisch. Wirklich Heißhunger haben wir bisher nicht verspürt. Manchen Leuten geht das, was wir tun, vielleicht noch nicht weit genug. Aber sind ja erst am Anfang, und müssen einen Schritt nach dem anderen tun. Wer weiß, wo wir in einem Jahr von heute stehen werden??

Ich halte euch auf dem Laufenden!

Eure Cindy

 

Weihnachtsmarkt in Cluj

Am Freitag eröffnete bei uns in Cluj der Weihnachtsmarkt und wir haben natürlich gleich mal geschaut, was er so zu bieten hat 🙂

Wir sind sehr begeistert und finden ihnen noch besser als im Jahr zuvor. Die Stände sehen dieses Jahr äußerlich alle gleich aus, was ich sehr hübsch finde. Und der Glühwein schmeckt auch noch besser als im letzten Jahr. Irgendwie ist er besser gewürzt und nicht mehr so süß. Tolle Sache! Wir haben uns auch sofort mal drei davon genehmigt 😉

Richtig lecker finde ich ja “Sarmale”. Das sind kleine Kohlrouladen, die normalerweise mit Hackfleisch und Reis gefüllt sind. Das Gericht hat hier eine lange Tradition und jede Hausfrau, die etwas auf sich hält, hat Sarmale im Repertoire. Sie haben dort auf dem Markt sogar eine vegetarische Variante, die sehr sehr lecker war und worüber ich mich sehr gefreut habe.

Alles in allem ist es wieder ein sehr hübscher und unterhaltsamer Weihnachtsmarkt geworden. Bis er am 30. Dezember seine Pforte schließt, werden Florian und ich dort sicher noch den einen oder anderen Glühwein verköstigen 🙂

Eine besinnliche Vorweihnachtszeit euch allen.

Eure Cindy

Ein typischer Morgen

Der letzte Morgen mit unseren beiden Pflegekindern ist auch ein typischer Morgen bei uns daheim 🙂

Der sieht nämlich so aus: Emily liegt auf dem Kratzbaum oder im Regal und schnarcht so laut, dass sich die Balken biegen. Vicky spaziert seit 5.58 Uhr über das Bett  – und dementsprechend auch über uns! Die beiden Pflegekinder ratzen tief und fest und nehmen dabei das halbe Bett in Beschlag. Und Flori und ich teilen uns die andere Hälfte des Bettes und versuchen, uns nicht zu bewegen, denn es könnte ja die Babies wecken 🙂 🙂

Einen schönen Morgen euch allen!

Eure Cindy

Parken Impossible

Pflegekind Thilo passt auf, dass uns nicht wieder irgendjemand den Parkplatz klaut 🙂 🙂

Wir haben nämlich nun endlich von der Stadt einen zugewiesen bekommen, gegen Bezahlung versteht sich. Vorher mussten wir auch jeden Abend krampfhaft nach einer Gelegenheit zum Parken suchen. Gerade nachts wird jede freie Ecke genutzt, egal ob legal oder illegal. Oft genug kommt die Müllabfuhr am Morgen nicht an die Tonnen heran, und Mütter mit Kinderwägen haben auf dem Gehsteig keinen Platz und werden auf die Straße verdrängt. Öfters verteilt die Polizei auch Knöllchen oder schleppt sogar ab.

Die Parksituation in Cluj ist wirklich ein Graus. Wie in vielen anderen Großstädten auch. Es gibt nicht annähernd genug Parkplätze für die Anwohner, besonders ist den Wohngegenden ist es eng. Aber auch in die Innenstadt nimmt man besser den Bus oder läuft zu Fuss wenn es geht. Wo aber sollen die Autofahrer ihre PKWs abstellen? Die Stadt hat hier wirklich einiges nachzuholen. Nicht die Fahrer verdienen ein Knöllchen, sondern die Stadtplaner!!!

Auf unserem nummerierten Parkplatz stellten sich in den letzten Tagen immer wieder freche Fahrer, die dann einen Zettel von uns bekommen, mit dem Hinweis, dass sie das gefälligst lassen sollen. Ich habe viel Sympathie für alle, die auf Parkplatzsuche sind, aber vermietete Parkplätze müssen tabu sein. Das haben wir vorher auch immer so gehalten und so diktiert es der gute Anstand!!

Eure Cindy

Mitarbeiter des Monats

 

 

Schaut mal, wer mir hier bei der Arbeit hilft 🙂

Ob ich ihm nun ein Gehalt zahlen mus??? 🙂 Ich hoffe doch, dass ihm Kost und Logis genügt 🙂 🙂

Eure Cindy

Eggnog Season

 

Eierlikör ist und bleibt einer meiner absoluten Highlights 🙂

Deshalb gibt’s ihn auch nur ab und zu, so dass es auch ein Highlight bleibt ihn zu trinken.

Und der gute alte Verpoorten ist immer noch der allerbeste von allen. Florian hat uns neulich eine extra große Flasche am Flughafen Nürnberg gekauft. Den hab ich nämlich bisher nirgends hier in Cluj auftreiben können.

Manchmal nutze ich auch Eierlikör zum Backen, dann natürlich nicht diesen besonderen hier, sondern eine günstigere Variante. Eierlikörmuffins oder Eierlikörkuchen in der Kastenform. Lecker! Na, ist das nicht eine Idee für die Vorweihnachtszeit?!? 🙂

Wohl bekommt’s euch allen!

Eure Cindy